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Zur Bewertung von Alemtuzumab

Manch einen, der "Lemtrada" bereits bekommt, hat das Sicherheitsverfahren beunruhigt. Prof. Mathias Mäurer geht in seinem MS-Docblog-Beitrag darauf ein.

Am 11.04.2019 hat die Europäische Arzneimittelagentur ein Sicherheitsverfahren für Lemtrada eingeleitet und der Hersteller hat einen Rote-Hand-Brief verschickt (amsel.de hatte berichtet). Der Grund: Zu den bekannten Nebenwirkungen kamen neue, gerade auf das Herz-Kreislauf-System hinzu.

Die Empfehlungen für die Anwendung des Arzneimittels wurde einstweilen sehr stark eingeschränkt. Das ist die eine Seite. Auf der anderen Seite sind diejenigen Patienten teils sehr verunsichert, die bereits mit Alemtuzumab behandelt wurden. Prof. Mäurer beruhigt, diejenigen, deren Behandlung bereits länger zurückliegt, sich nicht von der Aufregung anstecken zu lassen und wie geplant die Laborkontrollen zur Risikominimierung durchzuführen.

Bei wem Lemtrada gut wirke und die zweite Behandlungsphase noch ausstehe, der solle sich eingehend mit seinem Neurologen beraten und unter Nutzen-Riskiko-Abwägung frei entscheiden, ob er Lemtrada weiter nehme. Die Gefäßkomplikationen, die unter anderem zu der Neubewertung geführt hatten, seien im ersten Behandlungszeitraum aufgetreten.

Quelle: www.ms-docblog.de ,12.07.2019.

Redaktion: AMSEL e.V., 12.07.2019