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Blutwäsche bei neuroimmunologischen Erkrankungen

12.07.06 - Meldungen über Blutwäsche machen die Runde. Bei MS scheint der Effekt nicht so klar zu sein. Einsatz in der Akutbehandlung von Schüben.

Blutwäsche (wir haben berichtet) gehört zu den bewährten therapeutischen Prozeduren, die bei vielen autoimmun verursachten neurologischen Erkrankungen angewandt werden. Man geht davon aus, dass der positive Effekt daher rührt, dass entzündliche Mediatoren, darunter Antikörper, komplementäre Komponenten und Zytokine, eliminiert werden.

Bei verschiedenen neurologischen Erkrankungen konnten randomisierte, kontrollierte Studien die Wirkung von Blutwäsche zeigen, z. B. beim Guillain-Barré Syndrom und anderen Formen immuner Neuropathien. Wenngleich oft angewendet, sei der potentielle Vorteil von Blutwäsche bei Multiple Sklerose weniger klar, so die Forschergruppe, zu der u.a. die Professores Hans-Peter Hartung und Bernd C. Kieseier gehören, im "Archives of Neurology".

Quelle: Archives of Neurology; vol. 63, 07.07.06

Redaktion: AMSEL e.V., 27.07.2006