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Beeindruckendes Engagement zugunsten MS-Erkrankter ausgezeichnet

In der Regel ist das Porsche-Museum Ziel für Liebhaber schneller, schöner Sportwagen. Am 24. Oktober war es der Ort, an dem vier Menschen im Blickpunkt standen, die sich in besonderer Weise für Multiple Sklerose Erkrankte engagieren. Ihr Engagement würdigte die AMSEL Stiftung Ursula Späth mit der Verleihung des Ursula Späth-Preises, des Pflegepreises, des Medienpreises und des Preises für eine MS-Aktivistin.

Ursula Späth-Preis für Aufklärung und Information

Der Hauptpreis der Stiftung ging an Markus Saur. Muhterem Aras, Präsidentin des Landtags von Baden-Württemberg zeigte in ihrer Laudatio exemplarisch anhand von drei Beispielen die Bedeutung, die der Leiter des Geschäftsgebietes Süd bei der DAK Baden-Württemberg für die AMSEL hat. Durch Markus Saur und die Förderung der DAK seien beispielsweise die Aufklärungs- und Lehrsoftware der AMSEL „Das virtuelle Gehirn“, die AMSEL-App „Multiple Sklerose.TV“ und umfassende Aufklärungskampagnen zum jährlichen Welt MS-Tag im Mai möglich geworden. Durch den Preisträger seien AMSEL Aktionen ermöglicht worden, mit denen viele Tausend Menschen einen Eindruck von den vielen Herausforderungen bekommen haben, die ein Leben mit MS mit sich bringt. Dadurch habe er wesentlich zu einem anderen Verständnis von der Krankheit mit den 1.000 Gesichtern in der Öffentlichkeit beigetragen. „Markus Saur leistet dazu einen großen Beitrag. Er unterstützt Projekte mit dem Ziel, dass wir in der Begegnung mit MS-Betroffenen zuerst die Mitmenschen und nicht die Krankheit sehen.“, sagte die Laudatorin.

Selbstverständliche Zuwendung und Pflege

Vieles ist für sie selbstverständlich, betonte Pfarrer Oliver Merkelbach, Caritasdirektor des Caritasverbandes der Diözese Rottenburg-Stuttgart, in seiner Laudatio auf Erika und Franz Brodesser, die mit dem Pflegepreis ausgezeichnet wurden. Selbstverständlich war, dass sie ihr Haus für ihre Tochter behindertengerecht umgebaut haben; selbstverständlich, dass der Vater seine Tochter zur Arbeit fährt, solange sie noch berufstätig sein kann; selbstverständlich, dass sie die zunehmende Pflege ihrer Tochter übernommen haben. Für die Eltern war es nie eine Frage, ob sie diese Aufgaben übernehmen möchten. „Sie haben es einfach getan.“, würdigte Merkelbach. „Auch wenn für Sie vieles selbstverständlich erscheint, Ihre Leistung ist etwas Besonderes. Deshalb freut es mich sehr, dass Ihr Einsatz heute mit dem Pflegepreis öffentliche Anerkennung findet.“

Orientierung in Informationsflut

Das Internet bietet eine Fülle von Informationen zu MS, manch einer wünscht sich dann eine Orientierungshilfe, um die Aussagekraft der Informationen einschätzen zu können. Diese Orientierung bietet Prof. Dr. med. Mathias Mäurer, Mitglied im Ärztlichen Beirat der AMSEL, in seinem MS-Docblog. Auf der AMSEL-Plattform postet der MS-Experte regelmäßig zu Fragestellungen, die ihm in seinem Klinikalltag bei Patienten besonders häufig begegnet sind, die in Medien diskutiert werden oder die aus seiner Sicht besondere Relevanz für MS-Erkrankte haben und äußert dazu seinen Standpunkt als erfahrener Neurologe. „Mit Ihrem Blog machen Sie MS-Erkrankten eine wichtiges und geschätztes Angebot“, würdigte Dr. Daniela Späth-Zöllner, Mitglied im Stiftungsrat der AMSEL Stiftung Ursula Späth den Würzburger Mediziner. „Die Stiftung würdigt mit dem Medienpreis Ihren umfangreichen Einsatz, mit Ihrem Blog MS-Erkrankten eine moderne und zeitgemäße Form der Hilfestellung zu geben.“

MS-Aktivisten ausgezeichnet

Der Preis für eine MS-Akivistin wurde zum ersten Mal verliehen. Er ging an Aida Alić. Die 41-Jährige steht seit ihrer ersten Begegnung mit der AMSEL dem Verband als wichtige Gesprächspartnerin und tatkräftige Mitstreiterin bei der Aufklärung und Information über MS zur Seite. Als eine der verlässlichen Unterstützer der AMSEL hat sie als Gesicht von Kampagnen, für Presseanfragen, Spendenaufrufe, Videos und Anzeigen zur Verfügung gestanden. „So öffentlich zu einer unheilbaren chronischen Erkrankung zu stehen, ist nicht jedermanns Sache“, konstatierte Adam Michel. Der Vorsitzende der AMSEL Stiftung Ursula Späth würdigte die Preisträgerin: „Durch ihre Einstellung und ihre starke, lebensfrohe Ausstrahlung ist Aida Alić für die AMSEL ein herausragendes Beispiel, das anderen Mut macht und uns alle enorm motiviert.“

Die 26. Verleihung der AMSEL Stiftungspreise zeigte einmal mehr eindrücklich, was alles möglich ist, wenn Menschen wollen. Musikalisch stimmungsvoll umrahmt wurde die Feststunde durch Südsax, die Moderation der Feierstunde lag bei Petra Klein, SWR1.

 

Quelle: AMSEL e.V. // Pressematerial

Redaktion: AMSEL e.V., 26.10.2018