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Progressive MS Alliance expandiert weltweit

Die Progressive MS Alliance wächst stetig. Auch die Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft, Dachverband der AMSEL, ist ihr beigetreten, um Therapien für den schleichenden Verlauf zu beschleunigen.

In den letzten Monaten hat die Progressive MS Alliance 4 neue Mitglieder gewonnen: die MS-Organisationen in

  • Australien,
  • Belgien,
  • Deutschland
  • und die Niederlande

Die Allianz umfasst nun 11 MS-Organisationen. Alle zusammen zu beschleunigen die Erforschung von Behandlungen für die schleichend fortschreitende MS.

Doppelarbeit vermeiden, Ergebnisse beschleunigen

Dr. Matthew Miles, Vorstandsvorsitzender der MS Research Australia, sagte, sie seien "stolz, der Progressive MS Alliance als geschäftsführendes Mitglied beigetreten zu sein. Wenn Forscher isoliert an einem Thema wie progressiver Multipler Sklerose arbeiten, laufen wir Gefahr, Doppelarbeit zu leisten oder nur langsam voranzukommen. Durch das Aktivieren der globalen Zusammenarbeit, kümmert sich die Alliance darum, schnell die Art von Entdeckungen herauszufinden, die wirklich Leben verändern können."

Peer Baneke, Chief Executive der MS International Federation, MSIF, sagte:" Zusammen mit vielen anderen MS-Organisationen auf der ganzen Welt ist die MSIF ein aktives Mitglied der Progressive MS Alliance und ermutigt alle ihre Mitgliedsorganisationen zum Beitritt."

Progressive Multiple Sklerose - warum ist sie so schwer zu behandeln ?

Im Unterschied zum schubförmigen oder auch schubförmig-remittierenden Verlauf, gibt es bei der progressiven Multiplen Sklerose keine Schübe, sondern schleichend zunehmende Behinderungen. Manche - etwa 10 % der Betroffenen haben von Anfang an einen progressiven Verlauf. Man spricht vom Primär Progressiven Verlauf (PPMS). Andere entwickeln nach ca. 10-20 Jahren schubförmigen Verlaufes einen Sekundär Progressiven Verlauf (SPMS).

Die Schwierigkeit liegt in der Behandlung der progressiven Multiplen Sklerose. Während die entzündliche Aktivität beim schubförmigen Verlauf ein "guter" Angriffspunkt für die meisten krankheitsmodifizierenden Therapien darstellt, fehlt dieser Angriffspunkt und damit eine Möglichkeit der Behandlung beim progressiven Verlauf. Die Therapie besteht hier meist aus symptomatischer Therapie. Liegen zudem sog. aufgesetzte Schübe vor (eine Mischform aus progressivem und schubförmigem Verlauf in der Übergangsphase), so können diese behandelt werden.

Quelle: Newsletter der MSIF, 09.12.2014

Redaktion: AMSEL e.V., 10.12.2014