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Message an die Gehweg-Parker

24.09.04 - Freie Fahrt für Rollis: Polizei, Verkehrswacht und die Selbsthilfe Körperbehinderter starten eine gemeinsame Aktion.

 

Viele Autofahrer fahren beim Anhalten schon gewohnheitsmäßig ganz rechts heran, möglichst nicht nur bis dicht an die Bordsteinkante, sondern mit zwei Rädern auf den Gehweg.

Freundliche Hinweiskarten

Hinweiskarten sollen die Bordsteinparker freundlich daran erinnern, dass sie damit andere Verkehrsteilnehmer behindern. Für Passanten mit Kinderwagen, Gehhilfe oder Rollstuhlbenutzer ist nämlich häufig an einem auf dem Gehweg parkenden Fahrzeug Endstation. Ein Ausweichen gerade für diese schwächsten Verkehrsteilnehmer ist dann nur über die befahrene Straße möglich. Welchen Gefahren sich die Verkehrsteilnehmer dabei aussetzen, lässt sich leicht nachvollziehen.

Bürgersteige selten abgesenkt

Hinzu kommt, dass nicht alle Bürgersteige so tief abgesenkt sind, dass ein Rollstuhlfahrer problemlos den Gehweg verlassen kann. Die Deutsche Verkehrswacht Hohenlohe e.V. hat darum zusammen mit der Polizeidirektion Künzelsau und dem Bundesverband Selbsthilfe Körperbehinderter e.V. jetzt Hinweiskarten herausgegeben, die den Autofahrer freundlich aber nachdrücklich auf sein rücksichtsloses Halten hinweist.

Bundesweite Aktion

Gemeinsames Ziel der drei Initiatoren ist es, die jetzt fertiggestellten Karten bundesweit zu verteilen um möglichst viele Autofahrer auf die Behinderungen beim Gehwegparken aufmerksam zu machen. Die Karten können mittels eines Haftklebestreifens schonend am Fahrzeug angebracht werden.

"Wir wollten nicht warten, bis Personen zu Schaden kommen, um dann erst zu reagieren. Die Gehwegparker-Karten sollen diesen Gefährdungen künftig vorbeugen", betonte Gerhard Wolpert, Geschäftsführer der Deutschen Verkehrswacht Hohenlohe e.V., der den Anstoß für dieses Projekt gab.

Zum Nachdenken

"Diese Karten sollen zum Nachdenken anregen und künftiges Falschparken der Autofahrer verhindern", sagt Peter Strohbach, Mitglied des Vorstandes beim Bundesverband Selbsthilfe Körperbehinderter e.V. und selbst Rollstuhlbenutzer.

Die Karten können im 10er Block gegen Einsendung eines mit 55 Cent frankierten und adressierten Rückumschlages beim BSK e.V., Stichwort "Gehwegparker-Karten", Altkrautheimer Straße 20, 74238 Krautheim, angefordert werden.

Redaktion: AMSEL e.V., 24.09.2004