@Parichehr Auch wenn es zwischen deiner Mutter und dir viele Ähnlichkeiten gibt, können die Verläufe trotzdem nicht ohne weiteres miteinander verglichen werden. Meiner Meinung nach. Aber ich muss darüber nicht weiter streiten.
Für mich ist diese Unzuverlässigkeit (“beim einen wirkt es, beim nächsten nicht”, und dann auch noch: “man muss es für sich ausprobieren”) der verschiedenen Immuntherapien auch nicht wirklich akzeptabel. Entweder ein Medikament wirkt oder eben nicht. So wie die von dir erwähnte FSME-Impfung.
Aber ich habe hier im Forum zu diesem Thema schon mehrfach diskutiert. Ich erinnere mich an die Argumente derjeniger, die das anders sehen. Wenn ich nun schon wieder eine Diskussion darüber anfange, werde ich einer Zwangsneurose verdächtigt Die Auffassungen (man könnte es auch “Glaubensrichtungen” nennen) unter den Foristen sind halt unterschiedlich, und das muss ich akzeptieren, auch wenn ich es nicht so recht nachvollziehen kann.
PS Das waren übrigens die Threads, in denen dieses Thema schon einmal diskutiert wurde:
Also ich für meinen Teil bin zumindest vom Ansatz der CD20 überzeugt. Ob die B Zellen nun bei mir der hauptursächliche Treiber sind, werde ich merken.
Und das die Pharmafirmen sich das als Inhaber dieser Behandlungsmöglichkeiten unverschämt hoch bezahlen lassen, nennt man schlicht Marktwirtschaft. Moral hat in dieser noch nie eine Rolle gespielt - für keine Branche. Wer was hat, was andere brauchen, lässt sich das gierig bezahlen.
Eine mögliche"Schuldfrage" kann immer wieder gestellt werden und wird sie auch. Zu diesem Thema wurde in den aktuellen Leitlinien eine meiner Meinung nach sinnvolle Formulierung verwendet, so daß die Schuldfrage in den Hintergrund treten muss. Dort schreiben sie nämlich von der begrenzten Teilwirksamkeit aller therapeutischer Maßnahmen (Seite 42). Wenn also alle therapeutischen Maßnahmen, also sowohl Medikamente als auch Lebensstilmaßnahmen, nur begrenzt und damit nicht hundertprozentig sicher wirken, kann niemandem eine Schuld gegeben werden. Denn immer ist die Möglichkeit implizit, daß eine der Maßnahmen eben keine oder zu wenig Wirksamkeit zeigt.
Meines Wissens ist die Zahl der Krebstoten in den letzten Jahren nicht gesunken, sondern eher angestiegen. Ob diese Tode jeweils “qualvoll” waren oder nicht, weiß ich nicht. Zum Glück gibt es heutzutage die lindernde Palliativmedizin.
Für mich ist aber auch eine “gemäßigte” Marktwirtschaft, eine “soziale” Marktwirtschaft, eine “ethische” Marktwirtschaft vorstellbar, die übertriebenen Auswucherungen Grenzen setzt. Das würde allerdings Menschen voraussetzen, für die die Gier nicht alleiniger Maßstab ist und die noch andere Werte kennen.
Man darf ja mal träumen, wie eine bessere Welt aussehen könnte…
bin bei Dir. Leider scheint Gier dem Menschen inne zu wohnen.
Zu Deinem anderen Post: also insbesondere in den Bereichen der Blutkrebserkrankungen, aber auch anderen, ist die Sterberate schon drastisch gesunken. Leider trifft das bei weitem nicht auf alle Formen zu. Insofern bin auch ich nach familiärem Erleben für die heutigen palliativen Möglichkeiten dankbar.
Bewegung ist nie falsch, genau wie nicht total ungesunde Ernährung.
Ich war mein Leben lang unsportlich und treibe auch jetzt keinen Sport.
Jeder muss halt sehen, wie er am Besten mit der Situation klar kommt, allgemeine Empfehlungen, was nun unbedingt gemacht werden muss, halte ich nicht für sinnvoll.
Für mich ist es wichtig, mich nicht zu isolieren, sondern rauszugehen, mich mit anderen zu treffen und das zu machen, was (noch) geht und ich gern mache.