Remyelisierung ist ein märchen des 21 Jahrhunderts. Solange wie wir nicht verstehen warum Echsen der Schwanz nachwächst und dieses anwenden können remyelisiert sich bei uns gar nichts
Muss man denn das wirklich verstehen, um möglicherweise ein Mittel für Remyelinisierung zu finden? Theoretisch wäre doch auch ein Zufallsfund möglich, ohne auch nur überhaupt im Ansatz etwas zu verstehen, oder nicht? Bei manchen MS-Medikamenten ist ja z. B. auch noch nicht ganz verstanden, wie sie genau wirken. Glaube mich schwach an solche Hinweise in den Basismedikamenten-Aufklärungsbögen zu erinnern, die mir meine damalige Neurologin kurz nach der Diagnose mit nach Hause gab. Ich hoffe jedenfalls schon, dass Remyelinisierung funktioniert bzw. man einmal etwas dafür findet. Hab gerade einen Selbstversuch gestartet.
Der Zeitrahmen ist ein Jahr und ich hoffe, man sieht dann ggf. etwas im MRT. Im Mai steht ein neues Regel-MRT an und dann wieder in einem Jahr. Werde demnächst mit meinem Neuro sprechen in wie weit ggf. eine Sichtbarkeit im MRT überhaupt möglich wäre, was er da ggf. für Erfahrungen hat und ob evtl. ein spezieller MRT-Scan gefahren werden muss. Werde dann in einem Jahr berichten, wobei ich nichts erwarte. Die Chance, dass die Supplementierungen keine Remyelinisierung bewirken ist hoch, das ist mir völlig klar.
Zudem hast du bei deinem Versuch die Einschränkung, dass du - soweit ich weiß - keine Symptome hast, die sich verbessern können. Hast du mal durchgerechnet, wie hoch die Kosten pro Monat ca. sind?
Propionsäure nehme ich ja auch mit der Idee, nichts davon zu bemerken, also vor allem keine Verschlechterung. Und in 10 Jahren kann ich dann nicht sagen, ob Propionsäure überhaupt irgendwas gebracht hat.
Dein Experiment ist aus meiner Sicht begründet und nicht einfach nur Gefühl. Dafür lohnt es sich.
Du wärst dann die weltsensation. Der erste mensch der es in einem selbstversuch geschaft hat die beschädigte außenhaut seines nerves selständig zu reparieren. Wauh. Ich schlage dich dann für den medizinnobelpreis vor. Du bist dann finziell agesichert und kannst viele neue versuchsprojekte starten.
Auf ein Jahr werden es ziemlich genau 200 € für NAG und CDP-Cholin sein, wenn ich es so lange durchziehe. Hab jetzt erstmal nur für 4 Monate eingekauft, falls es zu Unverträglichkeiten oder unschönen Nebenwirkungen kommen sollte. Gebe pro Jahr etwa 500 € für Supplemente aus, nun eben einmal etwas mehr.
BTW:
Ich kaufe gern einen Jahresvorrat im März ein, dann hab ich das ganze Jahr Ruhe bzgl. Nachbestellungen. Außerdem keine Gefahr, dass Omega-3 oder Probiotika beim Transport kaputt gehen. Das passiert nämlich schnell, wenn es im Sommer draußen 30 Grad hat und in einem Lieferwagen-Laderaum die Temperaturen dann auf 60 Grad und mehr steigen. Ab spätestens 40 Grad sterben die Bakterienkulturen in Probiotika ab. Dann supplementiert man ggf. nur noch ein nutzloses Placebo! Omega-3 Kapseln verbacken bei Hitze zu einem großen Klumpen. Fotos von sowas findet man z. B. auf Amazon in 1-Stern-Rezensionen wenn Leute Omega-3 Kapseln im Sommer geliefert bekommen. Deshalb als Tipp: Zumindest hitzeempfindliche Supplemente nicht im Sommer bestellen!
Richtig, ich habe keine Symptome oder Einschränkungen. Wenn sich solche verbessern, kann es aber auch andere Gründe haben wie z. B. die Nutzung neuronaler Leistungsreserve (das Gehirn lernt neu, nutzt andere Nervenstränge). M. E. können sich bessernde Symptome höchstens ein Indiz sein, aber kein zuverlässiger Marker für Remyelinisierung.
Genau! Wobei man wissenschaftlich begründet zumindest annehmen darf, dass es etwas genützt haben dürfte. Nur wirklich einen Beweis wird man im individuellen Einzelfall nie erhalten.
Wieso der erste Mensch? Es gibt doch immer wieder MS-Erkrankte, wo bei MRT-Regeluntersuchungen Läsionen kleiner wurden oder ganz verschwanden oder bin ich da falsch informiert?
Das weiß ich. Die Läsionen im MRT sind aber doch demyelinisierte Regionen? Wenn die kleiner werden, müsste also doch eigentlich Remyelinisierung vorliegen?
Wenn das demyelinisierte Gewebe nach Jahren einmal degeneriert (Neurodegeneration), werden aus den Läsionen im MRT sogenannte “schwarze Löcher”. Dann sind die ursprünglich lediglich demyelinisierten Nervenbahnen überhaupt nicht mehr existent.
Ja, theoretisch macht das der Körper auch ganz von selbst im Rahmen von Selbstheilungsprozessen. Aber man kann den Körper bei den Selbstheilungsprozessen unterstützen. Der eine versucht das mit NEM, der nächste mit Training, oder mit guter Ernährung, gutem Schlaf, positive Psyche… Und vielleicht gibt es noch weiteres.
Was nun letztendlich zum erlebten Ergebnis geführt hat oder auch nicht, wird man wohl niemals wirklich beweisen können. Möglich sind aber theoretisch bzw. wissenschaftlich begründete Vermutungen, warum etwas gewirkt haben könnte. Insofern stimme ich Cosmo zu, wenn er schreibt: