Der leicht demente Vater einer Freundin von mir fährt nach zwei Schlaganfällen trotz ärztlichen Verbots weiter Auto. Er hält sich für einen sicheren Fahrer und lässt sich da nicht reinreden.
So jemand ist eine Gefahr für den Straßenverkehr. Für meine Freundin ist es ein echter Gewissenskonflikt, ob sie der Führerscheinstelle einen Hinweis gibt. Wäre das dann Denunziation oder verantwortungsbewusstes Handeln? Sie bringt es nicht über Herz. Aber wie wird sie sich fühlen, wenn ihr Vater einen schweren Unfall verursacht?
Die Ärzte des Vaters sind an die Schweigepflicht gebunden, von denen darf und wird keiner die Führerscheinstelle informieren.
In solchen Fällen entfällt übrigens der Versicherungsschutz. Bei einem Unfall kann die Versicherung alle medizinischen Unterlagen des Verursachers anfordern. Kommt auf diese Weise heraus, dass er trotz ärztlichen Verbots gefahren ist, haftet er für alle Schäden selbst. Was möglichen Schwerverletzten oder gar Toten kein Trost sein wird.

trampel - will wissen ob das reicht von meiner Neurologin
Ich bin grad etwas sprachlos.