basiert. rein damit!

hast du denn Beschwerden, die sich bessern könnten?

Nein, ich habe überhaupt keine Beschwerden und nur wenige, kleine Läsionen. Aber ich denke an später, wenn diese demyelinisierten Bereiche einmal zugrunde gehen werden (Neurodegeneration). Außerdem interessiert mich einfach grundsätzlich, ob Remyelinisierung über bestimmte Supplemente ja nicht vielleicht am Ende sogar doch funktionieren könnte. :wink:

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Viel Erfolg :four_leaf_clover: wünsche ich Dir

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Danke für die Links und viel Erfolg beim Selbstversuch. Mor ist noch nicht klar, wie du eine Wirkung messen wirst

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Das ist mir offen gesagt selbst nicht ganz klar. :wink:

Zunächst ging ich davon aus, man würde Remyelinisierung immer anhand verkleinerter Läsionen sehen. Es soll ja vorkommen, dass bei MS-Betroffenen Läsionen im MRT-Bild an Volumen verlieren.

Aber ist es möglich, dass bei erfolgreicher Remyelinisierung das MRT an einmal lädierten Stellen trotzdem auch weiter unverändert anschlagen kann, weil remyelinisierte Stellen eine andere Struktur haben (können) als nie geschädigtes Myelin? Der Gedanke kam mir kürzlich bei einem Video von Dr. Brandon Beaber, der bei einem seiner Patienten über vielleicht mögliche Remyelinisierung spekulierte, weil der sich mit SPMS und auf hohem EDSS plötzlich deutlich in der Symptomatik und in seinen Einschränkungen verbesserte. Anscheinend sah man im MRT nicht direkt eine Verbesserung, sonst hätte Beaber ja nicht zu spekulieren brauchen?

Ist Remyelinisierung im MRT sichtbar oder nicht?

N-Acetyl Glucosamin für Remyelinisierung (Selbstversuch)

:thinking: hab ich grad n Deja Vu

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Meiner Meinung nach kann Remyelinisierung nur durch Messen der Nervenleitgeschwindigkeit sicher ermittelt werden… z.B. VEP wäre ein Messverfahren.

An was machst du das fest, weshalb gerade diese Subs die Oligodendrozyten OPCs zum Remyelinisieren aktivieren?

Es ist ein Versuch, siehe verlinkte Artikel / Studien zu genau diesen beiden Substanzen bzgl. Remyelinisierung. Sunday halt, weil ich da auf hohe Qualität vertraue. Beziehe von dort bereits länger einen Großteil meiner Supplemente. Erwarten tue ich nichts, aber probieren kann man es ja mal. Nehme eh schon diverse Supplemente täglich ein, da kommt’s auf zwei mehr oder weniger nicht an. :wink:

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Du hast es ja bei hochdosiertem Vitamin D, das die Läsionen bei Einigen im MRT nicht mehr vorhanden sind. Viele begleiten dies mit Cholin.
Wieso hast Du Dich für die Dosierung entschieden?
Was meinst Du zur Neuromodulation? Bei Parkinson gab es da ja schon Erfolge.
Sunday ist ein sehr gute Entscheidung.

Wie sieht dein täglicher NEM-Speiseplan aus?

Morgens:
1 Tropfen Vitamin D3/K2 (5.000 IE + 200 μg)
1 Kapsel Magnesiumoxid (400 mg)
1 Kapsel Kaliumcitrat (400 mg)
8 g Inulin in Kaffee gelöst

Vor einer Hauptmahlzeit:
1 Kapsel Mariendistelkomplex (200 mg Silymarin aus 250 mg Mariendistel, 200 mg Artischockenblatt, 75 mg Löwenzahnwurzel, 50 mg Enzianwurzel)

Zu einer Hauptmahlzeit:
2 Kapseln Propionsäure (1000 mg Natriumpropionat)
2 Kapseln Omega-3 (1000 mg EPA + 500 mg DHA)

Abends:
1 Kapsel Magnesiumcitrat (120 mg)
1 Kapsel Kaliumcitrat (400 mg)

Zum Schlafengehen:
1 Kapsel Flora Essentials 23 Plus (Prä- und Probiotika + Vitamin-B-Komplex)
8 g Inulin + 8 g Haferflocken in 150 g Joghurt gemischt

Wie bereits erwähnt, kommen für meinen Remyelinisierungs-Selbstversuch momentan noch 1500 mg NAG + 250 mg CDP-Cholin hinzu, eingenommen zu einer Hauptmahlzeit. Außerdem 1 Kapsel Homocysteinkomplex aufgrund etwas erhöhtem Homocystein-Spiegel. Dieses Supplement, das auch nochmal 100 mg CDP-Cholin enthält, werde ich nur vorrübergehend und nicht dauerhaft einnehmen, da es mit 1000 μg Vitamin B12 deutlich zu viel B12 für die dauerhafte Einnahme enthält (zu viel B12 erhöht das Lungenkrebsrisiko). B12 wird bei MS empfohlen, dafür brauche ich aber nicht nochmal extra ein Präparat, da mein Probiotikum bereits moderat dosiertes B12 enthält, geignet zur dauerhaften Einnahme.

Das Vitamin D wird direkt auf die Zunge getropft und am Gaumen verrieben für höchste Bioverfügbarkeit. Magnesiumoxid, da diese natürliche Magnesiumform allen Unkenrufen zum Trotz ein ganz hervorragendes Magnesium darstellt. Die effizienteste Magnesiumform zum Auffüllen der körpereigenen Langzeitspeicher, durch Studien belegt. In dem Punkt deutlich besser als künstlich im Labor geschaffene Formen wie Citrat, Malat, Glycinat etc., die in der Natur nicht vorkommen. Letztere Magnesiumformen eignen sich besonders, um den Magnesiumspiegel kurzzeitig schnell hochzufahren, allerdings sinkt der Spiegel im Anschluss auch schnell wieder ab (rasche Ausscheidung über den Urin). Ich supplementiere Magnesiumcitrat abends vor dem Waldlauf, um den erhöhten Bedarf während des Sports zu decken. Magnesiumoxid morgens dient der Auffüllung der körpereigenen Magnesium-Langzeit-Depots.

Inulinpulver von Ostrovit oder Bulk (Inulin = Präbiotikum, dient gesunden Darmbakterien als Nahrung). Propionsäure-Kapseln von NatuGena (GMP zertifizierte Produktion, deutsche Abfüllung + deutscher Rohstoff, spezielle HPMC-Kapseln ohne Carrageen und PEG). Ultra-EPA Omega-3 Kapseln von Zein Pharma (hochwertiges, ultra-reines Epax-Konzentrat in 90 % Triglycerid-Form für höchste Bioverfügbarkeit, garantierter Totox-Wert niedriger als 10 (Oxidationsgrad), Kapseln aus Fischgelatine). Alles andere kommt von Sunday Natural.

Nicht alles (nur) wegen MS. Kalium für’s Herz bzw. den Elektrolythaushalt und Magnesium und Omega-3 neben MS auch für’s Herz. Mariendistel ist gut für die Leber und unterstützt die Arbeit des Gastrointestinaltrakts. Prä- und Probiotika tatsächlich wegen MS, da immer mehr Studien darauf hindeuten, dass MS durch eine gestörte Darmflora getrieben, möglicherweise sogar (mit) ausgelöst wird (u. a. über Leaky-Gut-Syndrom). Hatte 2024 selbst an einer Darmflora-Studie mit MS-Betroffenen an einer Uniklinik teilgenommen. Die für MS-Betroffene ja grundsätzlich empfohlene Propionsäure (reduziert in kleinen Studien Entzündungszellen und Schubrate) ist z. B. ein Postbiotikum, ein Stoffwechselprodukt gesunder Darmbakterien, die bei MS-Betroffenen reduziert sind oder gar nicht (mehr) vorkommen.

Die wichtigsten Supplemente bei MS aus meiner Sicht: Vitamin D und Propionsäure. Diese beiden Stoffe sollte man als MS-Betroffener m. E. in jedem Fall einnehmen (damit Vitamin D effizient verstoffwechselt wird und es bei höheren Dosen nicht zu einer Hyperkalzämie kommt, Vitamin D am besten immer mit den Kofaktoren Magnesium und Vitamin K2 supplementieren).

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Die Dosis ist eine persönliche Abschätzung. Ich weiß ehrlich gesagt nicht, ob meine gewählten Dosen für NAG und Cholin nicht möglicherweise zu niedrig sind. Was meint Ihr denn dazu?

Zu viel möchte ich halt ggf. auch nicht einnehmen. Cholin kann die TMAO-Level im Blut erhöhen (für CDP-Cholin wird da ein niedrigerer Effekt angenommen, ist afaik aber nicht belegt). Hohe TMAO-Level werden mit einem erhöhten Risiko für Herzinfarkte, Schlaganfälle und Gefäßerkrankungen in Verbindung gebracht. Man muss bei manchen NEMs aufpassen, nicht zu viel zu nehmen.

Das höre ich gerade zum ersten Mal. Da muss ich passen, damit hab ich mich noch nie beschäftigt, sorry.

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Guter Beitrag, das sind genau die Themen die in einem MS Forum Mehrwert haben. :+1:

Viele forschen an der Neuroplastizität im Gehirn sei es bei Parkinson, Alzheimer, MS…
Es ist extrem schwierig gezielt Stoffe durch die BHS einzuschleusen und bei den Neuronen die Myelin Reparaturprozesse anzukurbeln.
Es gibt theoretische komplexe Ansätze wie der Körper die Myelinreparatur auf natürliche biochemische Weise reparieren kann.
Wie gesagt auch Progesteron ist an der Komplexität der Myelinreparatur beteiligt. Das wurde vor sehr langer Zeit belegt.

Viel Erfolg!

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Danke für deine Mühe, das alles so aufzuschlüsseln und zu erklären!

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Gerne! :slightly_smiling_face:

Eventuell ging es hier etwas unter, aber Polysialinsäure ist ein weiterer Zucker, mit dem Remyelinisierung vielleicht möglich ist. Polysialinsäure ist nicht das Gleiche wie die wahrscheinlich bekanntere Zuckerform N-Acetylglucosamin (NAG). NAG ist als Supplement erhältlich, Polysialinsäure offenbar nicht. Oder kennt jemand eine Quelle, weil dann mach ich gerne das Versuchskaninchen. :wink:

Polysialinsäure ist erhältlich bei spezialisierten Biotech-Firmen (z. B. Antikörper oder Reagenzien).

Jedoch wäre ich da schon etwas vorsichtig derartig unerforschte Schritte zu wagen.

Die PSA ist ein relativ grosses Molekül und fungiert als negativer Ladungsträger deshalb ist ein Durchqueren der BHS vom Blutstrom aus, eher nicht geeignet da es 8 C-Atome hat.

Die PSA kommt im Gehirn sogar selbst vor, gebunden an das Protein NCAM, wo es eine Rolle bei Neuroplastizität und Zellmigration spielt – es wird dort also lokal gebildet, nicht aus dem Blut aufgenommen.

Die Sialinsäure als solche als Einfachbindung ist zum Kauf erhältlich.

Biochemisch betrachtet wird die Sialinsäure durch komplizierte Synthesen enzymatisch katalytisch in den Zellen polymerisiert.

Sialinsäure gibt’s als NEM (u. a. auch von Sunday), das ist mir bekannt. Die hat hier auch schon mal jemand zwecks Remyelinisierung supplementiert. Das ist m. E. aber nicht unbedingt sinnvoll, wenn in den Artikeln zur Remyelinisierung explizit über Polysialinsäure berichtet wird. Wenn es die als NEM gäbe, nach branchenüblichen Qualitätsstandards offiziell zur Nahrungsergänzung produziert und mit laboranalytischer Qualitätskontrolle, dann würde ich es ausprobieren (falls jemand so eine Quelle kennt, aber eine solche existiert vermutlich nicht). Aus dem Chemikalienhandel supplementiere ich nichts.

@Cosmo Sag mal, hast du dein Mikrobiom näher “durchleuchten” lassen? Immunmodulation kann, insbesondere bzgl Propionsäure, nach hinten los gehen. Ich spreche das aus eigener Erfahrung, und ich hatte wegen dieser Einnahme den bis heute schwersten Schub.

Propionsäure ist ein natürliches Stoffwechselprodukt eines gesunden Darmmikrobioms und senkt den Spiegel an proentzündlichen Th17 und Th1 Zellen im Blut. Weshalb sollte man dadurch einen Schub bekommen können? Ein solcher Zusammenhang erschließt sich mir ehrlich gesagt nicht.

In einer dt. Studie senkte die Supplementierung von Propionsäure die Schubrate zusätzlich zu einer laufenden Immuntherapie (u. a. Amsel berichtete). Im Darmmikrobiom von MS-Erkrankten fehlen oft Bifidobacteria oder Propionibacteria, die Propionsäure produzeren. Dazu gibt es seit Jahren international Studien. Das Darmmikrobiom der meisten, wenn nicht sogar aller MS-Betroffenen ist gestört. Ich supplementiere exakt die Menge Propionsäure, die Prof. Dr. Aiden Haghikia empfiehlt und die er sogar selbst einnimmt, um MS vorzubeugen. 1000 mg Natriumpropionat täglich.

Bei MS-Patienten hat Prof. Haghikia nicht nur einen Mangel an Propionsäure festgestellt. In ihrem Darm fand sich eine regelrechte Bakterienflaute. Gibt man den Betroffenen jedoch Propionsäure als Nahrungsergänzung, steigt bereits nach 14 Tagen die Zahl der regulatorischen, antientzündlichen Immunzellen deutlich an. „Das Ergebnis unserer Studien zeigt: Wir können mit relativ einfachen Maßnahmen Einfluss nehmen“, erklärt Aiden Haghikia. Nach Abschluss der Studien nehmen bundesweit bereits rund 3000 Patienten das Nahrungsergänzungsmittel ein. „Die Substanz wird gut vertragen, und wir sehen durchgehend gute Ergebnisse. Die positiven Effekte der MS-Basistherapie liegen bei 30 Prozent; die positiven Effekte einer zusätzlichen Behandlung mit Propionsäure zwischen 30 und 50 Prozent.“

Quelle: Im Fokus Gesunde Darmflora - Katholisches Klinikum Bochum

Ich kann mir da keinen Zusammenhang vorstellen. Zeitlicher Zusammenhang muss nicht kausalen Zusammenhang bedeuten, es kann einfach nur Zufall sein. An mir selbst stelle ich keine negativen Effekte durch Propionsäure fest. Ich supplementiere nun volle zwei Jahre und meine MS gibt nach wie vor völlige Ruhe. Habe NEDA-3-Status = No Evidence of Disease Activity. Keine Schübe, keine Progression, keine Krankheitsaktivität im MRT.

Mein Darmmikrobiom wird nicht (mehr) kontrolliert. Während der Studie 2024 wurden Stuhlproben genommen. Ich supplementiere einfach täglich 1000 mg Natriumpropionat, 2x 8 g Inulin (diesen Ballaststoff supplementieren auch viele nicht an MS Erkrankte, da bei unserer westlichen Ernährungsform Ballaststoffe allgemein viel zu kurz kommen) und eine magensaftresistente Kapsel eines Synbiotikums (Prä- und Probiotikum in einem) mit 20 Milliarden KbE.