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Guten Morgen erstmal. Wo hast du den das ausgegraben? Rechts oben stehn da böse Worte…
:smiling_face:

Moin, ist halt nur für Erwachsene… :wink:

Das scheinen deine eigenen Überlegungen zu sein, die nicht belegt sind. Entsprechend deine Wortwahl mit “dürfte” und “könnte”. Für mich wäre das zu prüfen.

Mir selbst scheint aber unwahrscheinlich, daß eine Differenzierung von leichten und schweren Schüben das Studienergebnis mehr als unwesentlich verändern würde. Neurologe Sievers nutzt diesen schönen Begriff des “natürlichen Endpunkts” eines Schubs, und der existiert bei schwachen und starken Schüben gleichermaßen. Laut neuer Studie soll sich der natürliche Endpunkt durch Kortison schwach positiv verschieben. Ich wüsste keinen theoretischen Grund, warum eine Unterscheidung zwischen starken und schwachen Schüben das Endergebnis wesentlich ändern sollte. Denn der natürliche Endpunkt ist bei allen Schüben, stark und schwach, gleichermaßen gegeben.

Für mich bleibt es damit (vorerst?) beim in den Leitlinien formulierten “schwach positiven” Unterschied und den damit verbundenen Fragezeichen. Vor allem die Frage, ob sich wegen des “schwachen” Unterschieds das In-Kauf-Nehmen der Nebenwirkungen lohnt.

Sorry, die Plattform ist nichts für mich, da bin ich raus :wink:
schönen Arbeitstag

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Du kannst in meinem Beitrag lesen, daß ich die Leitlinien zitiere. Wenn du Erklärungen haben willst, musst du dich an die Autoren der Leitlinie wenden.

Ich kann mich nicht erinnern, mich zum MSD Manual geäußert zu haben. Darüber haben wir bisher nicht gesprochen.

Auch Hami muss ebenso wie wir alle Nutzen und Risiko gegenüberstellen und dann individuell passend entscheiden.

liebe @Nalini es wurde eine Studie zum diskutierten Thema Cortison bei starken Schüben, verlinkt. Da Du eine seriöse Quelle gestern gefordert hast, ist meine Frage, ob meine Einschätzung und Antworten zum Thema Cortison zielführend sind, für dich? Es geht nicht um Nebenwirkungen, die weis man ja alle, auch der Ärzteschaft ist das natürlich bewusst.

schönen Tag

Wenn es keine Beweise für die Wirksamkeit von Kortison gibt, heißt das nicht, dass es nicht wirkt, sondern nur dass keine entsprechenden Studien durchgeführt wurden und keine Daten vorliegen, die die Wirksamkeit beweisen bzw. dass es nicht wirkt.

Sowieso würde nach allem, was bekannt ist, nicht rauskommen, dass es bei allen zu 100 % wirkt.
Daher fände ich es wie Marc sinnvoll, rauszufinden, bei wem es wann einen Vorteil bringt, bei leichten/schweren Schüben, Gang-, Empfindungs-, kognitiven Störungen, möglichst frühzeitig nach Beginn des Schubs, bei der 1. Kortsongabe oder bei der 30. auch noch …, damit man eine bessere Grundlage hat für die Entscheidung Kortison ja oder nein.

Hallo Andy, ich habe keinen Link von dir gesehen. Du erwähnst einen Text (MSD Manual) und zitierst einen Satz daraus, aber ohne link. Kannst du den Link noch einstellen?

Es ist ja nicht so, daß es gar keine Erkenntnisse gibt. Der aktuelle Wissensstand ist meines Erachtens im entsprechenden Abschnitt in den Leitlinien ganz gut zusammengefasst. Danach gibt es Hinweise auf eine schnellere Erholung, aber keine wesentlichen Nachweise für eine langfristig gesehen bessere Erholung. Ausgenommen die neue Studie von 2025, die von dem “schwachen positiven” Effekt auf das Langzeitergebnis berichtet.

Das ist nicht nichts. Alles in allem trifft die Erklärung von Neurologe Sievers aus dem Jahr 2023 den Kern der Sache im großen und ganzen immer noch recht gut, meiner Meinung nach.

Da Capo, da Capo!

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Der „natürliche Endpunkt” klingt elegant, beschreibt aber zwei völlig verschiedene Dinge: ein leichter Schub heilt von selbst vollständig aus, ein schwerer hinterlässt oft bleibende Schäden – das ist kein gemeinsamer Endpunkt, das sind zwei verschiedene Verläufe. Kortison greift genau dort ein, wo während der Entzündung bleibende Schäden entstehen – und die sind bei schweren Schüben um ein Vielfaches größer. Wenn ein Großteil der MSBase-Kohorte leichte Schübe mit ohnehin guter Erholung sind, drücken die den gemessenen Effekt nach unten – das ist keine Interpretation, das ist Statistik.

Faustformel für die Entscheidung, die ich kenne ist jedenfalls: Motorik, Sehen, Gleichgewicht, deutlicher EDSS-Anstieg – Kortison. Rein sensorisch, mild, erkennbare Besserungstendenz – abwägen.

Wo hat ChatGPT spezifisch auf 1992 verwiesen? Es gibt seit 1992 genug andere Studien zur ON-Behandlung – vor Allem mit Hochdosis-Wiederholung und NMOSD-spezifischen Protokollen und Plasmapherese als Eskalation.

Oder haste 1992 nutzen wollen, um die Diskussionen der Foren “Topexperten” von damals aufzuwärmen? Dann schieb doch gleich die Betaferon Studien von damals hinterher um allen hier zu endlich beweisen, wie wirkungslos alle diese Therapien doch sind.

Ich hab ohne KI die von Andy benannte Studie gefunden (ja, so kann das auch gehn).
Und diese Studie ist halt 1992 erschienen.
Selber lesen kann hilfreich sein, solange die hauseigene Gagabirne :wink: mitspielt.

Autoren » Beck RW, Cleary PA, Anderson MM, Keltner JL, Shults WT, Kaufman DI -More

Kategorie » Primary study

Zeitung»The New England journal of medicine

Year » 1992

Links » DOI, Pubmed

Offensichtlich weder gelesen noch kapiert.
Wo hat ER auf 1992 verwiesen.
Dass 1992 in DEINEM Kopf steckt und du dafür kein KI brauchtest hatte ich ja geschrieben.

Es bringt nichts.
Unter nachgewiesener 100% Wirksamkeit bei einem Risiko für Nebenwirkungen nahe Null wagen manche nicht, ein Medikament zu probieren.
Das muss jeder selbst wissen. Für meine Entscheidungen haben (fehlende) Statistiken nicht so die Rolle gespielt und ich habe sie nicht bereut, aber was ich mache ist nicht für jeden richtig, es reicht, wenn es das für mich ist.

Und wenn manche das Bedürfnis haben, alle 5 Minuten sicherzustellen, dass ihre Meinung bekannt ist, dann können Sie auch das gerne tun. Sollten sich aber klar sein, dass wenn sie anfangen zu zitieren und andere mitlesen, sie entsprechend Rückmeldung erhalten könnten.

Na hauptsache die wissenden wissen bescheid. …

Der “natürliche Endpunkt” beschreibt nicht zwei völlig verschiedene Dinge, sondern der natürliche Endpunkt ist ein Begriff für das Endergebnis nach der Abheilung, also nach der abgeschlossenen Remission eines Schubs. Der natürliche Endpunkt kann Teil- oder Vollrückbildung sein. Natürlich ist die Wahrscheinlichkeit einer Vollrückbildung bei einem leichteren Schub höher als bei einem schweren.

WENN es so wäre - ob das so ist, wissen wir nicht.

Seltsam, wenn der verzerrende Effekt, den du unterstellst, so gravierend wäre - warum wird er von den Studienautoren nicht erwähnt? Ich bleibe dabei - das sind persönliche Vermutungen und Unterstellungen von dir, die nicht belegt oder bewiesen sind. Vielleicht ist die Verteilung der Schübe nach Schweregrad in der Studie auch ganz anders als du annimmst. Übrigens gehört zum Studiendesign, daß die Schwere der Schübe zumindest erfasst wurde. Im Abstract heißt es:

“Die Studienteilnehmer mussten mindestens einen Schub mit vollständigen Informationen zur Schubbehandlung, zum Phänotyp und zum Schweregrad aller dokumentierten Schübe aufweisen.”

Ok, da habe kein Problem damit, aber es gibt hald Leute die einen weiss machen wollen dass MS Neulinge in die Irre geführt werden wenn man von einer Cortisontherapie spricht. Sicher ist auf jeden Fall Cortison kann keine irreversiblen Schäden heilen.
Wenn zu spät dann zu spät, leider. Immer bei schweren Schüben die MS Ambulanz aufsuchen.
Auch die KHK Kosten wurden hier schon deklariert, unvorstellbar dreist, die Kosten jucken absolut gar nicht wenn ich ärztliche Hilfe benötige.

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