Es schließt die Blut/Hirn Schranke vor allem

Dann sei froh und dankbar, dass deine MS wenig Probleme mach oder nicht mit der Verursachung weiterer Krankheiten zu tun hat.
Sei froh und dankbar, dass deine Kortison Therapie ambulant funktioniert.

Ich war zweimal stationär mit Kortison und für meine MS und Trigger Baustellen kann ich nur sagen, lieber kein Kortison mehr.
Mir ist mein Körper zu wertvoll, ich will nicht noch mehr kaputte Knochen oder geschädigte Organe.

Zitat Andy: “Cortison bekommt kein Neuling und kann es garnicht beim Arzt verlangen da es verschreibungspflichtig ist.”

Doch, es bekommt jeder Neuling angeboten und oftmals sagt man dann ja, weil man es noch nicht besser weiß.

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Ich behaupte mal, das gerade die Neulinge die besten Kunden für Kortison sind, denn sie wissen es nicht besser, bzw.haben keinerlei Erfahrungen und bekommen das meist unmittelbar nach der Diagnose oder wie in meinem Fall sogar schon vorher…
Also der These "Kortison bekommt kein Neuling " kann ich nicht folgen, bzw.sehe das genau andersrum, gerade die Neulinge…

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Das ist alles schön und gut und bedenkenswert. Es bleiben aber deine persönlichen Interpretationen und Sichtweisen. Nachgewiesen ist das m.W. nicht.

Ich habe ja nichts gegen persönliche Interpretationen. Aber damit hast du keinen Anspruch auf die Wahrheit.

Wenn ich jetzt ungnädig wäre, würde ich dir vorwerfen, deine Gesamtargumentation habe keine Bedeutung, da sie auf persönlichen nicht belegten Vermutungen sowie auf dem …

… basiert. Aber so ungnädig will ich nicht sein :wink:

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liebe @Nalini das ist alles ok. Wenn du das so siehst, ist das Deine Interpretation.
Wie du sicherlich weist gibt es keinen vorher nachher Beweis auch Deine Gesamtargumentation gegen Cortison ist nicht bewiesen.

Hi Ihr Lieben,

Kortison ist ein Thema, was jeder von uns anders sieht (ich glaub das kann man unstrittig nach dem Chatverlauf so sagen) und das ist auch gut so. Jeder Körper reagiert halt auch anders darauf. Mir persönlich bringt „aussitzen“ bzw. auf Kortison verzichten leider nichts – weil ansonsten der Schub einfach nicht aufhört.

Dennoch gibt mittlerweile eine neuere Studie zum Thema Kortison als die vom UKE.

Die Studie zeigt, dass die Studienteilnehmer (Anzahl 3673), deren Schübe mit Kortison behandelt wurden, langfristig ein geringeres Risiko für eine bleibende Verschlechterung hatten als diejenigen, die ihre Schübe ohne Behandlung ausgesessen haben. Bei der Studie handelt sich um eine retrospektive mit Registerdaten.

Wenn ihr mögt, könnt ihr euch die neue Studie selbst anschauen:

https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/40721309/

Eine bitte zum Schluss: Ich möchte mit diesem Post niemanden bekehren und ich bin mir sicher, und dafür gibt es genügend tolle Beispiele, dass Schübe auch ohne Kortison behandelt werden können, wenn das halt für seinen Körper gesehen funktioniert! Und dann kann man natürlich auf alle Nebenwirkungen (auch langfristig gesehen - besonders Augen/Knochen) verzichten, was ich auch gerne würde! Daher geht bitte nicht zu kritisch mit dem Post einher sondern nehmt ihn als reine Informationsquelle.

VG Hami

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@Hami Tatsächlich gibt es diese neue Studie, und sie wird bereits in den neuen Leitlinien genannt. In den Leitlinien auf Seite 35 heißt es:

“Kürzlich erfolgte im MSBase Register eine Analyse von multizentrischen Daten, die auf einen schwachen positiven Effekt einer hochdosierten Steroidtherapie gegenüber keiner Therapie auf die langfristige residuelle Beeinträchtigung hindeutet (Roberts et al. 2025).”

Laut dieser Studie gibt es also einen schwach positiven Effekt. Wie “schwach positiv” dieser ist, wird in diesem statistischen Resultat formuliert:

“Unbehandelte Schübe waren mit einem höheren Risiko für eine Behinderungsverschlechterung assoziiert (HR 1,72; 95 %-KI 1,57–1,88) als mit Steroiden behandelte Schübe (HR 1,50; 95 %-KI 1,43–1,57).”

Mir fehlen leider die statistischen Kenntnisse, um zu beurteilen, wie relevant dieser Unterschied (HR 1,72 versus HR 1,50) tatsächlich ist. In den Leitlinien heißt es “schwach positiv”. Da frage ich mich, ob dieser “schwach positive” Vorteil relevant genug ist, um die Nebenwirkungen zu rechtfertigen, die in manchen Fällen doch beträchtlich sein können.

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Die ONTT von 1992 als Argument gegen moderne Kortisonstoßtherapie bei MS-Schüben einzubringen ist wie der Versuch, eine Automatikarmbanduhr mit einem rostigen Hammer zu reparieren – falsches Werkzeug, falsche Epoche, und je mehr man draufhaut, desto mehr Schaden richtet man an.

Die ONTT untersuchte isolierte Optikusneuritis mit oralem Niedrigdosis-Prednisolon – also was seit über 30 Jahren kein Neurologe mehr machen würde und mit IV-Hochdosis-Stoßtherapie bei MS-Schüben schlicht nichts gemein hat. Falsches Krankheitsbild, falsches Kortison, falscher Endpunkt.

Aber natürlich haben Studien wie Roberts et al. 2025 mit 3.673 Patienten und 30.000 Personenjahren, aktuelle ECTRIMS-Leitlinien und drei Jahrzehnte weitere Forschung nichts zu bedeuten, weil die Topagenten im Weiheforum Monate lang Beck hoch und runter diskutiert haben – „weil wir Experten natürlich wissen, dass es nie was anderes gab”.

Mach doch gleich den Deckel drauf und hol noch eine Betaferon Studie aus den 90ern, die beweist, dass CD20-Therapien nutzlos sind. Oder vielleicht einfach bei den Kernkompentenzen Comics und Kalendersprüche bleiben.

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Ja, leider gibt es keinen wirklichen Vorher-Nachher-Beweis und wird es nie geben, da es beim einzelnen Menschen kein Vergleichsleben gibt. So wird man nie wissen, wie es beim jeweiligen Menschen im anderen Fall (mit oder ohne Kortison) gelaufen wäre.

Die MSBase-Zahlen belegen zumindest einen nachweislichen Nutzen von Kortison – aber einen moderaten, u.A. wegen dem Studien Design in welchem leichte und schwere Schübe in denselben Topf wandern und den Effekt verwässern.

Wer wirklich wissen wollte, wie groß so ein Nutzen wäre, müsste Studien erstellen, die von Anfang an nach Schubschwere stratifizieren – denn bei schweren Schüben mit schlechter Spontanerholung dürfte der langfristige Effekt größer sein als diese gepoolten HR-Zahlen.

Bis dahin könnte man zumindest festhalten: Kortison wirkt – es bleibt aber offen, wie stark und für wen genau.

… und diskutier das mit @Andy345.
Der hat die ollen Kamellen aus der Versenkung geholt.

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Du wurdest doch gar nicht gefragt, lieber shitman

Kannst du mir erklären, wie man das belegen können will?

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Im MSD Manual
Ausgabe für medizinische Fachkreise steht:

Auszug:

Die Behandlung umfasst Kortikosteroide für akute Exazerbationen,…

Überarbeitet Okt.2025

@Nalini ob die MSD für Dich seriös ist kannst natürlich Du für Dich entscheiden.

Ach @Andy345,
Wieder mal voll daneben. :sob:
Aufmerksam lesen kann helfen.
Marc hat direkt auf meinen Beitrag zu deinen ollen Kamellen geantwortet.

Nochmal zum Verständnis:
der Marc hat der Nalini eine innhaltliche Antwort
was man Kommunikation nennt, gegeben.
Prinzipiell soll doch keiner den anderen in einem Erwachsenenforum, vorschreiben, auf was, wer, antworten soll :wink:

Noch Fragen an die Erwachsenen?

Noch ein Auszug aus der MSD Info:

Es wird angenommen, dass Multiple Sklerose einen immunologischen Mechanismus impliziert. Eine postulierte Ursache ist die Infektion mit einem latenten Virus (möglicherweise mit einem humanen Herpesvirus wie dem Epstein-Barr-Virus), das, wenn es aktiviert wird, eine sekundäre Autoimmunantwort auslöst.
ENDE.

Es wird aber nur angenommen, kein Beweis,
es wird postuliert, Bedeutet:
Unumgängliche Forderung oder eine Annahme, die man als wahr voraussetzt , ohne sie direkt zu beweisen.

Das hat Marc auch geschrieben.
Capisce?

Da möchte ich gerne @Hami fragen wie es ihm mit den Nebenwirkungen geht?

Danke @Hami für den Link.
Ich hoffe dass Du das Corti bald wieder absetzen kannst und wünsche Gute Besserung!
VG