Kortison ist ein alter Hut. Wäre es tatsächlich langfristig wirksam, gäbe es wohl kaum so viele Betroffene, die im Verlauf der Krankheit bleibende Einschränkungen durch Schübe davonbehalten.

Ich habe aber auch nicht vor, zu der Kortison-Geschichte noch viel zu sagen. Mich stören eigentlich nur abstruse Ansätze zu Kortison, die sich nicht mit dem Stand der Forschung decken.
Am Ende glauben diejenigen, die es wollen eh daran, (mangelnde) Beweise hin oder her.

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Tja, weshalb dann eine bekannte rennomierte Uniklinik
für Neurologie mit MS Ambulanz und behandelnden Professoren, unter anderen Untersuchungen, eine Cortison Stosstherapie mit ivMP durchführen ist dann ein Rätsel? Wenn das Cortison veraltet ist, sollte man eine gleichwertige Alternative nennen.

Ich halte nichts vom Autoritätsargument.

Ich schrieb nichts davon, dass es veraltet ist, sondern dass es kein Wundermittel ist. Nicht mehr und nicht weniger.

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Ich finde es übrigens absolut bedenklich, eventuellen Neulingen im Forum, die hier vielleicht mitlesen, ohne belegbare Grundlage so eine Angst zu machen.

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Was heißt mangelnde Beweise?
Bei mir hatte es einmal, trotz Wiederholung keine und beim nächsten Schub sofort nach der 1. Infusion eine spür- und sichtbare Wirkung.
Die Nebenwirkungen waren beide Male nicht besonders schlimm.

Ich für mich schließe daraus, dass ich es bei einem schweren Schub mit erheblichen Einschränkungen wieder mit Kortison versuchen würde.

Beweise, die nicht nur anekdotische Evidenz sind.

Wir können hier ellenlang persönliche Beobachtungen aufzählen, das ersetzt keine wissenschaftlichen Studien.

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Statistische Beweise aus Studien besagen auch nicht, dass ein Medikament bei mir wirkt.

Nach der Logik brauche ich mich beim Autofahren nicht anschnallen, weil es sein kann, dass das Anschnallen in meinem Fall nichts bringt.

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Das ist unfair. Erst bringst du das Kostenargument ins Spiel (“kostet so viel wie eine IBU…”). Wenn daraufhin eine plausible Rechnung kommt, daß es doch mehr kostet als eine IBU, kommst du mit der Moralkeule. Es ist nicht fair, auf diese Weise zwischen den Diskussionsebenen zu wechseln. Und uns damit implizit unterstellen, wir wollten Patienten notwendige Behandlungen aus Kostengründen verweigern.

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Ich finde sehr vieles bedenklich was hier so alles geschrieben wird. Cortison bekommt kein Neuling und kann es garnicht beim Arzt verlangen da es verschreibungspflichtig ist. Cortison wird hier gefühlt schlechtgeredet das macht mehr Sorgen da es von professionellen Unikliniken bei Bedarf verordnet wird.
Ich kann nur von meiner Erfahrung Berichten, meine Akuten Doppelbilder sind jahrelang verschwunden durch oMP Dosierung.

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Komisch, dass es mir am Tag nach der Stationären Aufnahme gegeben wurde, direkt nachdem mir die Diagnose mittgeteilt wurde.

Wenn ich zum Arzt gehe mit einem Schub, dann kann ich sehr wohl um eine Behandlung mit Kortison bitten. Der Arzt kann das natürlich ablehnen, wäre mir aber neu, dass das gängig ist.

Das sagt nichts aus.

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Meine Neurologin sagte bei meinem letzten Schub, als ich nach der vorherigen Erfahrung von Null Wirkung skeptisch gegenüber Kortison war, etwas anderes könne sie mir nicht anbieten.

Deshalb bekommt man es in Unikliniken, weil es das einzige Medikament ist, was den Schub beeinflussen kann. Und ob es ohne Kortison genauso gut geht, können die Ärzte auch nicht garantieren.
Also versucht man es mit Kortison.

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Und dabei ist die wahrscheinlich schnellere Abheilung nachgewiesen, nicht aber die nachhaltigere und weitreichendere Abheilung.

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Wie gesagt, mir hat es geholfen und bin froh drum, dass ich es genommen habe. Der Beipackzettel mit Nebenwirkungen ist natürlich hollisch.

Aber ein späterer Blutbilcheck wäre überlegenswert.

Selbstverständlich bekommt man als Neuling Kortison. Oft sogar, da die Diagnosestellung häufig mit einem Schub einher geht. Ich hatte 30 Minuten nachdem mir die Diagnose genannt wurde die Infusion im Arm.

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Klingt wie der Klingelputzer an der Haustür, egal ob es um Tank- oder Terassenreinigung oder Zeitschriftenabos geht.

Der Glasfaserfuzzi hat uns auch gedroht, das das Internet bald weg ist …

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Cortison heilt nichts ab, es wirkt supprimierend, das Immunsystem wird in ihrer Aktivität gehemmt.
Die Auslöser der MS Krankheit ist die autoimmune Erkrankung des Immunsystems, vermutlich…

Cortison wird eingesetzt, um die Entzündung im zentralen Nervensystem rasch zu dämpfen. Ziel ist es, die Dauer und die Schwere des Schubs zu reduzieren.

Was ist an einem Austausch, fakten- und quellenbasiert, ergänzt durch Erfahrungsberichte, bedenklich? Wir sind einfach nur auf der Suche nach der Wahrheit…

PS Lieber Andy, bitte liefere doch einen Nachweis für deine umstrittene Behauptung: “Wer es ablehnt und versäumt kann schwere und fortreichende Schäden durch die verursachende Immunaktivität erleiden.” Dann wäre deine Argumentation wirklich seriös :wink:

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schon auf einen möglichen Verdacht hin…

Was ist Immunsupprimierung?
Was kann passieren wenn die B- Zellen ungebremst das Myelin anknabbern (Schubaktivitä).
Welche Auswirkungen kann ein nichteingreiffen eines Schubes bewirken?

Ich sehe eine Gefahr der Neurodegeneration
bei zögerlichen Verhalten.
Das sind persönliche Meinungen, keine medizinische Aufforderung, wenn du mit “seriös” montierts.