Hallo Zusammen,

gibt es Erfahrungen über Impfungen (egal welcher Art) die zu Nebenwirkungen geführt haben - die sich aber als MS-Schub anfühlen, aber doch anders ist?

Hausarzt habe ich mehrmals darüber informiert - kam aber keine Reaktion, was ich machen könnte. Sagte normalerweise müsste das wieder abklingen. Wenn ich Pech habe bleibt was.

Mein Neurologe sagt ganz klar - alles Schübe - und keine Nebenwirkung von der Impfung.

Ich Frage, weil es mir jetzt schon zwei mal passiert ist.
1 x letztes Jahr - nach der Impfung habe ich eine Sehnerventzündung bekommen.
2 x dieses Jahr - schwere Empfindlichkeitsbeshwerden komplette Rechte Seite - sehr Müde - große Schmerzen links in Brust und Schulter über den Arm.

Es ist jetzt soweit alles wieder abgeklungen nach ca. 5 Wochen.
Ohne Hilfsmittel wie Cortison o. ä.

Vielen Dank schon mal für eure Erfahrungen

Du kannst das für dich nur im Selbstversuch testen, bei Jedem ist das mit der MS, deren Trigger, Verlauf, Aktivität anderst.

Also nicht mehr impfen und schauen, was die
MS macht mit Covid Infektion oder Anderem
ohne Impfung. Bei Nalini geht das ja gut, also
eine MS Erfahrung ohne Impfen, die gut geht.

Ich hatte beim Impfen nichts, dann mit Covid
14 Tage praktisch eine Gehpause, es ging
fast nichts mehr.

Hi,

ich hatte nach jeder Impfung einen Schub. Zweimal Sehnerventzündung und einmal Ataxie mit Nystagmus. Vor ein paar Wochen habe ich eine Tetanus Impfung ( glaube Keuchhusten und noch was war auch dabei). Auch danach hatte ich ein neues Symptom, dass sich aber von alleine verabschiedet hat.

Corona habe ich allerdings ohne langfristige Verschlechterung überstanden.

Denke auch, dass es verschiedene Schubauslöser gibt.

Zu der Problematik Impfungen und Risiko von neurologischen Verschlechterungen oder Schüben habe ich vor einiger Zeit hier folgendes geschrieben. Vielleicht ist das für deine Fragestellung interessant:

Hallo Spyke, danke für deine Antwort.
Impfungen gibt es ja schon sehr viele Jahre und auch Pflichtimpfungen.
Meine Tochter und ich haben uns zur gleichen Zeit geimpft. Tochter ist 10 Jahre, hatte sogut wie keine beschwerden - ich mittlerweile 39 Jahre, die Verträglichkeit könnte natürlich auch das alter bescheren.

Nur egal welchen Artz ich frage - jeder sagt, dass es keine Nebenwirkungen sind vom Impfen. - Das hat mich doch etwas genervt.
Grund war - es ging mir super - ohne voranzeigen von einem Schub - und dieser schub kam auch nicht schleichend, sondern war einfach da.

Ohje Miabim, das ist sehr unschön, vorallem weil das der Körper und die Seele alles kompensieren muss… Danke für deine Offenheit.

Hallo Nalini, ja dein Beitrag kommt in diese Richtung meiner Fragestellung hin.
Mitunter gestehe ich - ich bin auch eine sehr skeptische Person. Und war auch großteils gegen Impfen. Jedoch hab ich mir die Frage gestellt: Was wäre schlimmer?

Natürlich ist es bei jedem unterschiedlich wann ein Schub ausbricht und wie und warum und wie schwer…

Nur ist die Frage - gibt es noch weitere Faktoren die einen Schub außer eine Impfung auslösen - sofern es ein Schub war/ist.

Ja, natürlich gibt es noch weitere Faktoren, die einen Schub auslösen können, z.B. Stress, oft lässt sich gar kein konkreter Auslöser bestimmen.

Auch vor den C-Impfungen und ohne andere Impfungen bekamen MSler Schübe. Die Frage ist, ob Schübe in zeitlichem Zusammenhang mit der Impfung häufiger auftreten als vor Corona. Dazu läuft auch eine Studie.

Bin 3x gegen Covid geimpft und hatte keine zusätzlichen MS-Probleme. (2-3 Tage etwas müder, schlapper aber sonst nichts)

  • Das Risiko einer schweren C-Erkrankung ohne Impfung wollte ich nicht eingehen. Bin bisher damit gut gefahren.

Ist aber insgesamt eine höchst indiividuelle Angelegenheit. Das muss jeder ganz alleine für sich selbst herausfinden, leider.
Da gibt es keine Blaupausen.

Uwe

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Also meiner Erfahrung nach, und was ich so bei Mitpatienten all die Jahre miterlebt habe:

Abhängig ob die Impfung ein Lebendimpfstoff oder Totimpfstoff ist.

Bei Lebendimpfstoffe habe ich gesehen, dass er bei dem ein oder anderen Mitpatienten Schübe ausgelöst hat. (Da hier das Immunsystem stärker getriggert wird)

Bei Totimpfstoffe habe ich noch keinen kennengelernt, der dadurch einen Schub hatte.

Ich lasse mich nur mit Totimpfstoffe impfen.

LG

Mein Neurologe hat mir gleich nach der Diagnose vor 17 Jahren gesagt, dass Impfungen mit Totimpfstoffen unproblematisch sind, bei Lebendimpfstoffen aber Vorsicht geboten ist.
Entsprechend habe ich letztere seitdem gemieden (wobei außer Masern auch keine benötigt wurden) und mit Totimpfstoffen hatte ich keinerlei Probleme (sei es Tetanus, Keuchhusten, Grippe oder Corona).

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das ist auf jedenfall interessant ob Tot oder lebendimpfstoff.

Habe reagiert auf die zweite dosis von Biontech (bin drei mal insg. mit Biontech geimpft) und jetzt nach einem Fuchsbiss habe ich die Tollwutimpfung (Rabipur) bekommen. Da hab ich jetzt 5 Wochen mit vielen entw. Schüben oder Nebenwirkungen gekämpft.
Mein Neurologe meinte, ich soll cortison nehmen (das wollte ich aber während dem Impfschema nicht machen)
Die Impfungen dauern 4 Wochen also insg. 6 x.

Hmm ohje!

Naja es ist in dem Prinzip logisch:

Alles was das Immunsystem triggert kann Schubauslöser sein.

Bei Totimpfstoffe (FSME zb) reagiert das Immunsystem schwächer.

Bzgl Biontech:
Ist in dem Sinne auch ein Totimpfstoff, aber der MRNA-Impfstoff ist halt schon wieder spezieller.

Es hängt wie gesagt wurde alles davon ab, wie dein Körper darauf reagiert.

Wünsch dir auf alle Fälle gute Besserung!
Tollwut hätte man auch nicht gerne, da präferiere ich dann doch lieber einen Schub :frowning:

Es ist immer eine Nutzen-Risiko Abschätzung. Manchmal muss es einfach sein (so wie Antibiotika bei meiner vergangenen Lungenentzündung, welche ich sonst auch nicht überlebt hätte)

Alles gute dir und nächstes mal beiss den Fuchs zurück :stuck_out_tongue: