Naja, unter Ocrevus möchte ich nicht wirklich eine echte Virusgrippe riskieren. Und all die Jahre vorher hatte ich überhaupt keine Probleme damit. Ergo, ich bin unentschlossen. Zumal ich vor dieser Impfung im August/September die Gürtelroseimpfungen gemacht habe - möglicherweise war das Zusammenspiel to much - die Gürtelroseimpfung mobilisiert das Imunsystem ja auch ganz schön.
Mit deiner persönlichen Erfahrung würde ich es trotzdem nicht mehr machen. Immunsysteme sind sehr verschieden. Vielleicht bist du ja “Grippeimpfungs-labil”.
Danke euch für eure Einschätzungen oder Erfahrungen bei diesem Thema.
Im letzten Jahr bin ich mit meiner Basistherapie mit Mavinclad gestartet. Da sollte ich keine Impung vornehmen. In 2 Monaten kommt ja der zweite Teil dran. Und jetzt meinte der Neurologen, das wäre kein Problem. Ich solle nur es vorher machen mit Anstand.
Ja, ich tendiere auch eher zu „weglassen“. Wird vermutlich wieder ˋne mega Diskussion mit den Ärzten, aber die müssen den Mist ja nicht aussitzen.
Ich hatte schon beides mit Ocrevus, Grippe- und andere Impfungen (auch Gürtelrose) und Jahre ohne Grippeimpfung. Immer ohne Probleme.
Bist du denn anfällig seit Ocrevus oder überhaupt für Infektionskrankheiten?
Ich habe schon von einigen gehört, die nach einer Impfung einen Schub hatten. Grippe- und Coronaimpfungen waren auch dabei. Es passiert nicht bei jedem, aber das Risiko ist erhöht. Für mich ist das plausibel, denn eine Impfung triggert ebenso wie eine Infektion das Immunsystem. Man könnte statt des Wörtchens “triggern” auch das Wort “herausfordern” verwenden und somit sagen: Eine Impfung fordert das Immunsystem heraus, regt es an und zwingt es zur Auseinandersetzung.
Neurologin Prof. Dr. Eva Maida sieht es ähnlich. Wie sie es formuliert, kann man in einem alten Beitrag von mir nachlesen:
Hallo Mia, ich hatte schon mehrfach echte Virusgrippe unter B-Zell-Depletion (Rituximab). Ist zwar schon ungemütlich, aber man kann es überstehen. Mehrere (meist drei Tage) hohes Fieber, dann sinkt das Fieber wieder ab und es geht langsam aufwärts. Ich kenne andere ohne B-Zell-Depletion, die diese Grippe vergleichbar stark hatten. War bei mir ein bisschen wie Corona, nur noch ein Ticken härter. Corona hatte ich ebenfalls mehrfach (ungeimpft) und habe es bis jetzt auch immer folgenlos überstanden.
Ich habe lieber eine Grippe als einen unberechenbaren Schub. Aber das darf jeder für sich selbst entscheiden.
Was man allerdings beachten muss: Wichtig bei B-Zell-Depletion ist der Status der Immunglobuline. Sie sind ein Indikator für die Funktionsfähigkeit des Immunsystems. Das sollte man prüfen. Bei mir waren die Immunglobuline immer einigermaßen im grünen Bereich.
Ich mache keine Grippe Impfung, trotz Ocrevus.
Auch schon vor der MS Diagnose 24 nicht. Entscheiden muss das jeder für sich. Hatte drei Corona Impfungen und trotzdem hat’s mich schwerer erwischt, da hatte ich noch keine MS.
Das hört sich so an, als ob man sich zwischen einer Grippe und einem unberechenbaren Schub entscheiden könnte.
Man kann auch beides haben, eine Grippe und einen unberechenbaren Schub, möglicherweise ausgelöst durch die Grippe oder getriggert durch die Impfung.
Ja, das muss jeder selbst entscheiden, ob er sich impfen lässt oder nicht. 100% auf der sicheren Seite ist man so und so nicht.
Mit Ocrevus weiß man auch nicht, ob die Impfung richtig wirkt.
Ich habe mich noch nicht entschieden, ob ich mich in diesem Herbst gegen Grippe impfen lasse. In der Grippesaison werde ich mich, egal ob geimpft oder nicht, einigermaßen vorsichtig verhalten, in der Bahn evtl. Maske tragen.
Einfluss von Medikamenten: Bestimmte Immuntherapien (z. B. B-Zell-depletierende Therapien) können die Wirksamkeit der Impfung abschwächen. Dennoch wird sie meist angeraten; der genaue zeitliche Abstand zum Medikament sollte mit dem Behandlungsteam besprochen werden.
So war die Aussage meines Neurologen. Ich solle mindestens einen Monat dazwischen pausieren. Das wäre mit Mavinclad überhaupt kein Thema.
Also gut, dann formuliere ich es genauer:
Ich trage lieber das Risiko einer Grippe als das Risiko, durch eine Impfung einen Schub zu erleiden.
Bei einer Grippe oder auch bei Corona ist es nun seit vielen Jahren so, daß Grippe/Corona bei mir keinen Schub ausgelöst haben. Und auch keine sonstigen neurologischen Reaktionen. Auch wenn die Infektionen wirklich heftig waren. Bei Impfungen kenne ich nur die Geschichten anderer und sehe ein Risiko für mich, das ich aber nicht klar quantifizieren kann.
Coronaimpfungen waren auch dabei
Me too. Neuro hat’s mir zuerst nicht geglaubt. MRT hat den nachträglichen “Beweis” erbracht. Diese Neuros…
Neurologin Prof. Dr. Eva Maida sieht es ähnlich
Ist die nicht schon von uns gegangen?
Im letzten Jahr bin ich mit meiner Basistherapie mit Mavinclad gestartet. Da sollte ich keine Impung vornehmen. In 2 Monaten kommt ja der zweite Teil dran. Und jetzt meinte der Neurologen, das wäre kein Problem. Ich solle nur es vorher machen mit Anstand.
Es hat in den vergangenen 10 Jahren auch keine Anzeichen gegeben, dass eine Grippeimpfung unter Mavenclad nicht normal wirken würde, egal wie nah am Einnahmetermin. Der von deinem Neurologen empfohlene Abstand vorher ist daher eigentlich nur Vorsicht aber keine Notwendigkeit.
Die meisten hier nehmen übrigens kein Mavenclad sondern CD20 Therapien, die zu einer andauenden Suppression von bestimmten B-Zellen führen. Das ist bei Mavenclad nicht der Fall.
Me too. Neuro hat’s mir zuerst nicht geglaubt. MRT hat den nachträglichen “Beweis” erbracht. Diese Neuros…
Gerade für das Corona-Thema habe ich mich sehr interessiert
Ich habe zu diesen Zeiten vor allem in den Foren intensiv verfolgt, ob es Reaktionen von MSlern auf die Impfungen gab. Und habe Geschichten für mich im Kopf “gesammelt”. Es gab eine ganze Reihe von Reaktionen, und manche davon waren heftig und nachhaltig…
Als Beispiel erinnere ich mich an einen Fall hier im Forum: Patientin mit SNE drei Tage nach der C-Impfung. Drei Tage, bei mir eine sehr häufige Zeit zwischen Schubauslöser und Schubbeginn. Und die Neurologin dieser Patientin sagte doch glatt, es sei ausgeschlossen, daß die Impfung die Ursache der SNE sei.
Und sie hatte vorher eineinhalb Jahre keinen Schub mehr gehabt. Kein weiterer Kommentar von mir…
Ist die nicht schon von uns gegangen?
Ja, sie ist vor einigen Jahren verstorben. Mir gefällt ihr Abschnitt über die potentiellen Schubauslöser sehr gut und auch ihr Bildnis mit dem überlaufenden Fass. Was sie sonst noch gemacht und vertreten hat, weiß ich nicht.
By the way: Ich finde es mitunter sehr interessant zu lesen, was in der älteren Literatur geschrieben steht. Die “neuesten Erkenntnisse” sind nicht immer die allein richtigen Erkenntnisse.
Oldie but Goldie
Die Maida war doch eine der Ersten, die mit Chemotherapien an MS-Patient*innen herumexperimentiert hat (was sie schlussendlich den Job im AKH Wien gekostet hat).
In Eigenregie hat sie dann in ihrer Privatpraxis einfach munter weitergekurpfuscht. Damit ihr die Versuchskarnickel nicht ausgehen, mussten sie für die Behandlung mit Off-Label-Medikamente nichts bezahlen. Diese Neuros…
PS: Ein Bekannter von mir war eines ihrer willigen Versuchskarnickel.
Hi Nalini,
guter Hinweis - und passt zeitlich auch.
Diese Woche war Blutabnahme, Montag steht die nächste Ocrevus-Dosis an. Da werde ich mir auch gleich mal die Laborergebnisse geben lassen, um zu wissen, wo ich hinsichtlich der IG´s stehe.
Grüße MiaH
Du machst mich darauf aufmerksam: Ich sollte nicht so leichtfertig meine Sympathie bekunden. Das ‘Oldie but Goldie’ bezieht sich nur auf ihre Benennung der verschiedenen möglichen Schubauslöser. Und daß sie schon damals den ‘langanhaltenden Stress’ als potentiellen Schubauslöser benannte, in einer Zeit, wo man noch als “esoterischer Spinner” gebrandmarkt wurde, wenn man solche Dinge in die Diskussion eingebracht hat. Und mir gefällt auch ihr Bild mit dem ‘überlaufenden Fass’.
Was sie sonst so gemacht hat, weiß ich nicht genau. Sie war wohl ziemlich stramme Schulmedizinerin. Daß sie mit Chemotherapie experimentiert hat, wusste ich auch nicht.
Ich werde meinen obigen Beitrag etwas korrigieren.
In Eigenregie hat sie dann in ihrer Privatpraxis einfach munter weitergekurpfuscht
Soviel zu hochgelobten “Alten Wissen”
Ich finde es mitunter sehr interessant zu lesen, was in der älteren Literatur geschrieben steht. Die “neuesten Erkenntnisse” sind nicht immer die allein richtigen Erkenntnisse.
Sie war wohl ziemlich stramme Schulmedizinerin
Nun ja… An die damals (1990er ff.) gültigen (schulmedizinischen) Richtlinien hat sie sich jedenfalls nicht gehalten…
Wie “leichtfertig” oder wohlüberlegt du deine Sympathien bekundest, “dein Herz verschenkst”, bestimmst du allein.
Mir ging es mehr darum, den leichtfertigen, ja, bedenkenlosen (skrupellosen?) Umgang einer Neurologin mit ihren Patient*innen aufzuzeigen.
Was hat sich seit Maida geändert? Für “Hit hard and early” verliert heute jedenfalls kein Neurologe mehr den Job. Im Gegenteil: Diagnose, ET. Zack.
MS ist nach wie vor weder verstanden, noch heilbar. Auch mit den offensiv beworbenen Mittelchen nicht, deren NW teils beträchtlich sind.
Aber auf irgendetwas muss man sich ja verlassen können. Und seien es nur die Nebenwirkungen.