Hallo zusammen,
Ich habe mal eine Frage an Euch alle.
Lasst ihr euch in diesem Jahr mit dem Grippeschutz impfen? Gibt es da Auswirkungen auf unsere MS?
Gruß Nils

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Hallo Nils, ich lasse mich seit ich MS habe jährlich impfen, habe keinerlei Probleme

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Hallo Nils
Auch ich lasse mich einmal im Jahr gegen Grippe impfen. Ist mir ganz wichtig! Hab diesbezüglich nie Probleme.
Gruß Anita

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Hach, ich bin gespalten.

Hab in 20 Jahren MS die Impfung immer super vertragen, ohne Einfluss auf die MS.

Letzten November hab ich erstmalig die hohe Dosis für Ü60 bekommen, im Februar saß ich im Rollstuhl. Der allererste richtig dolle Schub meiner MS-Karriere überhaupt.

Hat natürlich ÜBERHAUPT nichts mit der Impfung zu tun……naja. Der Stachel sitzt auf jeden Fall. Inzwischen unter Ocrevus wird ja regelrecht gedrängelt wegen der Grippeimpfung. Aber Schiss hab ich schon.

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Diese Impfung hat bei dir in der Vergangenheit vielleicht einen monströsen Schub ausgelöst und du überlegst ob du dasselbe noch mal machst?

Kann es denn überhaupt sein, das dadurch ein Schub entsteht oder ausgelöst wird?

Ich denke, die Grippe Schutzimpfung ist kein Problem. Die vertrage ich sehr gut. Die MS Ambulanz hatte das angeregt bei mir. 24 hatte ich Mal Covid mit Lungenentzündung.

Von der Gelbfieber-Impfung ist bekannt, dass sie das Risiko für Schübe erhöht. Bei anderen gibt es einen schwachen Verdacht, zum Beispiel Hepatitis B. Ansonsten und insgesamt eher nein.

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Wer hier als Patient eine Risikoabwägung vornehmen will, sollte wissen, dass die Grippeimpfungen nicht übermäßig wirksam sind. Influenza-Viren verändern sich oft und man muss auch immer ein bisschen raten, welcher Subtyp dominieren wird in der Saison.

Naja, unter Ocrevus möchte ich nicht wirklich eine echte Virusgrippe riskieren. Und all die Jahre vorher hatte ich überhaupt keine Probleme damit. Ergo, ich bin unentschlossen. Zumal ich vor dieser Impfung im August/September die Gürtelroseimpfungen gemacht habe - möglicherweise war das Zusammenspiel to much - die Gürtelroseimpfung mobilisiert das Imunsystem ja auch ganz schön.

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Mit deiner persönlichen Erfahrung würde ich es trotzdem nicht mehr machen. Immunsysteme sind sehr verschieden. Vielleicht bist du ja “Grippeimpfungs-labil”.

Danke euch für eure Einschätzungen oder Erfahrungen bei diesem Thema.
Im letzten Jahr bin ich mit meiner Basistherapie mit Mavinclad gestartet. Da sollte ich keine Impung vornehmen. In 2 Monaten kommt ja der zweite Teil dran. Und jetzt meinte der Neurologen, das wäre kein Problem. Ich solle nur es vorher machen mit Anstand.

Ja, ich tendiere auch eher zu „weglassen“. Wird vermutlich wieder ˋne mega Diskussion mit den Ärzten, aber die müssen den Mist ja nicht aussitzen.

Ich hatte schon beides mit Ocrevus, Grippe- und andere Impfungen (auch Gürtelrose) und Jahre ohne Grippeimpfung. Immer ohne Probleme.

Bist du denn anfällig seit Ocrevus oder überhaupt für Infektionskrankheiten?

Ich habe schon von einigen gehört, die nach einer Impfung einen Schub hatten. Grippe- und Coronaimpfungen waren auch dabei. Es passiert nicht bei jedem, aber das Risiko ist erhöht. Für mich ist das plausibel, denn eine Impfung triggert ebenso wie eine Infektion das Immunsystem. Man könnte statt des Wörtchens “triggern” auch das Wort “herausfordern” verwenden und somit sagen: Eine Impfung fordert das Immunsystem heraus, regt es an und zwingt es zur Auseinandersetzung.

Neurologin Prof. Dr. Eva Maida sieht es ähnlich. Wie sie es formuliert, kann man in einem alten Beitrag von mir nachlesen:

Hallo Mia, ich hatte schon mehrfach echte Virusgrippe unter B-Zell-Depletion (Rituximab). Ist zwar schon ungemütlich, aber man kann es überstehen. Mehrere (meist drei Tage) hohes Fieber, dann sinkt das Fieber wieder ab und es geht langsam aufwärts. Ich kenne andere ohne B-Zell-Depletion, die diese Grippe vergleichbar stark hatten. War bei mir ein bisschen wie Corona, nur noch ein Ticken härter. Corona hatte ich ebenfalls mehrfach (ungeimpft) und habe es bis jetzt auch immer folgenlos überstanden.

Ich habe lieber eine Grippe als einen unberechenbaren Schub. Aber das darf jeder für sich selbst entscheiden.

Was man allerdings beachten muss: Wichtig bei B-Zell-Depletion ist der Status der Immunglobuline. Sie sind ein Indikator für die Funktionsfähigkeit des Immunsystems. Das sollte man prüfen. Bei mir waren die Immunglobuline immer einigermaßen im grünen Bereich.

Ich mache keine Grippe Impfung, trotz Ocrevus.
Auch schon vor der MS Diagnose 24 nicht. Entscheiden muss das jeder für sich. Hatte drei Corona Impfungen und trotzdem hat’s mich schwerer erwischt, da hatte ich noch keine MS.

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Das hört sich so an, als ob man sich zwischen einer Grippe und einem unberechenbaren Schub entscheiden könnte.

Man kann auch beides haben, eine Grippe und einen unberechenbaren Schub, möglicherweise ausgelöst durch die Grippe oder getriggert durch die Impfung.

Ja, das muss jeder selbst entscheiden, ob er sich impfen lässt oder nicht. 100% auf der sicheren Seite ist man so und so nicht.
Mit Ocrevus weiß man auch nicht, ob die Impfung richtig wirkt.

Ich habe mich noch nicht entschieden, ob ich mich in diesem Herbst gegen Grippe impfen lasse. In der Grippesaison werde ich mich, egal ob geimpft oder nicht, einigermaßen vorsichtig verhalten, in der Bahn evtl. Maske tragen.

Einfluss von Medikamenten: Bestimmte Immuntherapien (z. B. B-Zell-depletierende Therapien) können die Wirksamkeit der Impfung abschwächen. Dennoch wird sie meist angeraten; der genaue zeitliche Abstand zum Medikament sollte mit dem Behandlungsteam besprochen werden.
So war die Aussage meines Neurologen. Ich solle mindestens einen Monat dazwischen pausieren. Das wäre mit Mavinclad überhaupt kein Thema.

Also gut, dann formuliere ich es genauer:
Ich trage lieber das Risiko einer Grippe als das Risiko, durch eine Impfung einen Schub zu erleiden.

Bei einer Grippe oder auch bei Corona ist es nun seit vielen Jahren so, daß Grippe/Corona bei mir keinen Schub ausgelöst haben. Und auch keine sonstigen neurologischen Reaktionen. Auch wenn die Infektionen wirklich heftig waren. Bei Impfungen kenne ich nur die Geschichten anderer und sehe ein Risiko für mich, das ich aber nicht klar quantifizieren kann.