Solche Gedanken hab ich immer wieder mal. Seit SNE im Oktober 2023 nichts mehr gewesen (davor auch nie). Die SNE war im MRT nicht darstellbar, auch die Augenärztin konnte sie trotz OTC nicht erkennen. Hatte aber Sehstörungen auf dem betreffenden Auge und Rotentsättigung. Das Kortison wirkte nicht unmittelbar, die SNE bildete sich erst Wochen später zurück. Zwischendurch gab’s sogar nochmal Kortison, weil sich so lang nichts tat. Ich war allerdings auch erst spät zum Arzt gegangen. Zu spät? Es war der neunte Tag nach Beginn der Sehstörungen, Kortison gab’s dann erst ab Tag 11. Man soll ja eigentlich früher mit der Kortisonstoßtherapie beginnen. OKB des Nervenwassers waren positiv, aber ohne Abgleich mit Serum.
Ich hab halt ein paar kleine Läsionen an für MS typischen Stellen und auch mit typischer Verteilung (Hahnenkamm-Muster). Mein betreuender Arzt in der Klinik damals meinte, das sei bei mir so typisch MS, da bräuchte er noch nicht mal die OKB zur Beurteilung (ich war zur Diagnose fünf Tage stationär in einer neurologischen Abteilung). Mein heutiger Neurologe meint auch “typische MS-Läsionen”. Eine hob er hervor, genau zwischen den beiden Gehirnhälften. Diese Stelle sei besonders typisch für MS.
Nun, ich hab wahrscheinlich MS und handle deshalb auch danach, aber trotzdem zweifle ich manchmal etwas. Hab keine Symptome, MRT seit 2023 unverändert, keine Fatique. Mache aber auch von Beginn an eine Immuntherapie der höchsten Wirksamkeitsstufe (“Hit hard and early”) und supplementiere gezielt wegen MS Vitamin D, Propionsäure, Prä- und Probiotika. Außerdem Magnesium. Das zwar in erster Linie aus anderen Gründen, allerdings wirkt Magnesium auch als wichtiger Kofaktor für Vitamin D und reduziert stille Entzündungen im Körper.