Hallo, ich hoffe, es ist okay, mein Anliegen hier zu teilen.

Vor drei Wochen machte ich eine Augenarzttermin aus, weil ich auf dem rechten Auge verschwommen sah und starke Kopfschmerzen sowie Augenschmerzen hatte und viele Floaters sah. 1-2 Stunden am Tag fühlte es sich zudem so an, als sei mein Auge „genervt“ vom Bewegen und wolle einfach stillhalten. Ich schreibe gerade an meiner Master-Arbeit und gucke teils 10-12 Stunden am Tag auf den Bildschirm, das als Zusatzinfo.

Ich ging also diesen Montag zu meiner Ärztin und erwartete, dass sie mir sagen würde, dass mein Auge zwar zu trocken, aber sonst alles chic sei.

Allerdings reagierte sie sehr ernst, zeigte mir einen roten Stift und fragte mich, wie jedes Auge diesen wahrnehmen würde. Ich sagte dann, der Stift erschiene auf meinem rechten Auge heller. Dann bekam ich direkt eine Überweisung ins Krankenhaus…

In der Augennotaufnahme war alles unauffällig, die Ärztin sagte dennoch, ich soll in die Neuro, einfach um sicher zu gehen (da fielen dann das erste Mal die Buchstaben „MS“). Dort ebenfalls alles unauffällig, außer meine Symptome von vor zwei Wochen (Schmerzen beim bewegen, verschwommensehen auf einem Auge). Pupillen regelrecht, Reflexe auch, ich konnte die ganzen Bewegungstests machen…

Dennoch sollte ich für eine Lumbalpunktion, VEP, MRT etc dableiben. Als ich sagte, dass ich alles bis auf eine LP machen würde, wurde ich nach Hause geschickt… mit dem Hinweis dass ich erblinden könnte, wenn ich mich nicht sofort auf die Untersuchungen einließe und cortison nehmen würde.

Auch kein anderes Krankenhaus nimmt mich auf, wenn ich keine LP mache.

Das Ding ist, dass die Augenärztin meine Pupille rechts groß tropfte, bevor sie mich fragte, wie ich den Stift sehen würde. Natürlich wirken die Farben dann heller, wenn das Auge völlig überbelichtet ist. Auch habe ich seit 10 Jahren Migräne und immer Augenschmerzen rechts, wenn ich Migräne habe. Vor 10 Monaten hatte ich ein MRT (DWI, T1, T2, FLAIR), zur Verlaufskontrolle zweier Zysten (die nicht wuchsen) und darauf waren laut meinem Neurologen keine herde sichtbar. Auch auf den Aufnahmen von 2022 nicht (das wurde damals wegen der Migräne gemacht und da eben zwei Zysten entdeckt).

Da mein Auge wieder einwandfrei sieht, nachdem ich begonnen habe, alle paar Stunden zu Tropfen, plane ich jetzt, die weitere Diagnostik ambulant und vor allem entspannt zu machen… dafür würde ich diesen Juli drei MRTs machen… mit Kontrastmittel. Ist zwar nervig, für mich aber irgendwie angenehmer als Krankenhaus.

Meine Frage: Findet ihr meine Entscheidung - als Betroffene - dumm? Denkt ihr, das könnte MS sein? Ich weiß ihr könnt es nicht wissen… Aber vielleicht hat jemand ähnliches erlebt. Vielleicht leugne ich etwas offensichtliches? Aber irgendwie kann ich mir das einfach nicht vorstellen… Ich bin nur so verängstigt von der Aussage dass ich blind werde könnte :worried: dabei ist doch wieder alles ganz normal…

Ich bin 27, habe Migräne und nehme ein Antidepressiva seit ich 17 bin (weil ich seit der frühen Kindheit depressiv bin - aber seit einem Jahr keine Episode hatte). Das Medikament, das ich nehme, erhöht die Blutungsneigung und ist ein Grund dafür, dass ich keine LP will.

Hallo,

schön, dass es dir wieder besser geht. :relaxed:

Ich bin keine Ärztin und kann dir nicht sagen, ob es eine MS ist oder nicht.
Vor allem liegen ja keinerlei greifbare Befunde vor, wenn ich das richtig verstehe.

Warum schließt du eine LP aus? Dadurch können auch andere Erkrankungen ausgeschlossen werden, die das Nervensystem betreffen.

Niemand zwingt dich zu einer Untersuchung und du musst selbst entscheiden, was du machen möchtest. Das kann dir hier niemand abnehmen.

Dir alles Gute! :lady_beetle:

Bei mir war ALLE Diagnostik ambulant.

Klinisch war ich nur zur Reha,aufgefordert durch die RV

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Das ist nicht so vorteilhaft bei einer Sehnerventzündung

Hallo :slight_smile: danke für deine Antwort.
Also zum einen wegen der höheren Blutungsneigung, zum anderen, weil ich schreckliche Angst davor habe - vor den Schmerzen währenddessen, vor den Kopfschmerzen danach, davor, dass es nicht richtig heilt und ausläuft, vor allen möglichen Komplikationen to be honest. Ich bin ein Angsthase…
Und aber auch, weil MRTs bisher unauffällig sind.

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Hallo, danke für deine Antwort. Wie lange hat die Diagnostik auf diese Art gedauert und hast du auch auf eine LP verzichtet? LG

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Das ist ein guter Grund

½ Jahr ca.

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Doch, hatte ich gleich zu Beginn

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Servus, offenbar bist du ja bei einem Neurologen in Behandlung. Von daher würde ich sagen, check das mit ihm ab. Neben dem Hirn kann im MRT ja auch das komplette Rückenmark auf mögliche Herde angeschaut werden. Sehnervmessung kann der ja bestimmt auch machen, oder?

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Hi, danke für die Idee. Ja, genau… also Wirbelsäule MRT wird jetzt mitgemacht. Ob er die Nervenleitgeschwindigkeit messen kann, weiß ich nicht und bis nächsten DO ist er im Urlaub :joy: . Ich bin mir aber sicher dass er mich sonst notfalls irgendwohin überweisen kann, wo das gemacht werden könnte.

Gern geschehen. Viel Glück :four_leaf_clover:.

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Ich hab damals auch alles ambulant gemacht. Das ist eigentlich kein Problem.

Ich würde zunächst ein MRT vom Rückenmark sowie vom Kopf machen lassen (beim KopfMRT würde man auch Sehnervläsionen sehen), wenn beides unauffällig ist, würde ich auf eine LP verzichten.
Für mich spricht erstmal nicht so viel für MS, da deine Symptome nicht anhaltend sind (mehr als 24 h durchgehend) , sondern über den Tag kommen und gehen, du Migränepatient bist und deine Augen ja aktuell sehr belastet werden. Darüber hinaus ist eine Masterarbeit mit Stress verbunden, daher denk ich erstmal an andere Gründe für deine Beschwerden als MS, aber ein MRT könnte beruhigen :+1: und deine Entscheidung, ob eine LP sinnvoll ist, in die eine oder andere Richtung beeinflussen.

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Nebenwirkungen können auftreten, müssen nicht auftreten.
Du kannst dich für so einen Untersuchung, bei Angst vor Schmerzen, kurz sedieren lassen, ist kein Problem.
Ich denke ganz oft, gerade bei jungen Leuten: Kopfschmerzen nach ner durchzechten Nacht, Kotzerei nimmt jeder in Kauf. Warum nicht auch, wenn es einen ernsten Hintergrund gibt.
Hast du eine medizinisch nachgewiesene Gerinnungsneigung, oder nur mal schnell einen blauen Flec.

Falls es MS ist, kommen die Symptome und Beschwerden dann irgendann wieder. Wenn du dann plötzlich erblinden solltest, oder ne dauerhafte Lähmung hast, musst du mit dir klar kommen, dass der Schaden evtl. bleibt, und dass du das hättest mit einer Diagnostik und Therapie evtl. verhindern können.
Wenn du damit kein Problem hast und eine dauerhafte Behinderung nicht scheust, dann kann man auch ohne oder mit unzureichender Diagnostik leben.
Aber wahrscheinlich hättest du auch Angst wegen medikamentöser Nebenwirkungen.

Mach das, womit du dich wohl fühlst. Du bist nur dir gegenüber verantwortlich, bedenke aber auch ggf. Konsequenzen.
Diagnostik muss nicht stationär erfolgen, auch nicht die Punktion, das mach viele Praxen ambulant.

Hallo, danke für deine Antwort. Ich habe Wegen Sedierung oder Betäubung angefragt, sie machen das aber nicht. Ich hätte das auch selbst gezahlt. Wollten sie wirklich nicht, in keinen der beiden Krankenhäusern, die ich anfragte.
Alkohol trinke ich seit Jahren nicht und durch meine psychischen Probleme achte ich auf einen sehr gesunden Lebensstil, was Schlaf, Alkohol oder Ernährung angeht.
Und natürlich möchte ich keine Behinderung.

Lass die Angst nicht dein Ratgeber sein.

Da wo die LP gemacht wird, passiert nichts wegen der Blutverdünnung. Ich muss das auch nehmen, war kein Problem.
Auch war die LP völlig harmlos, ich habe weder vor- noch nachher etwas gemerkt.

Zieh es einfach durch, dann ist das Thema MS erledigt. Fühlt sich besser an :wink:

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Ich finde es gut, dass du so ruhig und besonnen auf den MS Verdacht reagierst.

Farben unterschiedlich intensiv sehen, kann ein Zeichen für eine Sehnerventzündung sein, die oft eines der ersten MS Symptome ist.
Dir mit Blindheit zu drohen, halte ich für Panikmache, meistens heilt eine SNE mit oder ohne Kortison wieder ab ohne dass Blindheit zurückbleibt.
Ich habe bei meiner 1. SNE auf dem linken Auge gar keine Farben, sondern nur einen grauen Fleck gesehen. Das besserte sich nach ca. 1,5 Wochen, noch bevor ich Kortison bekam, von selbst. Zurückgeblieben ist eine leicht unterschiedliche Farbintensität, die ich aber nur bemerke, wenn ich die Augen vergleiche.

Ich würde, wenn sich bei den MRTs kein Hinweis auf MS oder auch nur eine Sehnerventzündung ergibt und du keine Symptome hast, keine LP machen lassen. Das musst du entscheiden.

Wahrscheinlich lässt du wegen der Zysten sowieso in gewissen Abständen ein MRT des Gehirns machen. Dann könnte auch nach möglichen Läsionen durch MS geschaut werden.

Ich wünsche dir alles Gute!

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Hallo,

bin bei meiner Vorrednerin - wenn absehbar ohnehin MRT´s anstehen, würde ich deren Ergebnisse abwarten, bevor ich mir die ganzen restlichen Test´s geben würde. Juli haben wir ja schon, also brennt zeitlich auch gar nichts an. Sollten sich in den MRT´s verdächtige Läsionen zeigen, kann man immer noch in das ganze Testprozedere einsteigen.

Grüsse MiaH

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Auf eine Sache hatte ich vergessen zu antworten: ja, blaue Flecken, aber auch Zahnfleischbluten, lange Wundheilung etc…. Geringere thrombozytenzahl im Blut.

Das spielt keine Rolle. Klingt aber nach einer guten Ausrede :wink:

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