Es stimmt auf jeden Fall, dass die grundsätzliche Angst auch ohne diesen Umstand bereits da wäre.
Ach man.

Ich hatte vor einigen Jahren eine Weisheitszahn-OP. Ein Zahn war entzündet und die Betäubung wirkte deshalb nicht so gut. Als dieser dann an der Reihe war, hatte ich plötzlich extreme Schmerzen. Da habe ich vor lauter Schreck die Hand der Chirurgin weggehauen und um mich geschlagen, und zwei Schwestern hielten mich fest, damit wir die OP noch irgendwie fertigmachen können (ich bekam natürlich auch noch mehr Betäubung). Seitdem ist mein Vertrauen in Ärzte ein wenig eingeschränkt. Und auch in mich, denn es war schon gefährlich, so impulsiv zu reagieren. Übertrieben ängstlich bin ich sowieso.

Tatsächlich fand ich die insgesamt 12 Betäubungsspritzen im Zahnfleisch nicht schlimm… aber die sind wohl kaum mit ner LP vergleichbar.

Ooooh doch, die sind dtl. schmerzhafter, finde ich. Da geht´s in festes Zahnfleisch. Bei der LP ist nur die dünne Haut des Rückens schmerzempfindlich, die Knochenhaut nicht mehr.
Ich bin auch so ein Schisser, aber ich sag das vorher beim Arzt an, dann können die anders vorbereiten. Meine letzte LP kam überraschend dieses Jahr, weil ich eigentlich nur im Akutschub ins KH bin zur Schubbehandlung. Zur Differenzialdiagnostik sagten sie bei Einlieferung, dass eine LP notwendig ist. Die aufkommende Panik sagte denen alles. Also eine Beruhigungspille unter die Zunge. Extra Betäubung wurde abgelehnt mit Begründung „ich stech sie nicht zweimal“. Und stimmt: die Betäubungsspritze meiner ersten LP hat genauso gepieckst wie der kleine Stich durch die Haut. Atraumatische Nadel benutzt, 2 Schwestern vor mir zum Handdrücken (die tun mir heute noch leid, so doll hab ich mich aus Angst festgehalten), kurzer Pieks, dann etwas Drücken (durch die Knochenhaut), dann sass die ganze Sache. Paar Sekunden stillhalten, das war´s. Keinerlei Kopfschmerzen danach, gar nichts. Da waren wirklich Profis am Werk. Meine erste LP war etwas ungemütlicher, aber vor allem, weil ich vorher tagelang Zeit hatte, mich richtig schön reinzusteigern in die Angst.
Also ich zumindest empfinde es weniger als Schmerz, eher als ein kurzes Drücken.
Ich empfehle also immer, vorher anzusagen, dass man sehr ängstlich ist. Damit können die umgehen und sind auch vorbereitet, falls ein Patient mal auskreiselt.

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Bei mir wurde auch Alles ambulant gemacht. Nach der Diagnose bin ich ins Krankenhaus, weil sich die MS nicht beruhigen wollte.

Dauer von Ersttermin bis zur Diagnose: keine 4 Wochen.

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Selten hier jemanden kennengelernt der so entspannt ist wie du. Viele pochen auf eine MS-Diagnose obwohl sie nachweislich kein MS haben.

Ich wuerde an deiner Stelle das MRT abwarten. Eine LP ist definitv sinnvoll aber eine Wunderdiagnostik ist das auch nicht. Wenn deine Auge wieder ok ist, wuerde ich raten, Tagebuch zu fuehren. Liste dort alle Syptome auf, die du bemerkst. Wirklich alle.

Ich will kein Partycrasher sein, aber meine LPs waren definitv schlimmer als eine Spritze bei Zahnarzt. Das erste Mal musste abgebrochen werden, beim zweiten Mal hat es auch erst nach mehreren Anlaeufen geklappt. Die Kopfschmerzen danach waren richtig uebel. Ich wuerde es dennoch wieder machen. Mein LP Befund war allerdings unauffaellig.

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Ich wollte dir noch für deine unaufgeregte, freundliche Antwort danken! Genau das ist nun der Plan :slight_smile:

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Vielen Dank für deine Worte. Es beruhigt mich, dass es sich bei dir von selbst besserte. Sollte eine Sehnerventzündung festgestellt werden, mache ich, glaube ich, vielleicht wirklich eine LP. Aber ambulant. Mal schauen…

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Das ging ja echt super fix. Ich hoffe, im Krankenhaus wurde dir dann geholfen!

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Ich selbst habe auch alles ambulant abklären lassen , ging alles Hand in Hand und wirklich schnell.
Eine eindeutige Diagnose ist meines Wissens ohne LP nicht möglich. Vermutlich haben die meisten Angst vor einer LP, bzw.keiner macht sie gerne, aber vieles was du aufgezählt hast wie z.B. Kopfschmerzen können zwar sein, müssen aber nicht. Bei mir lief sie ambulant bei meinem Neuro einwandfrei und ich hatte keinerlei Beschwerden, aber im Vorfeld wirklich ordentlich Angst und entsprechend nervös. Das war auch tatsächlich das schlimmste daran. Etwas "unangenehm " die lokale Betäubung, das war es aber auch schon.

Ich finde es sehr gut wie besonnen du die Sache angehst und nicht gleich in Panik verfällt. Was und wie es weiter geht entscheidest grundsätzlich nur du alleine und wenn das ein “nein” zur LP bedeutet, dann ist das so und dann lasse dir da auch nicht rein reden. Es ist schließlich dein Körper…

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