Ja ,allein und krank sein macht Angst , aber dann denke ich mir wieder :" die Alternative zu allein ist gemeinsam. und wem will ich meine Krankheit und Pflege aufbürden wenn ich selbst nicht mehr kann?" :smiling_face_with_tear:

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Dass alles gemeinsam besser geht das glaube ich auch nicht.
Aber ein bisschen Rückhalt durch Verwandte Freunde Geschwister, Kinder oder was auch immer? Ja, wäre schon schön…
Ich kann nur darauf hoffen, dass es immer Menschen geben wird, die mir etwas zur Seite stehen, auch wenn wir keinen engen Kontakt haben.
Beispiel: nach meinem letzten Krankenhausaufenthalt holte mich meine Putzfee und ihr Mann ab und fuhren mich nach Hause.
Dafür war ich unglaublich dankbar.

Auch bin ich dankbar für den Austausch hier im Forum.
DANKE an alle hier, denen ich bislang begegne durfte.🫶🤗🫶🤗

Habt eine ruhige und erholsame Nacht.:star::star2::crescent_moon::sunny::star::star2::crescent_moon:

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Ich bin nicht allein. Alleine könnte ich mein Leben, so wies aktuell ist, nicht mehr stemmen. Die Sachen, die ich nicht mehr schaffe, übernimmt mein Mann. Ich fahr so gut wie nicht mehr Auto. Das betrifft schon mal die ganzen Arzttermine. Hinzukommen ist für mich mittlerweile schwierig. Parkplatzsuche ist für mich das Hauptproblem.
Auf den Behinderten Parkplatz darf ich nicht, hab kein kleines a. Und das zu bekommen ist in meinem Fall, laut Arzt, unmöglich.
Ich hab meinem Mann gegenüber jetzt schon immer ein schlechtes Gewissen. Er nimmt sich bei Bedarf immer frei. Ab August ist er in Rente, dann wirds einfacher.
Ich war immer ein sehr selbstständiger Mensch, das kann ich nicht mehr sein!
Macht mich aktuell ziemlich fertig.

Aber, nur die Harten kommen in den Garten
Grüsse

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Hallo @Norea0, bei uns im Dorf gibt es einmal im Monat einen MS Stammtisch, dort treffen sich aber auch Menschen mit Parkinson, anderen chronischen Leiden, deren Partner oder einfach Bekannte oder Freunde die man spontan dazu einlädt…jeder wie er Zeit und Lust hat…Es ist immer gesellig und kurzweilig durch die Vielfalt der Anwesenden
Ein Teil der Stammtischteilnehmer leben neben dem Seniorenheim im betreuten Wohnen barrierefrei
Ich weiß nicht, ob so etwas in der Art in deiner Umgebung möglich ist oder schon besteht

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Vermutlich wäre für sowas die DMSG auch ne Recht gute Anlaufstelle um mal zu erfragen ob es in der Region was gleiches oder ähnliches gibt,und die Idee ist eigentlich sehr schön Paulina :relaxed:

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doch, es gibt bei mir (HH) reichlich an Selbsthilfegruppen. Früher war ich in dem Bereich auch jahrzehntelang sehr aktiv.
Jetzt bin ich meist davon, mich und meinen Alltag zu managen, schon so erschöpft, dass ich zu solchen Treffen gar nicht mehr hinkomme. Auch Verabredungen mit FreundInnen sind nur möglich, wenn sie sehr spontan (wie ich gerade kann) und zeitlich recht befristet stattfinden.
Ja, MS ist eine bitch - CFS auch.
Danke für eure Gedanken und Ideen. :pray:t3:

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Mein lieber Freund, das finde ich höchst bedenklich.

Damit nimmst du anderen Menschen die Entscheidungsfreiheit.
Versetz dich bitte mal in die gegenüberliegende Seite.

Würdest du, wenn du jemanden kennenlernst, dich abwenden wenn du erfährst, dass der Mensch eine chronische Krankheit hat?
Niemand ist davor gefeit im Rolli zu landen, schwer zu erkranken, Pflege zu brauchen bevor man 80 ist. 97% aller Menschen die im Rollstuhl sitzen, sind völlig gesund zur Welt gekommen.

Du reproduzierst mit deiner Haltung den gängigen Ableismus. Ich finde, dass grade wir Chroniker die mit hoher Wahrscheinlichkeit vorzeitig Pflege brauchen werden, uns da sehr bewusst verhalten sollten und uns davor hüten.

Just my five pence :wink:

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Diese andere Seite habe ich mal kennengelernt durch einen mir wichtigen MS-Freund, der den kontakt radikal abgebrochen hatte, anscheinend weil er mich nicht belasten wollte (oder sich nicht mit einer wenig hilfreichen, ebenso kranken frau…?) eine eindeutige begründung hat er nie gegeben. mich hat das sehr aus der bahn geworfen.
wenn ich auch nicht sonderlich entscheidungsfreudig bin - solche entscheidungen, was ich mir zumuten darf/kann/will treffe ich immer noch gerne selbst.

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Ich glaube, so hat Tankboy es nicht gemeint.

Zwischen sich Abwenden, wenn man erfährt, dass er/sie eine chronische Krankheit hat und jemand pflegen ist ein erheblicher Unterschied.

Ich möchte nicht unbedingt von Familienangehörigen gepflegt werden und ich möchte das auch nicht langfristig machen und gezwungenermaßen mein eigenes Leben aufgeben.
Ich glaube nicht, dass das immer eine freiwillige Entscheidung ist.

Ja, jeder kann zum Pflege-Fall werden und dann muss nach einer Lösung gesucht werden, mit der alle Beteiligten leben können.
Wenn man Angehörigen nicht zumuten will, ihr eigenes Leben stark einzuschränken, hat das nichts mit Ableismus (das Wort habe ich durch dich kennengelernt) zu tun.

Na aber von welchen Zeiträumen reden wir denn?
Untersuchungen zeigen, dass die meisten der alten Menschen die entweder versuchen sich zu suizidieren oder nach solchen Möglichkeiten suchen, das als Hauptgrund angeben.

Niemandem zur Last fallen zu wollen, nichts zu kosten.

Ich finde das eine furchtbare Entwicklung, die so sehr von der Zeit geprägt ist, wo du nur etwas wert bist wenn du nützlich bist.

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Mein Paulchen unser Tankboy hat das bestimmt nicht böse gemeint vllt falsch ausgedrückt.
Gerade spüre ich es -jetzt wo mein Mann vllt ein Pflegefall frühzeitig wird - durch das Versagen einiger Ärzte und die Oberärztin sich eingesetzt hat - das mein Mann nach einem Sturz aus dem Bett in der Geriatrie in die Psychiatrie umverlegt wurde. Sie hat sogar angeordnet das der Assistentsarzt Dr. Junge meinen Mann nicht behandeln darf - nie mehr. Alle - weil er bettlägerisch ist - wollen ihn eigentlich nicht auf Station haben. Frau Oberärztin Schützmüller ist eine richtig gute Seele und wir sind so dankbar das sie für meinen Mann kämpft. Klasse :pray:

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Ja, ich kann da ein Lied von meiner damaligen Krebserkrankung singen.
Mein damaliger Arbeitgeber die Diakonie, mein Chef und anderen da oben, meinten zu mir, sie sind ja nicht mehr so einsetzbar wie früher, Telefonterror und ich sollte kündigen. Die haben einen Weg gefunden mich auf die Straße zu setzen, angeblich kein behinderter Arbeitsplatz möglich, trotz damals GdB Grad 50, einen Verband eingeschaltet, der versucht hat zu vermitteln, deren Antwort die wollen nicht. Muss leider auch sagen, hatte damals einen schlechten Anwalt. Einige Jahre später habe ich jemand kennengelernt der meinte, ich habe früher bei der Diakonie solche Menschen wie dich rausgesetzt. Soviel zur Nächstenliebe!

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Das ist ja erschreckend :cry:
Zum Glück hast Du gekämpft :four_leaf_clover::bouquet::pray:
Ich drücke Dich :smiling_face_with_three_hearts:

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Ja, durch die starke MS Fatigue ist alles schwierig für mich. Autofahren kann ich leider nicht mehr. Das heißt, ich bin auf andere angewiesen. Auf meinen Mann beziehungsweise auf Taxi . Ich würde auch ganz gern mal öfters Essen gehen mit meinem Mann. Geht auch nicht. Wegen der Lärmempfindlichkeit. Auch nicht mit Gehörschutz. Treffen mit Familie. Wenn das mehr als sechs Personen sind, ist das schwierig. Wenn alle durcheinander reden. Auch schwierig. Ich habe oft Kopfschmerzen und Migräne, die momentan noch nicht eingedämmt ist. Treffen mit Freunden auch schwierig. Oft wird da nur eine WhatsApp draus oder ein Telefonat. Bei mir hat noch niemand bewusst den Kontakt abgebrochen. Ich hatte aber auch vorher nie so viele Kontakte. Ich hab eher immer zurückgezogen gelebt. Das Schlimmste ist, einfach diese Abhängigkeit. Ich hab früher immer alles alleine gemacht.
.

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@Norea0 hast du mal überlegt dich in einem sogenannten “Betreuten Wohnen” anzumelden.

Ich hoffe das gibt es nicht nur in Österreich sondern auch in Deutschland? Es ist eine Mischung zwischen ganz normaler (barrierefreier), meist eher neuer Wohnung und Pflegeheim. Man wohnt total selbstständig mit Küche etc. (zb als Paar oder je nach Finanzen auch mit 2-Zimmern etc.), kann aber immer (zb bei akuten Verschlechterungen, Grippe, Covid etc) auf Pflegekräfte & mehr Reinigungspersonal zuzugreifen.

Ich würde mir wünschen, meine Eltern (noch recht gesund mit ü 70) würden diesen Schritt gehen und sich zumindest anmelden. Aber sie wollen es tun “wenn es ihnen schlechter geht”.
Nun, wenn es schlechter geht ist meist nicht wundersamerweise gerade ein Platz frei. Schon gar nicht das gewünschte (z.b. in der Nähe der Familie, 2 Zimmer).
Meine Schwester lebt nun seit dem Studium mehrere hundert KM entfernt und ich habe MS.
Das macht uns beiden also schon Sorge.

Ich glaube ich spreche für viele Angehörige wenn ich sage: Man hilft umso lieber je freier man dabei ist. Im betreuten Wohnen ist eben “zur Not” immer jemand da zum Putzen, Einkaufen, Pflegen. Und man hat als Angehöriger keine Verpflichtungen…man hilft wann und wie man eben kann. Und wenn es nur ein Besuch ist.

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Liebe Sonnenblume, das habe ich auch gar nicht angenommen, dass das blöd von Tanky gemeint war.
Ich finde das nur nochmal überlegenswert

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Schön meine Kleene :smiling_face_with_three_hearts: das Du ja wirklich ein liebe / fetzige Rennschnecke bist - das weiss ich schon von unserem Date :relaxed:- für die anderen war im KH du du nichts da für die anderen :sweat_smile:Kleene darf ich ja sagen bin ca 3 cm gefühlt länger gewachsen :sweat_smile:ansonsten sind deine Bedenken / Überlegungen richtig - ich sage immer alles sagen vllt denkt man richtig oder regt /strebt auch daran zu denken und es gerät nicht in Vergessenheit. Schönen Abend und lieb gedrückt :kissing_heart:Bussi

Ich glaube wir hatten daß Gespräch schonmal ,ich bin halt Recht lange Single und vor meiner Krankheitsdiagnose war ich schon bissi auf der Suche.(Und ja ich weiss ,suchen klappt nicht,hat’s ja auch nicht) aber jetzt mit Ner chronischen Krankheit habe ich diese suche halt einfach aufgegeben,bringt ja nix ,wenn mir jemand über den Weg läuft der sich in mich verknallt maybe überlege ich es mir nochmal aber jetzt gerade habe ich selbst keine Ambitionen jemand kennenzulernen oder mich verkuppeln zu lassen 🫣

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@Tankboy77

Ich verstehe sehr gut, wie du das meinst. Das, was du im Posting oben und das, was du eben geschrieben hast. Es ist einfach so, daß es Konfliktpotential geben kann, wenn zum Beispiel in Partnerschaften oder auch in Freundschaften die Unterschiede zu groß werden. Unterschiede zum Beispiel hinsichtlich Kraft im Alltag, Fähigkeit, verschiedene Dinge zu unternehmen usw. Es muss nicht immer zum Konflikt kommen, aber es kann. Ich kenne einige Paare, deren Beziehung genau daran zerbrochen ist, oft, indem sich einer irgendwann abwendet. Bei Freundschaften kann das ebenso passieren.

Solche Dinge in den eigenen Überlegungen zu berücksichtigen finde ich gut und besonnen.

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Deine Diagnose ist ja auch noch nicht so alt und vorläufig bist du damit beschäftigt, deinen Umgang damit zu finden.
Wenn sich das alles stabilisiert hat und die Krankheit ein Teil von dir ist, mit dem du soweit klar kommst, kann es wieder anders aussehen.

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