Viel Spaß beim Lesen:

Besonders hellhörig würde ich hierbei:

“…Eine klinische Oxford-Auswertung fand, dass 69 % der dort mit Fatigue behandelten MS-Patienten
zusaetzlich excessive daytime sleepiness hatten. Gerade diese Untergruppe empfand Modafinil
haeufiger als hilfreich; der Nutzen war staerker gegen Schlaefrigkeit als gegen den allgemeinen
Fatigue-Begriff und hielt bei vielen Behandelten an. [14]…”

Das fand ich besonders interessant unter dem Gesichtspunkt, wie heterogen MS und auch das individuelle Therapieansprechen sein können. Ähnliches sieht man bei anderen symptomatischen MS-Therapien wie Fampridin: Manche Patienten profitieren deutlich, andere kaum oder gar nicht. Genau deshalb erscheint mir die Frage interessant, ob auch bei Modafinil biologisch unterscheidbare Responder-Untergruppen existieren, die in gemischten Studienpopulationen teilweise untergehen.
Deshalb wurde zwischendrin auch die weiter entfernte Frage des wirtschaftlichen Nutzen beantwortet und wahrscheinlich hat dort auch der vorherige weitere Chatkontext mit reingewürgt: “…Es gibt kein oefentliches Dokument, das belegt, ein Sponsor habe deshalb konkret die P300-/GABA-
Idee eingestellt…”

Insgesamt, wenn es auch im “maximalen Level/Effort” war und das Ding eine gute Stunde gerödelt hat im Webbrowser/App: Wie lange hätte ein Mensch dafür benötigt das alles zusammenzustellen, zerreißen, das beruflich? Tage, Wochen, Monate, oder Jahre?

Mich verwundert das sich das so wenige anschauen, es ist viel Text, gerade das PDF. Aber vllt wurden dabei weitere Sachen übersehen?

Kann unmöglich daran liegen. Schließlich sind MSler in der Regel hochkonzentriert und stehen total auf komplexe Texte! Noch besser, sie sind KI generiert, da liest man gleich nochmal so gern :+1:t3:

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hast du schon mal überlegt, mit KI eine Zusammnefassung zu erzeugen?
Stell ich mir wie “stille Post” vor :rofl:

Die PDF ist bewusst ausführlich und mit Quellen versehen. Sie ist nicht als Kurzfassung gedacht, sondern zum Nachprüfen. Wer möchte, kann sie auch seinem Neurologen vorlegen.

Spannend finde ich eher die Systemfrage dahinter: Bei hochpreisigen Therapien wird permanent über Einsparpotenziale diskutiert, während ein günstiger generischer Wirkstoff selbst bei möglicher klarer Response an vergleichsweise hohen regulatorischen Hürden hängenbleibt. Effizienz sieht für mich anders aus.

Und @Paule: Wer es ärztlich begleitet testet, dürfte einen möglichen Effekt relativ schnell an der typischen Mittagsschläfrigkeit bzw. an grundlosem Gähnen oder Einschlafdrang merken, obwohl man sich nicht wirklich müde fühlt. Wenn genau das wiederholt deutlich nachlässt oder verschwindet, ist das zumindest ein sehr starker Hinweis darauf, dass man zu den Respondern gehört.

Ich bin zwar öfter tagsüber müde und erschöpft, würde es aber nicht als Fatigue einordnen. Das hatte ich nach einer Gallenblasen OP und es war noch Mal ganz anders.

Daher sehe ich keinen Grund, warum ich mich für Medikamente dagegen interessieren sollte.

Die für mich wichtigste Unterscheidungsfrage ist inzwischen: Wirst du schläfrig, obwohl du dich eigentlich gar nicht müde fühlst?

Sie konnte ich eindeutig mit einem ‘Ja’ beantworten.

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