Mit der wahrscheinlich blödesten Frage, die jemals in diesem Forum gestellt wurde, muss ich mich an euch wenden.

Was genau verstehen wir unter “Fatigue”?

Beschreibt “Fatigue” diese unglaubliche Müdigkeit, die uns tw. (nicht immer, auch nicht dauernd; mehr “anfallsartig”) überfällt? Diese Müdigkeit, die von einer Intensität ist, dass mir die Worte fehlen, sie angemessen zu beschreiben?

Oder ist es dieses unverhältnismäßig schnelle Erschöpftsein? “Drei Teller abwaschen” - muss mich hinsetzen; “ein halbes Zimmer mit dem Staubsauger behandelt” - muss mich hinsetzen.

Oder ist “Fatigue” die Kombination dieser beiden Phänomene?

Ich danke im Voraus für eure erhellenden Beiträge!

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EINE verharmlosende Version könnte sein;
" ich bin zu müde zum Schlafen"

Wer es gern untermauerter hätte, schaue unter
FATIGATIO.DE;
Andauerndes Gefühl der Erschöpfung

ergänzend, weil gerade gelesen: Erschöpft wie ein Luftballon, aus dem die Luft gelassen wurde.

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Fatigue beschreibt übermäßige neuronal bedingte Erschöpfung.

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Das ist nicht die blödeste Frage die hier gestellt wurde… :rofl:
Es gibt bloß blöde Antworten… :stuck_out_tongue_winking_eye:
Hier meine: bei mir ist es wie ein kaputter Akku der nie voll aufgeladen werden kann.
Also irgendwie beides.
Alles ist anstrengend, bei mir vor allem durch ständige Missempfindungen in den Füßen. Das Gefühl mein Gehirn muss soviel ausgleichen, das ich immer erschöpft bin.
Dann Reize aus der Umwelt, Sonne und Geräusche, soziale Kontakte, den Alltag auf die Reihe bekommen.

Und dann gibt es die Momente, dann geht gar nichts mehr. Akku tiefenentladen… Dann kann ich kaum die Augen offen halten, keinem Gespräch mehr folgen und habe das Gefühl mein Hirn ist Brei…

Fachlich nicht korrekt, nur mein empfinden :hugs:

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@Daisy Du meinst also (abgesehen von Gangschwierigkeiten, motorischen Einschränkungen aller Art, Sensibilitätsstörungen, Gedächtnisproblemen, den diversen Spielarten kognitiver Auffälligkeiten und, und, und…) das, was MS so richtig “nervig” macht? Gotcha.

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nicht nur dein empfinden, liebe @Daisy - Nina. ich schließe mich an, aber richtig!

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Psychische und physische Erschöpfung, schlimm, wenn beides gleichzeitig da ist. Der Körper will nicht mehr, reagiert im leichtesten fall mit schweren Beinen, langsamen Bewegungen bis Schmerzen.
Und wenn man nicht mehr denken kann, oder, wie heute, nicht mehr zählen (!), alles wie durch Watte ist, ist der Kopf überarbeitet.
Ihr lest, heute ist ein bescheidener Tag…

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Die Frage, was genau “Fatigue” ist, beschäftigt mich, seit ich mich zum erlauchten Club zählen muss:

Ist es dieses fast schon schmerzhafte “Todmüde-Gefühl” oder dieser (um nichts weniger nervige) Erschöpfungszustand, der sich nach körperlichen “extrem challenges” (wozu ich mittlerweile beinahe alles zählen könnte: von Duschen bis Fensterputzen) bemerkbar macht.

Früher dachte ich: “Fatigue = (tod)müde”. Logisch!

Dann sind mir mit der Zeit immer mehr Dinge immer schwerer gefallen. Aufgaben, die zu erledigen waren - sowohl physischer wie auch psychischer Natur.

Und um diese Zeit herum bin ich schön langsam ins Grübeln gekommen, ob sich meine persönliche Definition von “Fatigue” noch aufrecht erhalten lässt.

Wie von euch bereits angedeutet: “Fatigue” beschreibt einen Erschöpfungszustand, der sich nicht rational erklären lässt (“völlig erledigt wegen einmal Staubsaugen”) und der sich bedauerlicherweise auch nicht eliminieren lässt (“einfach mal ausschlafen, dann ist alles gut”; schön wär’s…)

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Und dann noch Sport… :face_with_raised_eyebrow::laughing::wink:

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Wer war das mit den drei Möglichkeiten?
Revoltieren, Resignieren, Freitod?

Ich ertappe mich neuerdings immer öfter bei dem Gedanken, wie süß mir Letzteres manchmal vorkommt :wink:

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Ja, das ist es ja doch, genau rational erklärt ist die Fatigue die anschwellende Nervensystem- Überlastung durch fehlerhafte Nervenbahnen, ungenügende Vernetzungen oder zu lange Umwege der Funktionsübertragungsbefehle.

Du kannst den Auftritt der Fatigue ggf abfedern oder herauszögern durch an/ und oder auftrainierte Reserven, durch Verbesserung von Neuroplastizität, sei es Muskelreserven, Organreserven (z.B.Atmung, Herz, Stoffwechsel), Gehirnreserven oder mentale Reserven.

  • soweit die Theorie.

In der Praxis würde ich die konsequente Selbstbeobachtung und Handlungsanpassung als Instrument sehen. Nur wenn z. B. mein Kopf komisch heiß wird, die Ohren dann rauschen, das Gleichgewicht schlechter wird,… dann war es schon wieder zu spät zu viel, dann fange ich den Kippunkt nicht mehr ein.
Ich finde aber immer noch nicht exact den vorherigen Zeitpunkt, an dem ich einfach nur stoppen sollte. Da finde ich die Vorzeichen nicht​:woman_shrugging::face_with_monocle:

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Ich finde das auch mittlerweile schwer… früher hatte ich meine Fatigue gut im Griff, da trat das echt nur selten aber dann extrem auf - aber dann hatte ich mir vorher auch merklich zu viel zugemutet…

jetzt ist es oft so, dass ich den Punkt auch oft verpasse, weil die eigentlich funktionierenden Grenzen enger werden.

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Bevor ich meine Diagnose bekommen habe, hab ich zu Freunden oft gesagt, ich fühl mich als hätt ich 3 Tage durchgezecht :face_with_spiral_eyes: Kurz nach der MS Diagnose war eine der ersten Sachen die ich dazu online irgendwo gelesen habe, dass MS Fatigue mit 72 Stunden Schlafentzug gleichgesetzt wird. Da hab ich nicht schlecht geguckt, wie akkurat mein Vergleich unbewusst war :face_with_hand_over_mouth:

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Müssen wir uns Sorgen machen?

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@BlackMug Eine Österreicherin ist feige bis ins Mark ihrer Knochen. Sie sempert, seiert und sudert bis die Stimmbänder nachgeben.

Aber sie würde sich selbst nicht Linderung durch einen Sprung vor die U-Bahn verschaffen wollen.

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Danke der Nachfrage :slight_smile:

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Dann glaub ich dir mal. Wir kennen uns ja nicht gut. Ich hake bei sowas lieber einmal zuviel als einmal zuwenig nach :wink:

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Das ist ja das Fiese (u.a.): Tun wir’s nicht, geht’s uns noch besch…eidener.

Eine Crux, wie du’s drehst und wendest.

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Hatte ich auch schon, bin aber auch zu feige :stuck_out_tongue_winking_eye:
Und dann, wenn ich ganz unten bin, kommt von irgendwoher ein funkeln und der dunkle Vorhang öffnet sich…

Mal vom zu feige sein abgesehen, es gibt dann doch so viel wofür es sich lohnt nicht aufzugeben!

Und verdammte scheiße, jetzt bin ich auch zu alt um jung zu sterben. Also weiter geht’s. Gibt noch viel zu erleben.
Einfach kann jeder… :muscle::yum::metal::two_hearts::rainbow::blossom:

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