Mir hat es geholfen, mich sehr genau über MS zu informieren.
Ich habe mir sehr viel Wissen durch Neurologie-Lehrbücher aus der Unibibliothek angeeignet, nicht unbedingt explizit auf MS bezogen, sondern eher allgemeines Wissen über Neurologie. Das Themengebiet finde ich allgemein spannend und man lernt so auch viel über das eigene Gehirn und die MS.
Ich kann auf meinen MRT-Bilder eigenständig alte und ggf. neue Läsionen erkennen, weiß bescheid darüber, welche Medikamente es gibt, welche Symptomatiken hervorgerufen werden können, etc.
Ich habe nicht nur MS, sondern bin von Geburt an wegen eines seltenen Gendefekts behindert und habe deswegen (unfreiwillig) genug Zeit gehabt, zu lernen, dass es viel wert ist, selbst Experte über den eigenen Körper und seine Krankheiten zu sein.
Ärzte können sich irren und am Ende muss man selbst mit möglichen Auswirkungen von Entscheidungen leben, weshalb ich glaube, dass es wichtig ist, diese selbst aktiv und informiert zu treffen.
Am meisten geholfen hat mir aber meine beste Freundin. Es tut gut zu wissen, dass sie immer da ist, wenn ich sie brauche, mir nichts peinlich sein muss und ich weiß, dass ich auf sie zählen kann.
Sie gibt keine ungefragten Ratschläge, hat sich viel bei anderen körperlich Behinderten informiert darüber, wie sie Dinge wahrnehmen/empfinden und hört immer zu ohne zu urteilen.
Das ist mehr wert, als ich mit Worten ausdrücken kann.