Muss meinen Frust von der Seele schreiben.
Ich war gestern unerwartet unsäglich traurig.
Ein guter Freund von uns veranstaltet jährlich eine Schallplatten-Party (Vinyl 2025) die ich seit ein paar Jahren nicht mehr besuche weil es mir nicht gut tut, zu laut, zu viele Menschen, zu viel Getrubel und Gedränge, ich kann den Gesprächen nicht mehr folgen, bin reizüberflutet und es geht bei mir auch nicht mehr, dass ich erst um 21 Uhr auf die Piste gehe und feiern gehe.
Ich gönne meinem Mann total diesen Abend und die Auszeit, hatte auch kein Gefühl der Wehmut im Vorfeld, ist halt wie es ist, das neue Normal, und ich hatte auch schon totale Vorfreude auf den sturmfreien Abend. Doch dann überrollte mich ungebremst diese Traurigkeit, diese Gewissheit nicht mehr saulaute Musik hören zu können, feiern zu gehen, fit zu sein, Spaß zu haben usw. und dass ich das vermisse. Verdrängt. Traue mich ja schon nicht mehr ins Kino
, musste schon raus und der Film war Geschichte.
Nächste Woche fahren wir mit unserem VW-Bus in die Vulkaneifeltherme, machen eine Übernachtung im California und fahren wieder nach Hause. Mich freute die Idee meines Mannes total, Therme tut uns immer gut, nur weiß ich gerade nicht, wie ich das hinkriegen soll. Fühle mich so kraft- und energielos, die Fatigue macht mich fertig.
Morgen ist ein neuer Tag, ich werde es wie immer irgendwie schaffen und dann hoffentlich froh sein es getan zu haben.
Solche Frustphasen gehören zum Leben.
Ihr kennt das sicher auch.
Mich beschäftigt auch immer noch die Frage ob ich wirklich Pflegegrad 1-Antrag stellen soll. Komme zu keiner Lösung.
Auch möchte ich in einen Pflegeverein eintreten. Mein Mann sagt gar nichts dazu …
Ich betrauere auch, dass ich so viel machen und probieren möchte (z.B…neue Rezepte, Strickmodelle o.ä.) und kriege es nicht gebacken es anzugehen, mein Körper mich so lahmlegt.









