Jein, die 5 Jahre sind nicht bindent und mehr eine Faustregel die, die Amtsärzte anwenden. Entscheidend ist, dass Schwerbehinderte nicht verglichen werden können und sollen mit “gesunden”. Außerdem sind sie eine besonders schützenswerte Gruppe bzgl. Arbeit, Dienstfähigkeit und Teilhabe am Arbeitsplatz. Hier greift SgB 9. Hinzu kommt, dass die Länder eine bestimmte Anzahl an Schwerbehinderten beschäftigen sollen und müssen.
Das führt in der Summe dazu, dass eine Verbeamtung mit MS und GdB eher befürwortet wird als ohne.
Tatsächlich ist eine Gleichstellung mit GdB unter 50 bei Beamten selten, weil der Arbeitsplatz nicht gefährdet sein kann. Wenn man allerdings noch nicht Verbeamtet ist oder auf Probe wird die Gleichstellung genehmigt, weil es eine Verbeamtung auf Lebenszeit, aus den genannten Gründen, wahrscheinlicher macht.
Ich habe damals gesagt: super, ich bin die quoten Behinderte 
Als kleiner Hintergrund: mich hat die MS Diagnose 2 Monate bevor meine Probezeit geendet wäre eingeholt. Ich hatte große Ängste, dass ich nicht verbeamtet werde etc . Wäre ich zu dem Zeitpunkt auch nicht. Ich habe um eine Verlängerung meiner Probezeit von 3 auf 5 Jahren gebeten um zu zeigen, dass meine MS stabil ist.
Das war sie nicht → Schwerbehinderung und nach Ablauf der insgesamt 5 Jahren Probezeit wurde ich ohne erneutes Gesundheitszeugnis auf Lebenszeit verbeamtet.
Liebe Grüße