Hallo,

ich habe Lehramt studiert und mein Referendariat abgeschlossen. Nun habe ich ein Einstellungsangebot bekommen, dementsprechend muss ich bald zum Amtsarzt. Ist meine Diagnose ein Ausschlusskriterium? Hat jemand Erfahrungen? Ich habe MS seit 13 Jahren. Ich bin seit 6 Jahren ohne Medis stabil und vorher hatte ich Schübe mit Sensibilitätsstörungen. Die MS wurde zu Beginn mit verschiedenen Medis behandelt. Alle Symptome haben sich zurückgebildet. Ich arbeite seit mehreren Jahren vollzeit und bin nie lange ausgefallen aufgrund der MS.

Ich freue mich über einen Austausch.

LG

Guten Morgen, i. d. R. Ist es ein Ausschluss, wenn du noch nicht verbeamtet bist. Lies in deiem Beamtengesetz bzw. Versorgungsverordnung etc. nach. Nicht jede Dienststelle handelt gleich

Hi Anja992,

Verbeamtung geht, ist aber von Bundesland zu Bundesland sehr unterschiedlich.

Im allgemeinen heißt es, du brauchst eine positive Prognose bis zum wahrscheinlichen Pensionseintritt, wie alle anderen auch.

Bei einem vorhandenen Schwerbehindertenausweis, wird das ganze anders bewertet.

Die 5 Jahresprognose bei SBA gibt es aber seit ein paar Jahren auch nicht mehr, ist heute alles eine Einzelfallentscheidung und hängt stark vom Amtsarzt und deinem Dienstherr ab. Wobei der Dienstherr den Amtsarzt überstimmen kann.

Grüße
LucyS

P.S. die Krankenversicherung (PKV) ist nochmal so schwirig wie die Verbeamtung selbst…

Hallo Anja,

bin selbst nicht verbeamtet. Aber als es bei meiner Tochter um ihre und die Verbeamtung ihrer Kollegen ging, scheiterte es bei einem Kollegen an 10 kg Übergewicht. Betraf Berlin. Psych. Erkrankungen in der Vergangenheit sind auch schwierig.
MS kann man ich mir da ebenfalls schwierig vorstellen, grad wegen der Prognose.

Aber da gibtˋs doch bestimmt Richtlinien, in denen man nachlesen kann, oder?

VG MiaH

Bei mir wars ein Ausschlusskriterium. Man darf es ja nicht verschweigen und mit der Erwähnung war ich aus der Beamtenlaufbahn raus. Ich hatte sogar ein Statement von einer Uniklinik vorgelegt, dass ich stabil bin und überhaupt nichts zu befürchten ist. Das hat aber niemanden interessiert. Ist aber auch schon 19 Jahre her. Etwas später, als ich den SB Status bekam, hat es dann auf erneuten Antrag tatsächlich funktioniert. Mein Chef damals hat sich sehr gefreut, weil er das so noch nie erlebt hatte. War aber eben zu Zeiten, als es die von Lucy angesprochene 5 Jahres Prognose noch gab. Verbeamtung bezieht sich ja auf Lebenszeit und dass man da pingelig ist, wenn der Kandidat schon vorbelastet ist, kann ich sogar nachvollziehen.

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wenn die Wissenschaft irgendwas wert ist, ist jetzt die Zeit, von der du dir später wünschen wirst, du hättest etwas hochwirksames genommen.

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Was möchtest du mir damit sagen? Es ist meine Entscheidung, ob ich Medikamente nehme oder nicht. Außerdem war das nicht die Frage.

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Es geht erstmal um die Verbeamtung auf Probe.

Ich bin im 27.Jahr ohne Medikamente stabil

#kein_Bedauern

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Mega schön. Sei dir gegönnt. Ich bin 34 habe die MS vo 13 Jahren bekommen.

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Wünsch ich dir auch.
Zur Not auch ohne Verbeamtung.

#das_Leben_ist_schön

Ja. Ich möchte es einfach versuchen. Es stellt sich die Frage ob man mir die Stelle dann entziehen kann, oder ob ich die selbe Stelle als Abgestellte behalten kann.

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Och nee.

Stay tuned!

:shamrock: :shamrock: :shamrock:

Genau, was ich geschrieben habe.

das mag ja sein, aber das kann sich die thread-starterin nicht aufs Brot schmieren

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und deswegen musst Du hier sinnlos Ängste schüren?

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Es ist mir vollkommen egal, ob jemand Medikamente nimmt oder nicht, das muss jeder selbst entscheiden.
Aber immer wieder dieses stolze ‘Ich bin im 27. Jahr ohne Medikamente stabil’, geht mir auf den Geist.
Allein ‘stabil zu sein’, sagt doch gar nichts, sondern es kommt wesentlich darauf an, in welchem Zustand.
Ohne Einschränkungen, voll arbeitsfähig oder pflegebedürftig stabil?

Könntest du in deinem stabilen Zustand Beamter werden?

Ganz ehrlich:
Ich würde das nie wollen

#letzter_Schub_2009

Ich schüre Ängste, ja. Völlig gerechtfertigt bei dieser Krankheit.

Verwehre mich aber gegen das “sinnlos”. Moderne Medikamente ersparen einem bis zu einem gewissen Grad Schädigung von Gehirn und Rückenmark, da ist die Wissenschaft der vergangenen Jahre eindeutig. Wieso also sinnlos!

Bekannt ist inzwischen auch, dass selbst bei den sogenannten schubförmigen ein großer Teil der Behinderungszunahme - wahrscheinlich sogar der überwiegende - unabhängig von Schüben und somit von für den Patienten unmittelbar feststellbarer Krankheitsaktivität passiert.

Natürlich weiß niemand, was die MS der Threadstarterin machen wird. Deshalb gibt es ja die Statistik bzw die Wissenschaft: Um vernünftige Entscheidungen treffen zu können, obwohl man nicht in die Zukunft sehen kann.

Die Threadstarterin ist jung und würde eine z.b B-Zell-Depletion sehr wahrscheinlich gut wegstecken.

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Selbst wenn dem so wäre, was ich für eine extrem umstrittene These halte, möchte wohl niemand, der es z.B. gerade geschafft hat mal Frieden mit seiner medikamentösen Entscheidung geschlossen zu haben, erneut verunsichert werden, nur weil jemand anderes Alles für bare Münze nimmt was die Fachwelt so schreibt.

Ich halte es für absolut falsch jemandem in seine Therapieentscheidung reinzureden - schon gar nicht mit worten wie “es sich später gewünscht zu haben” oder hast Du ne Glaskugel?

Das ist einfach unredlich! Punkt.

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