Es braucht Zeit um sich mit der Diagnose zu arangieren und sich mit Krankheit zu akzeptieren und neu kennenzulernen. Das Leben geht weiter, macht manchmal Umwege und ich bin heute “froh”, nur MS zu haben. Ich habe so schlimme Schicksale im Freundeskreis erlebt… von sterbenden Babys, Kleinkindern bis zu ganz frühen Alzheimererkrankungen, Leukämie mit drei Wochen von Diagnose bis Versterben.
Zu einem 52. Geburtstag und 13. Geburtstag der MS habe ich mir eine Wanderreise durch die spanischen Picos geschenkt.
14 Wandertage, 260km plus viele Zusatzkilometer da verlaufen - bei schlechter Beschilderung, 7000 Höhenmeter.
Ich bin nicht die schnellste Läuferin, ohne Stöcke geht es nicht, aber es war grandios.
Von daher für alle: Es ist alles möglich, man weiß es nicht, man muss es probieren, Geduld haben und ohne etwas Cortison wäre es schmerztechnisch nicht gegangen.
Einmal im Jahr bin ich unvernünftig und nehme nach Rücksprache mit meinen Ärzten etwas Cortison gegen mein Weichteilrheuma (hatte aber auch einen leichten Gesichtsschub vor Reisebeginn) um mir eine gute Zeit zu machen. Es ist so gut für die Psyche und für den Körper zu wissen: man kann es noch.
Es war nicht einfach, nicht schmerzfrei, bin manchmal auf dem Po einen Stein runtergerutscht - aber ich bin an meinem Ziel angekommen.
Ich habe Z.n. inkompletten Querschnitt mit 15000mg Cortison in 2 Wochen und Plasmapherese oben drauf, ich humpel, ich habe Gleichgewichtsstörungen, eine leichte Tetraspastik und viele kleine und mittlere Probleme.
Vor einigen Jahren hätte ich nicht gedacht, dass ich noch einmal auf Fernwanderung, Jakobswege etc. gehe, aber ich habe mich zurückgekämpft und laufe in meinem Stil.
Für alle Neubetroffenen: Es geht weiter! Gebt die Hoffnung nicht auf. Vielleicht wird das Leben anders, aber es geht auch wieder aufwärts. Langsamer, anders, aber dennoch schön.
Gruß Anne







OK, ich bemüh mich, diesmal dran zu denken.

die Katzen meiner Schwester haben alle eliminiert

