So gesehen, war noch nie eine gute Zeit um Kinder zu bekommen. Meinen Bruder und mich gäbe es dann auch nicht, denn die Nachkriegsgeneration ist in eine arme und zerstörte Welt geboren worden. Was kam dann nicht noch alles, saurer Regen, rettet den Wald, dann das Ozonloch, kann mich schon nicht mehr an alle Weltuntergangsprophezeiungen erinnern.

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Hallo, ich bin auch deiner Meinung. Als ich die Diagnose MS bekam war ich 41 Jahre und war froh, daß meine Kinder schon 16 und 20 Jahre waren. Ich hatte zu diesem Zeitpunkt schon Probleme beim Laufen. Die Entwicklung wurde schleichend schlechter und den Kindern hat es sehr belastet. Bei der Entscheidung “Kinderwunsch” sollte man nicht an sich denken. Aber es muss jeder für sich entscheiden.
Viele Grüße Monika

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Liebe Monika, das sehe ich genauso! Ich sehe es als Egoismus an! Aber das muss ja jeder für sich selbst entscheiden.

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Ein Kinderwunsch ist immer egoistisch.
Ich habe Kinder, weil ich diese Erfahrung machen wollte.

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Genau. Mir ginge es aber um das Kind! :slight_smile:

Ja, wenn von vorneherein Einschränkungen bestehen, sollte man bei der Entscheidung berücksichtigen, welche Auswirkungen sie auf das Kind haben können.

Für mich war ein Punkt, dass ich auf keinen Fall nur ein Kind wollte, weil ich es als Einzelkind nicht schön fand und auch jetzt als Erwachsene noch gern Geschwister hätte.

Auch das sehe ich anders…aber naja. :slight_smile:

Es ist sehr schön, wenn Menschen wie Monika und Tournesol ihre Erfahrungen schildern und ihre persönliche Meinung teilen.

Meiner Meinung nach muss aber nicht in irgendeiner Form kritisch kommentiert werden, wenn jemand für sich entschieden hat, kein, ein Kind oder 10 Kinder zu haben. Das ist eine sehr persönliche Entscheidung!

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Ja. Die Meinung hängt immer von den eigenen Erfahrungen und wie man die bewertet ab.
Perfekt ist sowieso nichts und nirgends. Bei Familien, die nach außen so wirkten, als würden sie Perfektionismus anstreben, hatte ich immer den Eindruck, sie nehmen dadurch den Kindern die Luft um sich selbst zu entwickeln.

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:slight_smile: Aber seine Meinung darf man haben und sagen.

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WarmerSonnenschein, bitte betrachte alle Infos hier nur als Pro und Kontra. Nicht mehr. Aber lass dich von niemandem in deiner Entscheidung beeinflussen.
Wer sind wir denn, dir zu sagen: “bekomm gefälligst keine Kinder” oder auch: “du musst Kinder bekommen”
Es ist dein Leben. Am meisten musst du dich vor dir selbst rechtfertigen.

Im Bezug auf Kinder bekommen mit MS sagt mein Neurologe, dass früher tatsächlich davon abgeraten wurde, Kinder zu bekommen.
Das sei aber nicht mehr zeitgemäß.

Und selbst, wenn deine Familie dagegen ist… meinst du, sie würden sich alle von dir abwenden?

Aus meiner Sicht kann die Diagnose eben auch eine Chance sein, sich besonders damit zu beschäftigen, WIE man das mit Kindern schaffen kann.
Wichtig ist laut einer Psychologin, von Anfang an offen mit den Kindern über die Krankheit zu kommunizieren. Das hat mir auch eine Erzieherin bestätigt.
Es gibt sooo unzählig viele Wege, für seine Kinder da zu sein…

Kinder bekommen mag per se egoistisch sein. Ich kenne aber niemanden, der seine Eltern DAFÜR kritisiert.

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Der 27 jährige Philosoph Raphael Samuel aus Indien verklagte seine Eltern weil sie ihn geboren haben :woman_shrugging: er wollte Schadensersatz, aber die Klage schaffte es nicht vor Gericht :face_with_hand_over_mouth: wir können also weiterhin ungestraft Kinder machen :blush:

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Doch ich kritisiere meine Eltern!

Ich denke, nur m. Meinung dazu,

man sollte sich seinen Lebenswunsch erfüllen, wenn sein Kind im Bauch wächst kann das sehr viel Freude auf die positive Stimmung bedeuten.

Ich bin keine Frau und kann da nicht wirklich mitreden aber ein wenig vorstellen, wie die Vorfreude sein kann, ist vorstellbar.

Bei einer guten Betreuung des Neurologen und Gynäkologen wäre die Schwangerschaft auch möglich.

Gefahren kann es immer geben. Aber das weis der Gynäkologen am besten.
Viel Glück.

Magst du schreiben, wofür?

Das ist ziemlich privat. Nur so viel, beide Elternteile waren absolut verkorkst, überfordert, teilweise wurden wir vernachlässigt. Und trotzdem bin ich heute anständig, pflichtbewusst etc. Und doch merkt man, dass vieles aus der Kindheit nachhallt. Die Prägung ist da! Ich bin nie frei, ausgelassen, beschützt, gestärkt erzogen worden.

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Brüten is sowieso immer irre, ob mit oder ohne MS!

OK, du kritisiert deine Eltern dafür, einiges nicht gut gemacht zu haben.
Du kritisiert aber nicht grundsätzlich, dass du durch sie entstandenen bist? Das wäre noch Mal anders.

Auch das krtisiere ich.

Wer etwas nicht will, findet Gründe.
Wer etwas will, findet Wege.

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