Das ist ja ohne Worte 
Dann ist es wohl wichtig, sich zu distanzieren.
Wir haben unsre Kinder in 300 km Entfernung zu den Herkunftsfamilien beim Aufwachsen begleitet. Es war natürlich nicht ganz so einfach, aber wir waren hier recht schnell in ein gutes Umfeld mit Familien (mit etwa gleichaltrigen Kindern) hineingewachsen, die auch aus beruflichen Gründen hier her gezogen waren.
Der Freundeskreis wird jetzt 40 Jahre. Die Kinder sind groß, haben eigene Kinder und ein wunderbares Netzwerk.
Und klar ein Forum zu fragen ob man Kinder kriegen sollte oder nicht ….
Ich habe wenig Bekannte mit MS und habe bisher hier wirklich herzliche Tipps und Erfahrungsberichte erhalten und bin dankbar für jede Meinung 
Einfach dankbar für jeden , der hier seine Freizeit investiert hat um mir zu antworten 
Ihr Papa sieht das übrigens genauso wie ich 
Hallo,
ich würde mir da von niemandem hineinreden lassen. Wenn ein Kinderwunsch vorhanden ist, ist es deine persönliche Sache, ihn umzusetzen oder nicht.
Ich wurde ein Jahr nach der Geburt meines Sohnes diagnostiziert.
Während der Schwangerschaft mit meiner Tochter ging es mir unglaublich gut. Die Hormone schützen wohl die Mutter und eine Therapie war nicht notwendig.
Nach der Schwangerschaft ist man dann gefährdet. Ich hatte dann auch einen kleineren Schub und habe bald die Therapie wieder aufgenommen und abestillt.
Mit meiner Tochter habe ich während der Schwangerschaft und bis zu ihrem 6. Geburtstag bei einer Studie der Uni Bochum mitgemacht. Dort findest du auch alle wesentlichen Informationen zu MS und Schwangerschaft.
Ich habe keine Familie vor Ort, mit aber im Laufe der Jahre ein soziales Umfeld aufgebaut.
Bereut habe ich die Entscheidung nie. Ich denke auch nicht, dass ich eine schlechtere Mutter bin. Meine Kinder wachsen unbeschwert auf und ich behellige sie nicht mit meinen gesundheitlichen Problemen.
Letztes Jahr hatte ich einen Fahrradunfall und das hat deine Kinder mehr beschäftigt als meine MS. Ich habe aber auch das Glück, dass man mir nichts ansieht.
Lass dich nicht von anderen verunsichern. Es gibt viele Menschen, die mit verschiedenen Dingen zu kämpfen haben. Deshalb sind sie keine schlechten Eltern. Auch eine Mutter in einem Rollstuhl kann eine liebevolle Mama und für ihre Kinder sorgen. Vielleicht wachsen durch sie sogar Menschen heran, die empathisch sind und Verständnis für die Minderheiten in unserer Gesellschaft entwickeln. Solche brauchen wir heutzutage sehr dringend.
Ich wünsche dir alles Gute und bin mir sicher, du triffst für dich und deinen Partner die richtige Entscheidung.
LG
Ich würde auch nicht nur dran denken, dass die eigene Erkrankung dabei eine Rolle spielt, sondern mich auch fragen, wie es kräftemäßig aussieht, wenn das kind gehandikapt wäre. Erst wenn da alle Überlegung absolut pro ausfallen, dann ja.
Planen mag nicht per se und immer das beste sein, aber wenn es schon zögerlich losgeht, dann hat das vielleicht seinen Sinn.
So eine herzliche Antwort
Hat mich sehr berührt
Danke 
Seh das wie du. Hier im Forum kann man alles fragen und zu erfahren, wie andere mit MS Schwangerschaft erlebt haben, kann bei der eigenen Entscheidung hilfreich sein.
Natürlich musst du nicht, wie Bluna schreibt, das Forum fragen, aber du kannst und ich hoffe der Austausch hilft dir 
Es ist schwer die Familie zu begrenzen. Sie dürfen natürlich auch ihre Meinung haben und äußern, aber sie sollten nicht zu bösen Stimmen werden und sie sollten letztendlich euch die Entscheidung über eure Familienplanung überlassen.
Du scheinst dir viele Gedanken zu machen und gut abzuwägen. Wenn du (/ihr) eine Entscheidung trefft, kannst du sie sicher gut vor deiner Familie vertreten. Was sie daraus machen, ist ihre Sache. Bin gespannt, was du berichtest.
Ich habe genug Freunde/Familie mit MS und Kindern. Vielleicht hatten alle Glück, aber es waren ganz normale Schwangerschaften, ohne Probleme und ohne Verschlechterung in der SS oder nach Abstillen.
Meine Schwester hat unerwartet nach 2 Kindern und vielen Fehlgeburten mit 42 ihr 3. Kind bekommen.
Meine Schwägerin war mit 44 unerwartet und ohne medizinische Hilfe schwanger. Sie hat keine MS, aber nach der Schwangerschaft ist sie psychisch zusammengebrochen, Ängste, Traumata sind hoch gekommen und der Kleine wird überwiegend vom Vater betreut.
Probleme kann es mit und ohne MS geben.
Mit medizinischer Hilfe kannst du auch im höheren Alter noch schwanger werden, notfalls im Ausland mit Embyonen und Eizellspende (hat ne Freundin mit 47 in Finland durchgezogen, Vorbereitung auf die Schwangerschaft in Deutschland).
Hört auf euer Herz, niemand weiß, was in Zukunft passiert, egal ob gesund oder chronisch krank.
Anne
Naja, also ganz so leicht würde ich das Thema MS und Mutterschaft nicht nehmen.
Natürlich kann jede(r) durch Krankheit oder Unfall unerwartet behindert werden, aber es ist doch eine andere Ausgangslage, wenn von vorneherein Beeinträchtigungen bestehen. Dann muss man die in seine Überlegungen miteinbezogen.
Und dass es so einfach und problemlos ist, mit über 40 ggf. mit medizinischer Hilfe im Ausland schwanger zu werden und ein Kind zu bekommen, bezweifle ich.
Ich glaube, so weit wäre ich nicht gegangen. Es gibt Wünsche, die leider nicht in Erfüllung gehen.
Außerdem ist es mit Schwangerschaft und Mutter werden nicht getan. Der anstrengende Teil kommt oft danach und kann viele Jahre dauern.
Das muss jeder vor einer geplanten Schwangerschaft abwägen und hinterher mit der Entscheidung leben.
Hallo 
Ich habe vor 7 Monaten meine Tochter bekommen und vor 5 Wochen meine Diagnose.
Ebenfalls hatte ich vor 5 Wochen einen ziemlich heftigen Schub (der wahrscheinlich von der Geburt ausgelöst wurde) davor (aber das weiß ich erst jetzt im Nachgang) war der letzte (weniger heftige Schub) Sommer '24
Die Schwangerschaft verlief normal und es war eine schöne Zeit!
Ich mache mir auch permanent Gedanken und Sorgen was meine und Minis Zukunft angeht. Ich will ihr Leben aktiv miterleben, mitgestalten und mich daran beteiligen.
Der letzte Schub (der immer noch nicht ganz vorüber ist trotz Cortisonstoß-Therapie, Krankenhausaufenthalt und Medis) war hart. War hart für uns als Familie.
Ich konnte mich so gut es geht nicht um die Kleine kümmern. Wickeln, Anziehen, Hochheben hat absolut nicht funktioniert aufgrund von Schwäche, Sensibilitätssörungen, Kribbeln und Taubheit in den Händen. Plus unfassbare Müdigkeit da die Situation mir komplett auf die Psyche geschlagen hat.
Mein Mann musste sich um mich, um die Kleine, um den Haushalt kümmern + im Krankenhaus stationär mit aufgenommen werden da ich mich nicht um die Kleine kümmern konnte und das Krankenhaus keinen Betreuungsauftrag hat.
Es waren verdammt heftige 3 Wochen.
Jetzt steht eigentlich Reha an. Da müsste mein Mann und die Kleine auch mit, da sie zu klein für eine Betreuung ist. In wie weit der AG von meinem Mann das (noch) mitmacht, steht in den Sternen. In wie weit die Reha auf Still+ Schlafenszeiten Rücksicht nehmen kann ist die nächste Frage. 3 Wochen sind lang für so ein doch noch kleines Baby, das wird ihre festgefahre Routine nicht eingehalten werden können. Ich bin am kämpfen was die richtige Entscheidung ist.
Ich bin dir ehrlich, wär letztes Jahr rausbekommen, dass ich MS habe, hätte ich mich wahrscheinlich gegen Kinder entschieden.
Mein Mann hätte gerne noch ein weiteres Kind. Stand jetzt bleibt Mini von meiner Seite aus Einzelkind (aufgrund der Ms).
Es gibt einige Mütter die trotz MS sich für Kinder entscheiden. Ich würde mal deinen Neuro in eure Entscheidung miteinbeziehen.
Ich kann dir diese Entscheidung nicht abnehmen, möchte dir mit meinem Erlebten auch keine Angst machen (bei jedem verläuft die Krankheit anders) aber vielleicht eröffnet es dir einen neuen Blickwinkel.
Sorry für so viel Text 
Ich wünsche euch alles liebe und viel Kraft 
Gut, dass man nicht immer alles vorher weiß. Dann hätten wir unser mittleres Kind (ein Pflegekind) nicht aufgenommen. Vieles kann man sich, auch wenn es einem jemand erzählt, erst wirklich vorstellen, wenn man es selbst erlebt.
Ich wünsche dir und deiner Familie alles Gute. Es ist jetzt gut, wie es ist und Ihr packt das!
Hallo Liebes, ich konnte aus anderen gesundheitlichen Gründen keine Kinder bekommen, hatte mich aber immer mit Kindern gesehen… Tat weh, mit Ende 20 keine Chance mehr gehabt zu haben. Ich habe mich damals neben meinem Job regelmäßig um die Kinder zweier Familien (nacheinander) gekümmert.
Natürlich ist wegen der MS einiges zu bedenken, aber es wäre für mich kein Nein, wenn der Partner absolut dabei ist.
Ich würde mir allerdings mehr Gedanken machen, das erste Kind mit 40,41 zu bekommen.
Meine Schwester hat ihr erstes Kind mit 38 bekommen, war eine schwere Schwangerschaft, durfte nicht arbeiten. 4 Jahre später bekam sie ihr zweites, und hatte viel mehr Komplikationen, auch jetzt, ein halbes Jahr nach der Geburt noch.
Es ist nicht einfach, aber letztendlich musst du dich wohl fühlen mit deiner Entscheidung.
Andere Meinungen, auch aus der Familie, sollten dich nicht beeinflussen. Dein Leben, dein Glück!
Ich drück dich ganz fest, ich weiß, es ist nicht einfach
Mehr Probleme bei einer Schwangerschaft im höheren Alter müssen nicht sein.
Ich wurde mit 39 Jahren schwanger und alles verlief problemloser als 5 Jahre vorher.
Das Risiko für eine Behinderung des Babys, z.B. mit Trisomie 21 steigt mit dem Alter.
Darüber sollte man sich vorher Gedanken machen, was positive Tests für einen bedeuten würden.
Erfahrungen anderer nützen einem nichts und auch Statistiken nicht viel, bei einem selbst kann der Verlauf ganz anders sein.
Jede muss die Entscheidung zusammen mit ihrem Partner für sich allein treffen, genau wie andere Entscheidungen auch, z.B. für oder gegen MS Medikamente und muss hinterher selbst damit leben.
Zu Zeiten des Klimawandels sollte man sich doch erstmal genau überlegen, ob es dem designierten Neuerderdenbürger zuzumuten ist, ihn auf den schon überhitzten Planeten zu setzen. Nur Meine Meinung
Danke für diese ehrliche und authentische Erzählung !!! Es sind eben nicht die Ausmalungen im Kopf sondern knallhart anstrengend …
Schön , dass es dir wieder langsam besser geht



Hi Warmersonnenschein21,
ich habe dir meine Meinung schon vor 3 Jahren dazu geschrieben.
Ich habe auch zwei Kinder, trotz MS bekommen und trotz aktiver MS und Rituximab Therapie.
(Ich bakam die Diagnose mit 18, erster Schub mit 13)
Arbeiten geht halt nur noch Terilzeit, auch weil die Kinderbetreuung alles andere als optimal ist. Hier ist das Papier und die Versprechen der Politik halt doch ein großer Unterschied zur Realität…
Aber mit Partner und auch viel Organisation geht es halt doch, immer irgendwie und mit viel Improvation. Aber anderen Eltern geht es da auch nicht besser. Perfekt ist halt was anderes, aber da wird mal als Eltern auch irgendwann mal entspannt.
Ich kenne auch andere Mütter mit MS und keine von denen breut es, ein Kind bekommen zu haben, auch wenn es mal anstrengend und turbulent wurde, egal ob mit Kinder oder der MS.
Grüße
LucyS
Wenn man Kinder möchte, muss man irgendwann alle Zweifel über Bord werfen und es trotz verbleibender Bedenken angehen.
Es gehört Mut dazu und Zuversicht, dass es trotz aller Risiken gut gehen wird.
Manches war mit unseren Kind(ern) ganz anders, als ich es mir vorher erträumt hatte und wenn ich alles vorher gewusst hätte, hätte ich den Schritt vielleicht nicht gewagt, aber ich habe ihn nie bereut und kenne auch niemand, der es bereut, seine Kinder bekommen zu haben.
Man wächst auch in schwierige Dinge rein, die ich mir hätte vorher nicht vorstellen können, es bleibt einem ja nichts anderes übrig, als zu versuchen, so gut wie möglich klarzukommen.
Dieses Argument gegen Kinder habe ich vor 40 Jahren schon gehört angesichts von Umweltverschmutzung, Ozonloch und saurem Regen.
Auf mich hat es damals schon vorgeschoben gewirkt wegen nicht genug Mut und Zuversicht für Kinder.
Die Wechseljahre stehen dann bald auch noch ins Haus und eine MS wird in der Regel nur schlechter, nicht besser. Aber jeder wie er oder sie mag 