Liebe Coomunity! :grinning:

ich habe seit Juli '26 meine MS-Diagnose (RRMS). Ich bin dabei mich impfen zu lassen, um sobald wie möglich mit Kesimpta beginnen zu können. Zusätzlich bin ich auch auf dem Autismus-Spektrum.

Seit letzten Samstag (22.08.'26) habe ich Symptome, die ich der MS zuschreibe. Dabei habe ich starken Brainfog und Fatigue, morgens kann ich links nur verwaschen sehen und meine linke Hand fängt immer wieder an zu zittern, ich habe (links & rechts) Taubheitsgefühle in den Händen und muss häufiger als sonst auf die Toilette.
Meine Neurologin schrieb, dass das untypische Symptome für einen Schub seien. In der Rettungsstelle hat man mich wieder nach Hause geschickt.

Ich komme mir so dumm und hypochondrisch vor, weil ich denke, dass ich einen Schub habe.
Was denkt ihr? Ist das ein Schub? Sollte ich mir eine Zweitmeinung von einem anderen Neurologen holen?

Danke für eure Antworten

Liebe Grüße,
Susa

Hallo Susa

Ist es immer noch so warm bei dir? Kennst du die Symptome an dir, vielleicht einzeln?

Dann kann es an der Wärme liegen.
Wenn alles für dich neu ist, wäre es in meiner Welt ein Schub.

Aber: ruhig bleiben.

Kortison hilft nur dabei, die Symptome zu lindern. Für den weiteren Verlauf ist es nicht so unwichtig.
Wenn es geht, wackel mal ins MRT.
Wünsche gute Nerven

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Hallo Paule,

danke für deine Antwort.
Nö, is null warm bei uns. Im Gegenteil hier isses irgenwie herbstlich… ;(
Ich kenne diese Symptome bei mir schon lange. Wegen den Symptomen war ich Anfang des Jahres beim Neurologen und habe dann später meine Diagnose bekommen. Ich hatte grade erst ein MRT (im Juli). Darauf waren keine neue Herde zu sehen.

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Dann würde ich versuchen es einfach auszusitzen.
Irre viele Optionen gibt es nicht.

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Zu Brainfog und Fatigue kann ich nichts sagen.

Wenn das verschwommene Sehen nur morgens Auftritt, würde ich eher sagen, dass es keine Sehnerventzündung ist, da waren die Beschwerden bei mir anhaltend bis es dann besser wurde.
Taubheit in den Händen habe ich auch, Mal mehr, Mal weniger und wie oft ich zur Toilette muss, hängt auch davon ab, was ich esse und trinke.
Wahrscheinlich achtest du jetzt kurz nach der Diagnose mehr auf Beschwerden und dir fallen Schwankungen mehr auf.

Ob das ein Schub ist oder nicht, kann ich dir nicht sagen.
Ein Schub bildet sich meistens mit der Zeit von alleine zurück, auch ohne Kortison. Außer Kortison könntest du jetzt sowieso nichts machen.

Sind denn die Beschwerden gravierend oder kannst Du erst Mal damit leben? Dann würde ich jetzt nichts weiter unternehmen.

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Wenn dir alle Symptome, die derzeit bei dir auftreten, bereits bekannt sind, könnte es sein, daß alte Herde wieder aufflackern. Dann wäre es ein Schub oder zumindest etwas Schub-ähnliches.

Wenn es ein Schub (hier als Wiederaufflackern alter Entzündungsherde) wäre, was könntest du tun? Hier schließe ich mich Tournesol an, die folgendes geschrieben hat:

Doch, eine Ergänzung noch: Wenn es ein Schub ist, kannst du deinen Körper durch möglichst “gesunde” Lebensweise bei der Regeneration unterstützen. Also gute Ernährung, ausreichend Schlaf und Ruhe, frische Luft usw. Und nach meiner Erfahrung sehr wichtig im Schub: Stress und Überanstrengung vermeiden. Damit gibst du dem Körper optimale Bedingungen für die körpereigene Regeneration.

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Hallo Paule, du schreibst: “Für den weiteren Verlauf ist es nicht so unwichtig.”

Meinst du wirklich “nicht so unwichtig für den weiteren Verlauf”? Oder vielleicht doch: “Für den weiteren Verlauf ist es nicht so wichtig” ??

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Viele MSler reagieren schlecht auf Hitze, aber nicht alle. Ich reagiere schlecht auf dunkles Wetter. Das geht von totaler Erschöpfung bis zu instabilen Körperfunktionen, die Schub-bedingt schonmal betroffen waren (zb Beine und Hände).
Vielleicht ist es bei dir ähnlich?
Ansonsten, falls es ein Schub ist, haben die anderen schon ganz richtig gesagt außer Kortison geben kann man nicht viel machen und langfristig muss dein Körper das so oder so selber heilen :crossed_fingers:

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Ich hab diese Symptome schon seit mind. 5 Jahren. Ich kann damit nur schwer leben.
Immer wenn ich diese Symptome habe, bilden sie sich ca. nach 3-4 Wochen zurück.
Ich wollte diesmal diese belastende Zeit nicht aushalten müssen und hatte gehofft, das mir in der MS-Ambulanz geholfen würde.

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Liegt es zeitlich im Zusammenhang mit einer der empfohlenen Impfungen?

Danke @Nalini

Das habe ich wirklich falsch geschrieben.
Hatte gestern massiv Fatique und habe ab 17.00 Uhr gestern geschlafen.

Also noch mal
„Kortison ist meiner Meinung nach nicht existenziell bei den Langzeitfolgen eines Schubes“
Und wie du auch schon geschrieben hattest:
Die B Note mit Ernährung und gesunder Lebensführung ist nicht zu vernachlässigen

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Erst einmal: Du bist nicht dumm. Die Unterscheidung Schub oder nicht Schub ist nicht einfach. Leider kann die MS viele sekundäre Symptome hervorrufen, die zB. durch eine schlechte Haltung hervorgerufen werden. Bei mir kribbelt zB. die Hand, wenn ich Verspannungen in der Schulter habe. Rückenprobleme rufen bei mir auch Kribbeln in den Beinen hervor oder gar Schmerzen/verspannte Muskeln in den Beinen.

Was auch immer du machst - lege deinen Fokus auf das Training und suche dir einen richtig guten Physiotherapeuten. Du wirst mit der Zeit lernen auf deine Körpersignale einzugehen. Mache dich nicht verrückt - du hast eine Diagnose und das ist super! Alles andere kommt dann noch. Es braucht Zeit, aber mache nicht den Fehler “overthinking” zu betreiben. Dir wird es bald wieder besser gehen und manchmal auch wieder schlechter, das ist ok. Viele Symptome können auch von Stress und Angst kommen, das ist Gift bei MS.

Entspannung, entspannung, entspannung ist nun das oberste Gebot bei dir. Gönne dir etwas Gutes. Du hast Lust einen Käsekuchen zu essen? Mache es. Du willst den ganzen Tag im Schlafanzug rumgammeln und ein Buch lesen? Mache es. Du wolltest immer mal Oliven in Spanien pflücken? Mache es. Du hast nun den Freifahrtsschein ein gutes Leben zu leben.

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Danke für deine Antwort.

Mittlerweile habe ich die Ergebnisse meiner letzten Biopsie. Es gab einen Verdacht auf Psoriasis. Dieser hat sich jetzt leider bestätigt. Das bedeutet wahrscheinlich auch kein Kesimpta. Das wirft meinen Impf-/Medikamentenplan etwas über den Haufen. :sleepy:
Ich finds als medizinischer Laie generell so schwierig ein passendes Medikament zu finden. Mein Neurologe meinte, wir probieren und dann warten wir die Immunantowrt ab… Juchei. Niemand weiß vorher, wie mein Körper reagiert.

Ich habe schon einen Termin für eine Physiotherapie. Bin schon so gespannt aufs Training.

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Toll gesagt, @FujurFujur

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Ach Mist, viel zu früh für weitere Immunerkrankungen…
Vor allem kann, je nachdem, welche Art der Schuppenflechte, diese auch auf die Gelenke gehen…
Und wie Medikamente wirken ist auch bei jedem anders, leider muss man da manchmal rumprobieren…

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@Briga Genau das meinte mein Neurologe auch. Wir probieren dann vielleicht zuerst trotz Psoriasis Kesimpta… und dann schauen wir. Ist immer eine Einzelfallentscheidung. Wenn denn dann mal die Damen und Herren Ärzte der unterschiedliche Disziplinen miteinander sprechen würden. Ich sehs ja noch nicht. Habe null komma null Lust auf Rumprobieren. Aber anders gehts wohl nicht. :grimacing:

Nur kurz zur Info: Tecfidera (Dimethylfumarat) wird gegen Psoriasis und MS eingesetzt.

Fun Fact: Erfunden oder besser “gefunden” Mitte des 20 Jahrhunderts von einem Apotheker & Chemiker, die selbst an Psoriasis litten. Bis man diesen beiden geglaubt hat, dass es ihnen hilft, ging noch lange Zeit & Studien ins Land :upside_down_face::slightly_smiling_face:

Gegen Psoriasis Arthritis (eine im Grunde andere Krankheit) wird auch Teriflunomid/Leflunomid (=Aubagio) angewendet.
Kesimpta könnte da aber auch helfen weil bei dieser Erkrankung auch Rituximab manchmal eingesetzt wird.

Just so you know :wink: Vielleicht hilft dir ja.

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Viele MSler finden nicht auf Anhieb “ihr” Medikament, ohne zusätzliche Erkrankungen…

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