Über 80 neue Beiträge? Echt jetzt? :exploding_head:

Also eigentlich ging es mir mehr darum, das mir der Startbeitrag von @dieGluckliche so vorkam, als hätte Sie das Gefühl, sich für das Abbrechen ihrer Therapie rechtfertigen zu müssen.

Daher wollte ich ihr sagen das sie sich da keine Vorwürfe machen braucht. Es gibt auch noch andere, die sich bewußt gegen eine Therapie entscheiden (zumindest vorläufig) und von uns hat sich diese Entscheidung keiner leicht gemacht. Niemand von uns weiß doch am Ende, ob er mit seiner Entscheidung für/gegen die eine oder andere (oder auch alle) Behandlungen auf’s richtige oder falsche Pferd gesetzt hat.
Klar, wem es unter einer Therapie relativ gut geht, wird zufriedener sein, als der, dem es dabei schlecht geht, aber auch dann weiß doch eigentlich keiner ob es ganz ohne oder mit einer anderen nicht noch besser hätte sein können.

Wichtig ist doch nur, das wir am Ende mit der Entscheidung, die wir getroffen haben, leben können und nicht ständig damit hadern. Auch wenn man das Gefühl hat, das etwas anderes vielleicht besser gewesen wäre, so Lange man sich bewußt bleibt, das wir eigentlich alle nur raten können was am besten zu tun ist, und dabei mit einkalkulieren das es dabei auch nicht ausbleiben wird mal falsch zu raten, ist alles in Ordnung. Die Ungwissheit wird dennoch ständig immer ein wenig in unseren Hinterköpfen nagen, das gehört wohl auch irgendwie mit dazu.
Am Ende muss man einfach mit den Schultern zucken und es als “Erfahrungen” abhaken.

Es hat mir nur etwas missfallen, das die Erstellerin eigentlich klar gesagt hat, das sie das so für sich entschieden hat und gar keine Diskussion über das Für und Wieder wünscht, und dann doch wieder einge um die Ecke kommen, die “gute” Ratschläge a la “Überleg’ dir’s nochmal gut, du brauchst doch irgendwas” und "Bei mir war das so toll hilfreich"anbringen müssen. Als ob sie sich das NICHt schon zig mal lang und breit überlegt hätte, das geht doch ganz klar aus dem Beitrag hervor, und als ob wir nicht alle wüßten, das es bei einigen besser als bei anderen hilft.

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Nach bestem Wissen und Gewissen sorgfältig abwägen, was für einen das Richtige sein könnte kann man aber auch nur, wenn man so viel Wissen wie möglich über die angebotenen Therapien sammelt.
Dazu gehören aber eben auch die Abhängigkeiten von Ärzten zu Pharmaunternehmen und deren Methoden zu Studien und Werbung.

Und bei deser Art der Patientenaufklärung hapert es mir mitunter etwas bei den heutigen Ärzten (zugegebenermaßen aber auch aus zeitlichen Gründen).
Das mein Neuro ständig versucht, mich möglichst schnell in irgendeine Basistherapie zu kriegen, ist halt einfach unübersehbar. Das war und ist das ständige Nummer 1 Thema, wichtiger als irgendeine Aufklärung darüber, was diese Diagnose für mein weiteres Leben eigentlich bedeutet oder die Tatsache, das es gar nicht mal so wenig Leute gibt, die ein Leben komplett ohne Basistherapie riskieren wollen, einfach nur mal zu erwähnen.
Das musste ich erstmal alles selber rausfinden, und das es ihm nicht so wirklich geschmeckt hat, als ich mich erstmal für das Zweite entschieden habe, hat man ihm schon deutlich angesehen.
Ob das nun wegen irgendwelcher finanziellen Vorteile ist, oder ob er tatsächlich so absolut von diesen Produkten überzeugt ist, lasse ich dabei durchaus mal dahin gestellt.

Das es keinerlei Verständnis für eine Lebensweise, die es erst mal mit der Alternative “Höheres Risiko, aber dafür habe ich länger meine Ruhe” versuchen möchte, ist eine Tatsache, ebenso das Nebenwirkungen und Bedenken bei der Medikation (fettige Dauerdurchfälle unter Aubagio, Juckender Ausschlag der nicht weg zu bekommen war und rasende Kopfschmerzen unter Copaxone, dadurch ein unwohles Gefühl bei dem Gedanken an noch stäkere Medis)) ständig mit der Argumentation “Da kann sich der Körper ja vielleicht noch dran gewöhnen” vom Tisch gewischt werden (bei wem war das eigentlich jemals schon so?).
Ebenso, das ich mir ständig so vorkomme, als würde ich für ein Dummchen gehalten, das nicht weiß was gut für es ist und man daher bei der Behandlung bevormunden müsste und das alles, was in den Papieren der Pharmafirmen an Positiven Wirkungen steht, für das Nonplusultra gehalten wird, was man ständig über den grünen Klee loben muss, auch wenn die doch eigentlich alle ganz genau wissen das das nicht auf jeden Patienten zutreffen muss, während schlechte Nebenwirkungen am Besten gar nicht genannt werden (Mir wurde sogar schon Nahe gelegt den Beipackzettel gar nicht zu lesen, um mich nicht unnötig zu ängstigen. Entschuldigung, aber ich bin durchaus in der Lage häufig von selten und lebensgefährlich von harmlos zu unterscheiden).

Meinen weiteren Weg habe ich mir mittlerweile reiflich überlegt und ihm wiederholt erklärt:
Erst will ich, das der Atlaswirblel gerichtet wird (ist mittlerweile geschehen und hat die Nackenschmerzen deutlich reduziert), dann will ich, das die, mittlerweile sehr stark gewordenen Hüftschmerzen mit Taubheitsgefühlen, orthopädisch abgeklärt werden (könnte ja theoretisch noch irgendwas mechanisch auf die Nerven drücken, da habe ich noch ein MRT Mitte Mai, dauert halt nur wieder leider sehr Lange, aber das ist ja nicht meine Schuld), sollte da nichts wesentliches gefunden werden, ziehe ich Muskelrelaxantien und etwas gegen die im Sommer todsicher wieder kommenden Restless Legs Symptome in Betracht, DANN erst werde ich eine Beratung in der MS-Ambulanz ins Auge fassen (denn was ich soll ich da, wenn ich nocht nicht alle Ergebnisse von Voruntersuchungen,Wirksamkeit von Medis etc. weiß?) und wenn das alles nichts Gescheites hervorbringen sollte, DANN ist eine weitere Therapie dran, die eventuell sogar Kesimptra heißen wird (aber auch dann mit den Vorimpfungen, die MIR sinnvoll erscheinen). Wenn das auch nichts ist, eventuell auch noch weitere und ganz am Schluss können wir auch noch versuchen zu ekalieren. Aber bitte alles mit Erhol-Pausen dazwischen.

Ich habe da, wie gesagt überhaupt gar nichts gegen einen Versuch einzuwenden. Aber erst, wenn alles andere erledigt ist. Ich bin es einfach Leid, immer alles gleich und sofort und möglichste noch alles auf Einmal machen zu sollen.
Es war bis jetzt nicht so rasend fortschreitend, das ein Jahr mehr das Kraut fett machen würde, es wird auch noch ein wenig länger aushalten. Punkt.
Denn was mir noch sehr missfällt ist es, das die Ärzte heutzutage darauf getrimmt zu sein scheinen, dem Patienten ein möglichst grausiges Bild seiner fortschreitenden Krankheit zu zeichnen, damit der Pharma-Rubel rollen möge ,statt sie mental aufzubauen und in ihrem gewählten Weg zu begleiten und zu unterstützen (gilt nicht nur für den Neuro. Auch bei anderen Ärzten muss ich mir mittlerweile eine Litanei an Vorsorgeunteruschungen anhören, die man ins Auge fassen könnte, man könnte ja, ganz versteckt, an irgendetwas absolut bösartigem leiden. Sei es nun der Gebärmutterhals-Krebs bei der Gynäkologin oder der Check 35 samt kostenpflichtigem Vitaminspiegel bei der Hausärztin. Ich mag mir gar nicht ausmalen was diese Horrorgeschichten bei älteren Personen mit labiler Psyche anrichten können. Und für die wirklich Kranken ist, oh Wunder, dann gar kein zeitnaher Termin mehr frei. Die können dann ja einfach gleich in die Notaufnahme).

Ein gutes Beispiel für das Problem, das ich mit Ärzten habe, ist der letzte Termin beim jährlichen Kopf-MRT:
Der zuständige Arzt in der Radiologie hatte eine winzige, neue Läsion entdeckt und mir erklärt, das ich das jetzt aber, um Gottes willen, bitte nicht überbewerten sollte, da diese eventuell auch schon vorher dagewesen sein könnte und nur übersehen wurde, da die Blder ja auch nicht immer 100% vergleichbar sind. Man hat hat ihm dabei angemerkt, das er mir das in einem sehr beruhigenden Ton beibringen wollte, damit ich auch ja nicht übereagiere.
Genau so habe ich es dann dem Neuro weiter gesagt und der HAT natütlich völlig überreagiert, die ganze Kesimptra- MS-Abulanz-sonstige Medikamente-Diskussion wieder lang und breit hervorgekramt und ich bin am Ende eilig aus der Praxis gelaufen, weil ich seinen bedauernden Blick in meinem Nacken, der ungefähr so aussah als würde ich gerade, sehenden Auges aber geistig verwirrt, in ein Minenfeld rennen, nicht mehr weiter ertragen konnte.
ICH bin nicht die, die ob der Diagnose ständig hysterisch zu werden scheint, noch muss man mich deswegen in Watte packen. Die Ärzte sind so.

Und wer sich jetzt denkt: Na da habe ich eventuell nur einen echt schlechten Neuro erwischt, den ich lieber wechseln sollte: Kann vielleicht sein, aber er ist deutlich näher als alle anderen und ich bin nicht mobil, noch gut zu Fuß für lange Bahnfahrten, noch sonderlich vermögend für lange Taxifahrten, ihr wißt ja, ich habe da so eine tückische Krankheit…
Ich könnte es zwar trotzdem mal mit einem Wechsel versuchen, aber mein jetziger Neuro nimmt schon jetzt gar keine Neupatienten mehr an, der Neue wird sicher auch ewig brauchen, bis ein Termin frei ist und am Ende kann es sein, das ich mir das dann nicht mehr überlegen und wieder zurück gehen kannn…

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Den Neuro zu wechseln, kannst du dir sparen. Alle miteinander sind sie mäßig begabte Verkäufer*innen in weißen Kitteln… E-kel-haft.

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:joy: :+1:

@shitman Made my Day

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Du machst hier unlautere Werbung.

Kommt da noch ein Smiley, oder meinst du das ernst? :wink:

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Ich schwöre, ich bin’s nicht, die das überteuerte Zeug kauft.

Ich kann aber Dr. Oetker Vitalis Knuspermüsli Nougat-Schoko empfehlen. Mit ganz vielen, richtig großen Nougatschokolade-Brocken drin. :yum:

(Nur um diese unsägliche, extrem einseitige, unlautere Werbung ein wenig auszugleichen :innocent:)

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Hast du dich über den Nährwert und die Nebenwirkungen von Nougatschokobrocken informiert?

Ich setze auf Köllnflocken, seit über 200 Jahren erprobt und gründlich erforscht und nicht auf ein nachgemachtes Zeugs.
Nougat oder Schoko im Müsli mag ich nicht. Wenn ich Nougatschokobrocken will, kaufe ich Schokolade, aber nicht vor Ostern.

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Auch das lecker, lecker, lecker von Seitenbacher wird als lästig empfunden, der Umsatz ist aber da.
Das alleine zählt.

Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie Ihren Arzt oder die ApothekerIn
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Kennst du übrigens die publizierte Geschichte von Seitenbacher?
Entgegen aller Widerstände der Ignoranten, die keine Vollkornspätzle wollten, immer nur auf das Wohl und die gesunde Ernährung ihrer Mitmenschen bedacht. Da stehen sie den Pharmafirmen in nichts nach.
Der Gründer hat deshalb sogar auf seine Karriere als Rockmusiker verzichtet.

Unsere Geschichte | seitenbacher.de Unsere Geschichte | seitenbacher.de

Dann guckt mal, was die Forscher in diversen Fertigmüslis alles gefunden haben. :smile:

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Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie Ihren Arzt oder die ApothekerIn :wink:

Ja. Aber bestimmt nicht auf der vollmundigen Werbeseite des Herstellers.
Und ich weiß auch, das mir diese super-gesunden Vollkornprodukte, bei meinem empfindlichem Magen samt Reizdarm, ständig den Bauch aufblähen. Ich habe mich entschlossen, dem Weg: “Was ich gut vertrage, das kann nicht vollkommen verkehrt sein” zu folgen, statt mich mit ewig langen Ernährungstabellen zu stressen. Zigaretten und radioaktive Strahlung galten auch mal als gesund.

Was Nougatschokobrocken für gravierende Nebenwirkungen haben, würde mich dann aber doch mal interessieren. Merkwürdigerweise ist da nämlich gar keine Packungsbeilage mit dabei gewesen. :roll_eyes:

“Solange Kakao an Bäumen wächst, zählt Schokolade für mich zum Obst”

(PS: Das war jetzt Satire, oder? )

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Daddlerin, in diesem Punkt hast du glaube ich recht. Das erinnert mich nämlich an einen Lehrsatz aus der TCM, der besagt (sinngemäß, mit meinen eigenen Worten wiedergegeben): Man wird nicht genährt durch das, was man isst, sondern durch das, was man verdaut (bzw. richtig verdauen kann).

Interpretiere ich so: Man kann noch so viel als gesund geltende Nahrung zu sich nehmen. Aber das nutzt nichts, wenn der Körper es nicht richtig verdauen kann. Deswegen individuelle Verträglichkeiten immer beachten.

:sweat_smile: :joy:

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Hab’ mich jetzt mal informiert und das hier gefunden:

§ 4 - Arzneimittelgesetz (AMG)

(13) 1Nebenwirkungen sind schädliche und unbeabsichtigte Reaktionen auf das Arzneimittel. 2Schwerwiegende Nebenwirkungen sind Nebenwirkungen, die tödlich oder lebensbedrohend sind, eine stationäre Behandlung oder Verlängerung einer stationären Behandlung erforderlich machen, zu bleibender oder schwerwiegender Behinderung, Invalidität, kongenitalen Anomalien oder Geburtsfehlern führen. 3Unerwartete Nebenwirkungen sind Nebenwirkungen, deren Art, Ausmaß oder Ergebnis von der Fachinformation des Arzneimittels abweichen.

Sind diese “gravierenden” Nebenwirkungen jetzt identisch mit dieser Defintion der Schwerwiegenden Nebenwirkungen? Wenn ja, wundert es mich wirklich, das es zu diesen schwer gefährlichen Nougatschokobrocken noch keinen Rote Hand Brief gab. (Ganz im Gegensatz zu, sagen wir beispielsweise mal Comirnatry. Wer da wohl am Ende gesünder lebt? :thinking:)
Oder sind sie am Ende eventuell doch nicht ganz so schlimm? :sweat_smile:

Oder anders ausgedrückt; Ab und zu einfach mal den Ball flach halten. :stuck_out_tongue_winking_eye:

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