Zumindest Ich wollte damit zum Ausdruck bringen, dass Hersteller inzwischen andere Wege gehen, um Patienten zu erreichen und zu beeinflussen da der Weg über verschreibende Neurologen mittlerweile zu stark kontrolliert wird und ineffektiv geworden ist. So ein Thema ist aber eine separate Diskussion.
Ja, klar gibt es Beziehungsförderung.
Und, was willst du damit in Bezug auf von Ärzten (mit der richtigen Kugelschreiberfarbe) empfohlene Medikamente sagen?
Du musst mir nichts erzählen.
Mein Patenkind ist Pharmareferentin. Ich wollte diesen Job nicht machen, aber sie kann damit Familie und Berufstätigkeit vereinbaren.
Ich verstehe deine Frage nicht. Bisher hatte ich dich als gebildet und lebenserfahren erlebt.
Wenn ich zu dem Kunden eine wohlwollende Beziehung hab, ist die Wahrscheinlichkeit dass er die Medikamente meines Konzerns verschreibt deutlich größer, n’est-ce pas?
dazu muss man sich nur mal die Basis für die Grafik 2 im dem Artikel anschauen…
Patienten von einem MS Zentrum in Frankreich (=Zentrumsstatisik) Diagnose von1947 bis 2004…
Die Daten wurden ab 1976 dokumentiert, ältere Daten aus der Dokumentation in die Erhebung “nachgetragen”.
Es galten die Diagnosekriterien von 1983.
Es wurde auch die PPMS Fälle mit in die Statisik aufgenommen.
Die Datenerhebung endete 2010 und umfasste 2290 Fälle.
Anzumerken ist, das Betaferon erst 1993 in den USA zugelassen war und zwei Jahre später auch in Deutschland verfügbar war, Frankreich, weiß ich nicht ab wann die Krankenkasse es dort bezahlt hat. Davor gab es Kortison und ggf noch Azathioprin und Mitox.
Die erste moderen MS Therapie kam 2006 mit Tysabri.
Und mit dem wissen kann man sich die schöne Grafik nochmal anschauen und überlegen, was am daraus wirklich ableiten kann…
Sorry, ich bin davon ausgegangen, daß jeder Lesen kann, aber scheinbar scheint das nicht der Fall zu sein, denn allein der Artikel des Ärzteblatt bestätigt die Praktik, die ich vorher erwähnt hatte, wobei du doch der Meinung warst das seien Verschwörungstheorien der frühen 2000er, dem ist nämlich nicht so und es ist auch weiterhin Gang und Gäbe, wie auch schon an dem Beispiel Zinbryta beschrieben.
Einfach mal die Realität akzeptieren und die rosarote Brille gegenüber den Halbgöttern in weiß abnehmen.
Wer glaubt das bei Ärzten und Medikamenten immer Alles mit rechten Dingen zugeht, glaubt auch an den Weihnachtsmann, und dass die Polizisten immer “Die Guten” sind…
Lucy, meine Bemerkung bezog sich wirklich nur auf deinen netten Obst-Vergleich. Auch die tollste Statistik macht aus einem Apfel rein biologisch kein Steinobst. Und mir fiel dabei prompt eine Doku ein, in der Erwachsene die Pflanzen zu verschiedenen Früchten zeichnen sollten und eine kreative Frau einen Kartoffelbaum malte.
Ellenlange Statistiken und Herleitungen schau ich mir kaum mehr an. Das überlass ich gern anderen, deren Prioritäten darauf ausgerichtet sind und die da besser drin sind.
Danke, daß du dir die Mühe gemacht hast, in vollständigen Sätzen einen Versuch zu machen, den Zusammenhang zwischen den von dir verlinkten Artikeln und deiner Aussage weiter oben zu geben.
Ich bin jetzt leider noch verwirrter als vorher.
Über welche “Praktik” geschrebst du? Beobachtungsstudien? Ist deine Argumentation, daß die fortwährende Durchführung von “Beobachtungsstudien” dein Beweis ist, daß “…Verschwörungstheorien der frühen 2000er,… korrekt waren?”
Dir ist auch klar, daß Beobachtungsstudien als Teil der Phase-VI Surveillance Forschung für Pharma Unternehmen gesetzlich vorgegeben sind?
Du hättest eigentlich den Beleg zum Zusammenhang zu bestimmten Medikamenten Empfehlungen geben sollen, der im Artikel aber nicht erwähnt wird. Oder sind alle außer dir “nicht in der Lage” die entsprechende Passage im Artikel “zu lesen”?
Und weshalb ist “Zinbryta” dein “Beleg” für Bestechung von Neurologen mit “Beobachtungsstudien”??
Vielleicht bin ich tatsächlich nur zu dumm zum lesen aber könntest du bitte mal in einfachen Hauptsätzen (Subjekt, Prädikat, Objekt) nochmal deine Behauptungen begründen und wie deine Verlinkungen diese irgendwie belegen sollen?
Mann oh Mann/ Frau,
Wir alle, auch Ärzte, sind Menschen, mit allen Stärken und Schwächen.
Ich kann niemanden ändern und will auch nicht geändert werden.
Und wir können jeder seine eigenen Überzeugungen haben. Hier sind viele fachkundige Köpfe, also ist es doch super verschiedene Sichtweisen zu hören.
Mein persönlicher gutfühl Fakt:
Ich mache alles, was mir gut tut und ich nehme zur Zeit (seit über 2,5 Jahren) Kesimpta, als mentale Absicherung.
P. S. die regionale Nähe zu Novartis in Nürnberg lässt eine aktive Anwendungsbeobachtung zu:wink:. Ein Freund arbeitet auch noch dort und nun ist mein Auto auch noch blau geworden.
Vielleicht bin ich ja schon eine Labormaus?
Auf jeden Fall übernimmt die Krankenkasse noch die Medi- Kosten und darüber freue ich mich.
Wer glaubt, daß in der Beziehung zwischen Medizinbereich und Pharma keine Gelder fließen und keinerlei Einflussnahme und Lobbyismus stattfindet, könnte vielleicht ein bisschen naiv sein