Moin,
hab das Forum durchsucht und nicht wirklich was gefunden dazu. Ich hab die MS Diagnose 2003 erhalten aber hatte schon Jahre davor Probleme . Ich habe dann Avonex über Jahre verwendet und die ersten depressiven Phasen gehabt. Da ich dafür avonex verantwortlich gemacht habe wurde es abgesetzt. Seit 2010 nehme ich gegen die MS keine Medikamente mehr aber MIrtrazapin um im Kopf klar zu kommen.
Leider hat sich mein emotionaler Zustand verschlechtert so das ich nach einer Psychotherapeutischen Sitzung, gestern, eine Überweisung für die Psychiatrie erhalten hab, bei der Diagnose schwere Depression.
So nu zu meiner Frage oder Fragen.

Wer nimmt auch Antidepressiva und wenn welche?
War oder ist jemand in psychischer Behandlung und hat tips?
Wie würden MSler ohne Antidepressiva Ihren seelischen Zustand beschreiben?

Ich kann zwar noch laufen usw. aber durch schwäche und vor allem schmerzen in den Beinen sitze ich eigentlich nur noch rum. Dies ist sicher auch ein Problem bei meinem Zustand. Ich mach nen bissel Sport in der Wohnung aber das reicht nicht wirklich um die Laune zu bessern. Alle hergebrachten Formen zur Bekämpfung der Depression kann ich nicht wirklich machen. Achso ich war auch so selbstzerstörerisch Unterwegs das ich keine Sozialen Kontakte mehr hab, alle vergrault.(nich schön)

Kennt irgendeiner Optionen um das Gemüt aufzuhellen vom Sofa aus?

So das solls erstmal gewesen sein und ich würde mich über Antworten, eventuell mit Lösungsansätzen freuen.
Bis dahin mfg John

Hallo John,
willkommen bei uns im Forum.
Hast du mal über eine Reha oder Komplextherapie nachgedacht und gehst du zur Physiotherapie? Liebe Grüße :sunny:

Hallo Johjo, ich weiß nicht, ob ich dir wirklich helfen kann, ich kann nur von mir reden:
Als ich Antidepressiva nahm, hatte ich noch keine MS, war aber auch wegen schweren Depressionen.
Ich weiß leider nicht mehr, wie es hieß, ich weiß nur, es war eins der stärksten auf dem Markt, ich durfte nur eine halbe nehmen. Bemerkte aber nach ca 3 Monaten, dass eine Abhängigkeit begann. Also habe ich es aus geschlichen.
Es hat mir aber geholfen, meine Therapie positiv zu beenden.
Jetzt mit MS brauche ich nichts, liegt auch an der früheren Therapie.
Die hat mich für mein Leben sehr gestärkt, ich nehme jeden Tag, wie er kommt, komme gut mit meinen Einschränkungen zurecht.

Ich hatte auch Dauerschmerzen in den Beinen, habe dagegen Medis, die sehr gut helfen, gegen Muskel- und auch Nervenschmerzen.

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Hallo Sonnenschein. EIne Kur hatte ich mal im Jahre 2007, meine Erfahrung damit war nicht so positiv, allerdings war das ne Kur die eigentlich dazu gedacht war mich wieder arbeitsfähig zu schreiben. Knapp nen halbes Jahr danach war ich dann in Rente. An eine Kur hab ich auch schon gedacht hab aber ein problem, das sich Hund nennt und 70kg wiegt. Die kosten für nen Unterbringung kann ich nicht tragen und er ist lieb, bedarf aber einer führenden Hand. (rigdebackmischling). Und nein Psychotherapie bisher nicht. Damit hab ich mich die letzten Tage erst beschäftigt, naja die Aussichten dort irgendwo unterzukommen sind wohl eher gering. Ich hoffe das ich dazu mehr infos in der Klinik bekomme.

OK, na dann werd ich wohl doch mal zum neurologen, wegen den Schmerzen. Beim letzten mal konnte die Dame in einer MS praxis die Gerätschaften für test nicht bedienen. Da war ich auch schon wegen den Schmerzen und danach auch wieder bedient. Hat angeblich nix mit der MS zu tun aber hab das so oft gelesen und gehört das wohl einige damit zu tun haben. War in den letzten 5 Jahren 2 mal dort und das einzige was wichtig war, ist das Bilder im MRT gemacht werden sollen. Naja da ich seit Jahren sicher das meiste falsch beurteile, muss ich mich damit jetzt wohl beschäftigen.

Bei mir ging die MS mit Schmerzen an…?
Zum einen einschiessende Schmerzen, die mich mal einknicken ließen, dann auch dauerhafte.
Schmerzen können auch Spastiken sein…

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Bei mir gings mit erblinden auf dem linken Auge an 1990. War interessant und am Ende sagten sie ich soll aufhören zu trinken und zu rauchen. Danach 13 Jahre als Simulant bezeichnet worden. Ich glaub aus der Zeit rührt auch meine Abneigung gegen Ärzte. War schon lustig was ich mir da alles anhören durfte.

Psychische Beschwerden kenn ich nur zu gut, weiß aber nicht, ob ich dir wirklich weiterhelfen kann.
Ich leide an einer Bipolaren Störung und habe somit lange Lithium (das wäre ja nichts für dich) in Kombination mit Venlafaxin genommen.
Venlafaxin, weil ich Typ 2 bin und daher bei mir die depressiven Episoden ausgeprägter sind. Mit dem Medikament bin ich gut zurecht gekommen und da könntest du deinen Arzt fragen, ob das was für dich wäre. Ist auch gut bei Angst- und Panikstörung :woman_shrugging:

(Aktuell nehme ich Quetiapin, da ich, als ich schwanger wurde, dass Lithium absetzen musste und da Quetiapin bei mir auch gut funktioniert, bin ich auch nach dem Abstillen dabei geblieben (aber vermutlich auch nichts für dich).

Zur Deeskalation von Autoaggression und Suizidgefahr oder bei so schwerer Depression, dass eine Selbstversorgung nicht mehr möglich ist, würde ich dir eine Unterbringung in einer Psychiatrie empfehlen.

Wenn du dich noch selbst versorgen kannst und schon offen für Therapieangebote wie Kunsttherapie, Entspannungstechniken, Bewegungsangeboten (Wassergymnastik, Nordic Walking etc) bist, wäre eine psychosomatische Reha vielleicht das Richtige.
Hier gibt es 4 Dr. Becker Kliniken in Deutschland bei denen du deinen Hund mitnehmen dürftest. Da könntest du dich bei Bedarf ja nochmal schlau machen :+1:

Generell ist eine Psychotherapie super, allerdings schwer einen Platz zu kriegen und die Suche kann frustrierend sein (nur was für starke Nerven :slightly_frowning_face:) .
Ich suche seit 1 Jahr, da meine Therapeutin gesundheitlich aufhören musste und ich habe noch offene bewilligte Stunden, was es eigentlich leichter machen sollte…
Viel Glück bei deinem weiteren Weg :four_leaf_clover:

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Depressionen, das hängt mit der Schwere der Erkrankung zusammen und evt. mit den Vorgängen im Gehirn. Ja, Schwäche und Schmerzen in den Beinen, kenne ich. Bist du schmerztechnisch gut versorgt? So was kann auch depressiv machen. Sonst gehst du am besten zu einem Schmerztherapeuten. Ich habe eine rezidivierende Depression. Besonders nach Schüben ist es schlimm.
Als AD nehme ich 50 mg Amitriptylin. Wenn du keine sozialen Kontakte mehr hast, wird es schwierig. Am besten ist, man hat so eine kleine Gruppe um sich, die einen einen nicht fallen lassen. Hast du noch Familie? Ja, Übungen mache ich auch, was ich kann. Ich kann dir nur empfehlen, rauszugehen in die Natur bzw. rauszurollen. Zudem schreibe ich Tagebuch. Höre Entspannungsprogramm.
Ich mache keine Psychotherapie. Für mich ist das einfach zu anstrengend.

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Danke und hund mitnehmen zur reha, da werd ich heut mal nach schauen. Termin in psych.Klinik hab ich seit gestern. Die entscheiden dann wohl wie es weiter geht, ambulant oder station. Ich würde natürlich ambulant favorisieren. Und bipolar hat mir nen Arzt um die 2010 an den Kopf geschmissen. Fiese Pillen bekommen ne zeit lang. Hab die dann aber auch abgesetzt, fand damals das das alles schlimmer gemacht hat. Die jetzige Situation entstand wohl vor drei Jahren, auf dem letzten Drücker 2 Stands bekommen. Das hat irgendwas im Kopf gemacht. Auch mit deinen Therapieangebote werd ich mich beschäftigen.

Hallo, Schmerz technisch hab ich mich immer selbst versorgt, bei Ärzten bin ich da nie weiter gekommen, sicher auch weil ich untersuchungen verweigert hab. Kein bock auf nadeln und strom in meinem Körper. Familie ja ne ältere Mutter der ich nur Kummer bereite. Natur hat auch nicht mehr geholfen, hab am Steinhuder Meer noch nen Campingplatz, naja die meisten dort schauen mich mittlerweile auch schräg an. Tagebuch, hmmm hab ich jetzt öfter schon gelesen das das helfen kann. Danke und behalt ich auch im HInterkopf.

Hallo johjo ,ich bin aktuell nicht in psychischer Behandlung erst vor kurzem diagnostiziert aber eine Sache weiss ich mit Bestimmtheit: sein Leben gerade wenn’s ein schweres ist alleine zu bestreiten macht alles schlimmer und schwerer, demzufolge wäre mein Rat auf jedenfall zu versuchen neue Kontakte zu knüpfen,ob du das im realen Leben in hobby oder selbsthilfegruppen machst oder online ist erstmal nicht sooo wichtig ,wichtig ist Menschen zu haben die dir wichtig sind und die dir das Gefühl geben das du jemanden wichtig bist ,meine Empfehlung ist also ganz klar : Versuche Menschen anzusprechen ,setz dich nicht unter Druck aber wenn du an der Haltestelle oder beim Gassi gehen jemand kennenlernst schlage doch vor sichmal zu treffen zum filmgucken , gemeinsam Gassi gehen oder was auch immer das Thema eurer Unterhaltung war gemeinsam zu tun ,ich finde in so einem Fall ehrlich zu sein und zu sagen :" ich habe aktuell nicht viele soziale Kontakte und fände es nett Freunde zu finden" ist emotional ehrlich und dürfte helfen die richtigen Menschen für deinen vorschlag zu öffnen,wünsche dir viel Glück dabei

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Na ja, wenn du so starke Schmerzen hast, dass du es nicht mehr aushältst, musst du zum Arzt…

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Hallo Tankboy, mein Problem mit menschen ist im Moment das ich alle für blöd halte, das ist sicher falsch. Dazu kommt halt, das mich jemand anschaut und ich teilweise ausflippe und 5 min später nicht mal weiss was ich wieder angestellt hab. Es ist wirklich erschreckend und die stunden und Tage nach diesen ausbrüchen sitz ich dann völlig fertig zu hause und versteh nicht warum. Und dann fängt es wieder von vorn an. Die Abstände werden natürlich kürzer. Ich war sicher nie ein einfacher mensch aber hatte früher ein riesigen Freundeskreis. Ich hoffe dass ich hier durch das schreiben ein Anfang finde das es besser wird. mfg

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Ja, das ist richtig. Bin nur so negativ das ich jetzt schon wieder denk was soll ich da, obwohl ich weis das ich hin muss. Ich werd morgen hinfahren zum neurologen und nach einem Termin fragen.

Okay , aber keine Menschen ist auch keine Lösung, zurnot Versuch doch erstmal Oberflächliche Kontakte zuzulassen und taste dich langsam Ran ,nebenbei eine Therapie oder ähnliches anzustreben kann sicher nicht schaden , und eventuell gibt’s ja auch von deinem ehemals grossen Freundeskreis noch Leute wo mehr wie verbrannte Erde übrig ist und wo man sanft anknüpfen kann oder zumindest die zerbrochenen Scherben aufkehren die man hinterlassen hat ,wie gesagt viel Glück für dich

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Ich bin schon länger erkrankt. Die Erkrankung hat eine Gehbehinderung “hinterlassen”, die sichtbar und einschränkend ist. Gewöhnlich leide ich nicht unter Depressionen. Vorübergehende und manchmal auch länger anhaltende depressive Verstimmungen nach Verschlechterungen kenne ich aber auch.

Folgendes wären meine Vorschläge, um das Gemüt aufzuhellen. Mir hilft das, zumindest einigermaßen bei Laune zu bleiben:

  • Licht, Tageslicht, die Wohnung verlassen und raus gehen. Wenn es zu Fuß oder mit Fahrrad nicht geht, einen Rollstuhl oder Scooter anschaffen. In der dunklen Jahreszeit wie jetzt ganz besonders wichtig. Das Licht draußen ist um ein enorm vielfaches positiv wirksam auf den menschlichen Organismus als das Licht in geschlossenen Räumen.

  • Johanniskrauttee wirkt mild stimmungsaufhellend. Hat mir schon manches Mal geholfen. Muss man einige Tage trinken, dann spürt man die Wirkung.

  • Dinge tun, die einem Spaß machen bzw. Freude bringen. Wenn du aktuell nichts dergleichen hast, dann gezielt danach suchen und ausprobieren.

  • Austausch mit positiven Menschen. Wenn du aktuell vor Ort keine Freunde und Bekannte hast, kann auch ein Austausch im Internet entlastend sein und Freude bringen. Zum Beispiel ein Austausch hier im Forum :wink:

  • Bewegungstraining mit schöner Musik (Gymnastik, Yoga, Tanzen usw.) Kann man auch in der Wohnung praktizieren.

Antidepressiva sind nicht so mein Ding. Ich nehme so wenig Medikamente wie möglich. Bei AD hätte ich Angst vor den Nebenwirkungen und vor nicht zu kontrollierender Persönlichkeitsveränderung.

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Hallo, raus komme ich zum Glück. Alleine der Hund zwingt mich 3 mal am Tag nach draußen. Wenn der nicht wäre würde das sicher anders aussehen, befürchte ich. Das mit dem Tee ist Interessant. Yoga hab ich jetzt auch schon oft gehört und werd mich damit mal beschäftigen. Ich hab vor 10 Jahren mal Tai Chi gemacht ohne dadurch ne Veränderung wahrzunehmen. Allerdings war mein körperlicher Zustand da noch besser.

Was ich ganz vergessen hab, ich hab heut nachmittag nen Termin bei einer Hypnose Therapeuten zum kennen lernen. Mal schauen was der so sagt.
mfg

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Hypnosetherapie finde ich sehr spannend und würde das auch gerne ausprobieren. Weiß aber im Moment keinen geeigneten Therapeuten. Wenn es dir nichts ausmacht, würde ich mich über einen Bericht freuen.

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Nee das stimmt schon so :grinning:

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