Ich denke, man muss hier unterscheiden zwischen den natürlichen, für den Körperbetrieb notwendigen Mengen, die der Körper selbst produziert, und den gezielt höheren Mengen künstlichen Kortisons, die in der Medizin zu Therapiezwecken eingesetzt werden. Ich sage ja nicht, daß letzteres niemals nie sein darf, aber man muss (wie immer) gut abwägen zwischen den Risiken und Chancen.
Ja richtig, und wie weiss man dass der Hormonspiegel passt, genau da würde ich ansetzen.
Eine Analyse wie beim Blut wird bei kranken Menschen sehr selten gemessen nur wenn bereits Defizite vorhanden sind, aber dann ist es meist zu spät, denke ich.
Wenn ich dich richtig verstehe, sprichst du gerade über eine andere Problematik. Bei der Hochdosistherapie im Schub interessieren die Hormonspiegel nicht. Mit den hohen Dosen soll einfach nur die Entzündung bekämpft werden. Oder habe ich dich falsch verstanden?
Ich habe erst eine Cortisonschubtheraphie hinter mir, und habe mir gar keine Gedanken darüber gemacht muss ich ehrlich sagen. Also gar nicht hinterfragt wie und ob es auch ohne geht. Der Arzt im Krankenhaus hat mich gefragt, wie arg mich diese halbseitige Gesichtstaubheit stört. Es war mein Diagnoseschub und es waren noch nicht alle Ergebnisse da von der Liquoruntersuchung. Da mich die Taubheit sehr gestört hat und sich bis in den Mundraum und Rachen ausgebreitet hatte, hab ich dann Cortison erhalten. Das war allerdings abulant mit 5 x1000mg als Infusion. Warum man dazu eine Magenschutztablette brkommen hat war mir aber irgendwie unbegreiflich und hab auch keine schlüssige Antwort bekommen
Dachte mir mein Magen wird ja nicht gereizt wenn dass durch die Blutbahn geht…
Der Schub war eine Woche nach Ende der Stoßtherapie abgeklungen und bis auf gelegentliche Empfindungsstörungen auf der Zunge und im Rachen ist nichts zurück geblieben. Wäre natürlich interessant gewesen wie es ohne Cortison gewesen wäre aber das erfahre ich natürlich nicht mehr…
Nebenwirkungen hatte ich zum Glück bis auf eine unruhige Nacht gar keine. Und das man Salz auch reduzieren sollte dabei, wusste ich gar nicht.
Es ist interessant mal die Gegenstimmen und Erfahrungen zu lesen. 
Ja, der Magenschoner wurde mir auch verschrieben, der ist wichtig bei so einer Therapie.
[Bezahlschranke]
Bevor man hier herumexperimentiert, sollte man seine Hormonwerte kennen, denke ich.
Ja, der Magenschutz ist wichtig, auch wenn das Kortison durch die Vene läuft!
Da ich mich nicht daran erinnern kann, ob ich mit dem Kortison einen Magenschutz genommen habe, habe ich nachgelesen:
Durch Kortison wird die Magensaftsekretion intensiviert, wodurch bei längerfristiger Kortison-Therapie, wie z.B. bei Rheuma, Magengeschwüre entstehen können. Deshalb der Magenschutz. Bei kurzfristiger Stoßtherapie ist er wohl nicht unbedingt notwendig.
Kortisontherapie Kortisontherapie
Es wurde festgestellte, dass sich durch längerfristige Einnahme von Magenschutz Medikamenten das Risiko für Osteoporose erhöht, was sowieso schon durch das Kortison der Fall ist.
Rheuma: Einnahme von Kortison plus Magenschutz kann Knochendichte verringern: Charité – Universitätsmedizin Berlin Rheuma: Einnahme von Kortison plus Magenschutz kann Knochendichte verringern: Charité – Universitätsmedizin Berlin
Als ich frisch diagnostiziert war und bei den ersten Schüben habe ich das auch noch nicht hinterfragt. Ist ja verständlich, als Neuling ist erst mal alles unbekannt und meistens ist man auch verunsichert. Das Informieren und eventuell Hinterfragen usw. kommt alles später.
Danke für das Video. Eigentlich ist Kortison im Moment nicht meine Baustelle. Da gibt es andere, die für mich gefühlt wichtiger sind. Ich tausche mich hier zwar zu dem Thema aus und teile meine Erfahrungen. Ansonsten bin ich froh, nun schon sehr lange keine Stoßtherapie gehabt zu haben. Und hoffe, daß das so bleibt. Ich glaube, ich habe meine Lebensdosis bereits erhalten 