Das ist ein Teil der Antwort im Anhang 1 weitere Fragen auf die Frage ‘Was passiert, wenn ich bei einem Schub kein Kortison nehme?’ (S. 24)
Ja, man muss nicht in Panik geraten, wahrscheinlich wird nichts schlimmes passieren.

In der Zusammenfassung S. 23 steht:
Es liegen nur wenige aussagekräftige Studien zur Wirksamkeit der Kortisontherapie im Schub vor. … Die Analyse deutet darauf hin …’

Ich würde mich nicht auf diese Broschüre von 2006 berufen um eine Aussage über die Wirksamkeit von Kortison belegen zu wollen.

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@tournesol Okay, wir können folgendes festhalten: Es bleibt uneindeutig und es gibt Interpretationsspielräume. So hat jeder für sich die Möglichkeit, selbst zu entscheiden. Und abzuwägen, ob die (nicht belegte) Hoffnung auf eine bessere und weitreichendere Abheilung die möglichen Nebenwirkungen rechtfertigt.

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ja @Nalini die KI hat aus der medizinischen pubmed eine zusammenfassende Recherche gezogen welche medizinisch ausgearbeitet wurde.
An den Haaren herbeigezogen wird die teilweise verständliche Darlegung nicht sein. Man muss ja auch nicht alles 1zu1 glauben, aber eine Cortison Vergabe in MS Zentren sind grösstenteils eine Bewährte Anwendung wenn das Nervenskelett in Mitleidenschaft zum Nachteil des MS oder Rheumapatienten, geworden ist. Ich vertraue schon den Medizin Profis die sehr viele Patienten bei akuten Beschwerden behandeln. Ein Zeichen ist es desweiterrn, dass Ärzte sehr vorsichtig bei der Verschreibung von Cortisonpräparaten sind.

Die medizinischen Leitlinien beinhalten immer noch bei Aktivität von MS Schüben die Vergabe von Cortisonpräparaten, das es leider in der Akutphase des Ausbruchs keine schnelle Alternative gibt.

Viel gesicherter scheinen die Erkenntnisse zu Kortison 18 Jahre später nicht zu sein. Im MS Qualitätshandbuch des Kompetenznetz Multiple Sklerose heißt es zur Schubtherapie, im Ton eher pro Kortison:

Glukokortikosteroide (GKS) werden in der MS-Therapie zur Behandlung akuter Schübe eingesetzt.

Idealerweise sollte eine Schubtherapie eine möglichst komplette Rückbildung des entstandenen neurologischen Defizits bewirken und damit die langfristige Prognose der Erkrankung hinsichtlich des bleibenden neurologischen Defizits positiv beeinflussen. In der Therapie des akuten MS-Schubs sind hochdosierte Glukokortikosteroide als Pulstherapie allgemein anerkanntes Mittel der ersten Wahl. GKS führen zu einer schnelleren Symptomrückbildung. Eine Wirkung auf die generelle Schubrate, Erkrankungsaktivität und langfristige Prognose der Erkrankung ist dagegen nicht sicher belegt.
Schubtherapie - MS-Qualitätshandbuch | MS-Qualitätshandbuch

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Eine weiter wichtige erwiesene Beobachtung ist dass bei einer schwangeren Frau die Schubrate bis zu 70% abnimmt.
Während der Schwangerschaft steigen Hormone wie:

Östrogen
Progesteron
Cortisol
stark an. Diese wirken teilweise entzündungshemmend und können das Nervensystem schützen.

Und wieder ist das körpereigene Cortisol zu finden.
So schlecht kann es ja nicht sein, leider verträgt es nicht jeder gleich.
Angeblich wird das Immunsystem durch diese steigende Kombination erzogen den Fotus in Ruhe zu lassen und ihn nicht abzustossen.
Nach der Schwangerschaft kehrt das Immunsystem zu seinen Ursprungszustand zurück.

Die Beobachtung, dass Schwangerschaften MS-Schübe reduzieren können, hat übrigens auch die Forschung zu neuen Therapieansätzen beeinflusst — insbesondere zu hormonellen und immunmodulierenden Behandlungen

Mir ging es darum, daß du uns einfach eine Info gibst, woher dein Text kommt und was deine Intention war, damit wir als Leser das besser einordnen können. So eine Info wie diese

wäre toll gewesen. Dann hätte man gleich gewusst, worum es geht und wer das verfasst hat.

Naja, ein klein wenig Distanz lese ich schon in der Formulierung in den aktuellen Leitlinien. Dort heißt es:

Die Behandlung von MS-Schüben mit Methylprednisolon gilt als etablierter Therapiestandard, auch wenn hierfür nur wenige aussagekräftige Studien vorliegen.

Man kann das so und so interpretieren. Ich als Skeptiker der Hochdosisstoßtherapie lese ein wenig Distanz. Bei allem muss man ja auch die Nebenwirkungen einrechnen, die beträchtlich sein können.

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Und nun sind wir wieder an dem Punkt, an dem wir schon waren: Schnellere Rückbildung, aber Einfluss auf langfristige Prognose nicht sicher belegt. Uns allen ist wahrscheinlich eine möglichst weitreichende und möglichst vollständige Rückbildung am wichtigsten. Daß Kortison dazu beiträgt, bleibt nicht sicher belegt.

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Ich selbst habe die letzten 12 Monate bei 2 Schüben eine Kortisonstosstherapie erhalten, ich würde es auch wieder machen, aber kann es natürlich keinen empfehlen.

Sind wir uns darin nicht auch schon einig gewesen: Jeder darf das für sich entscheiden und Nutzen und Risiko für sich abwägen.

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Klaro, es müssen immer beide Optionen offen bleiben da jeder Körper verschieden reagiert.

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Weshalb so lange warten und leiden eine einmalige Cortisontherapie ist meiner Erfahrung nach absolut nichts schlimmes Das Cortison wird im Körper nach einigen Tagen und Wochen wieder resorbiert.
Man sollte die Tage etwas weniger süsses essen, und auf Gute Ernährung achten. Den Calciumspiegel etwas hochfahren wäre ebenso so zu beachten.

…und auf Salz idealiter komplett verzichten (natürlich nur eine Zeitlang)!

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Kalium. Bananen, (getrocknete) Aprikosen, Hülsenfrüchte, Kartoffeln … (Evtl. den Blutzucker kontrollieren).

Vor allem sollte man, wenn man sich für Kortison entscheidet, es möglichst schnell nach Schubbeginn bekommen. Erst Mal abwarten und irgendwann später vielleicht Kortison, bringt wahrscheinlich nichts mehr.

Ich würde, Kortison ja oder nein, nach der Schwere des Schubs entscheiden.
Bei meinem letzten schwereren Schub, war ich skeptisch, weil Kortison beim Mal vorher gefühlt überhaupt nichts gebracht hat. Meine Neurologin sagte, etwas anderes könne sie mir nicht anbieten, also habe ich es probiert.
Schon als ich nach der 1. Infusion aus der Neuropraxis gekommen bin, konnte ich fühlbar und für andere sichtbar besser gehen.

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Nach den neuen Leitlinien scheint das nicht so zu sein. Dort heißt es im Kapitel “Therapie mit Glukokortikosteroiden”:

Der Abstand (weniger oder mehr als zwei Wochen) zwischen Schubbeginn und Randomisierung* war nicht prädiktiv für das Ansprechen.

*Randomisierung heißt wohl hier Therapiebeginn mit Kortison.

Ich möchte nicht rechthaberisch erscheinen, indem ich dir dauernd widerspreche, aber ich denke weiterhin, dass es sinnvoll ist, wenn man sich für Kortison entscheidet, möglichst bald nach Schubbeginn damit zu beginnen. Das entspricht meiner Erfahrung und von einigen, die hier im Forum davon berichten.
Aus der aktuellen Ausgabe der Leitlinien dazu:

"Empfehlung B2 (Konsens): Eine GKS-Therapie sollte möglichst bald nach Beginn
der klinischen Symptomatik mit Methylprednisolon in einer Dosis von 500–1.000
mg/Tag über 3–5 Tage begonnen werden.
Geprüft 2025 " (S. 36)

030050_Living_Guideline_MS_V9_2026_1777557729023.pdf.

Ich habe keine Probleme mit Widerspruch, wenn er berechtigt ist. Deiner ist berechtigt.

Seltsam, widersprechen sie sich in der Leitlinie nicht selbst? Einerseits soll es “möglichst bald” gegeben werden, andererseits ist der Abstand (mehr oder weniger als zwei Wochen) nicht prädiktiv für das Ansprechen.

Oder ist es so zu interpretieren, daß zwei Wochen oder etwas mehr als zwei Wochen nach Schubbeginn noch im Rahmen sind, bei dem man es versuchen kann? Und ein Beginn wesentlich mehr als zwei Wochen später nicht mehr empfohlen werden kann? Oder bedeutet es, daß ein gewisser Ermessensspielraum gegeben ist, um in bestimmten Situationen individuell zu entscheiden?

Hier nochmal im Detail wie es etwas ausgeprägter in den dmsg Leitlinien steht. Und auch eine Plasmapherese notwendig werden kann.
Auszug aus den Leitlinien:

Über die Erfolgsquote der Plasmapherese gibt es unterschiedliche Angaben. Die Angaben schwanken zwischen mehr als 40% (Mayo Clinic, USA mit bis zu 3 Monaten Intervall) und 70% (MS-Zentren Göttingen und Bochum). Nicht jeder MS-Patient spricht auf die Plasmapherese an.

https://www.dmsg.de/multiple-sklerose/ms-behandeln/therapiesaeulen/schubtherapie?utm_source=chatgpt.com

Ich kann nur schreiben bei mir kam die Cortiontherapie, sechs Monate Arztmarathon, zu spät. Habe zweimal Cortiontherapie bekommen, anfangs wurde es besser, einige Wochen später kamen 90% der vielen Einschränkungen zurück und sind geblieben, seit 2 Jahren alles unverändert.
Die Cortisonbehandlung zur Diagnose habe ich gut vertragen, im letzten Jahr bei der SNE gar nicht. Mir ging es schlecht, auch das gehen deutlich schlechter und vieles mehr. Die SNE beidseitig ging nicht gleich weg, hat gedauert. Heute bin ich davon überzeugt die SNE wäre auch von alleine zurück gegangen. Ich würde es von der schwere des Schubs abhängig machen. Liebe Grüße

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Dein Zitat bezieht sich auf das Ergebnis von 6 Studien mit insgesamt 377 Teilnehmern, die 1961 bis 1998 durchgeführt wurden. Danach lässt sich kein Unterschied erkennen, ob die Behandlung mit Kortison mehr oder weniger als 2 Wochen nach Schubbeginn erfolgt. 2 Monate (von mir jetzt willkürlich) oder mehr danach kann trotzdem ungünstig sein.
Es scheint allgemein zu wenig Studien und gesicherte Daten über die Wirkung von Kortison bei MS zu geben.

Aus den Leitlinien S. 35:

"Kürzlich erfolgte im MSBase Register eine Analyse von multizentrischen Daten, die auf
einen schwachen positiven Effekt einer hochdosierten Steroidtherapie gegenüber keiner
Therapie auf die langfristige residuelle Beeinträchtigung hindeutet (Roberts et al. 2025). "