Laut Neurologe Dr. Wolfgang Weihe, der einen Fokus auf psychosomatische Aspekte der MS hat/hatte, können ernste und belastende Familienstreitigkeiten ein Trigger der MS sein. Für mich ist das absolut plausibel. Deswegen kann, darf, muss sowas auch Thema in einem MS-Forum sein. Meiner bescheidenen Meinung nach…
Der Stressfaktor, sei es in den verschiedenen Lebensabschnitten, Beziehung, Arbeit, Geld, Überforderung, könnte vieles im Gehirn auslösen.
Das hiesse die Frauen sind 3 bis 4 x emotionaler betroffen als Männer.
Nicht unbedingt. Ärger und Stress ist ja nicht das einzige, das uns krank machen und zum Beispiel eine MS antreiben kann. Es gibt weitere Einflussfaktoren, die eine MS mutmaßlich triggern. Und die wahre Ursache der MS bzw. ihrer einzelnen Ausprägungen (schubförmig, progredient) ist bekanntlich noch nicht definitiv geklärt.
Wenn Stress allein einen Schub auslöst, müsste ich jeden Monat einen Schub haben. Ich arbeite 50-60 Stunden in der Woche, Teilzeitpflege und on topp Eltern die meine Hilfe brauchen. Dennoch bin ich so gut wie schubfrei.
Ich lehne mich mal auf dem Fenster und würde sagen, dass Stillstand gefährlicher ist. Man kennt es ja, im Urlaub wird man schneller und häufiger krank als wenn man arbeitet/beschäftigt ist. Seit ich meine Diagnose habe, arbeite ich wie ein Pferd und es ging mir nie besser. Wichtig ist natürlich die Basis: eine (halbwegs) gute Ernaehrung, Sport und guter Schlaf. Ora et labora.
Nur für die Perspektive:
Ich hatte nur und ausschließlich Schübe als ich gearbeitet habe.
Danach nix mehr.
@FujurFujur Das Thema Stress und Psyche muss immer individuell betrachtet werden. Man muss sich den einzelnen Fall anschauen. Die Toleranzschwellen, was der oder die Einzelne als Stress empfindet, sind sehr unterschiedlich. Wichtig ist dabei auch die Frage, ob und wie Stress individuell gefühlt und empfunden wird. Außerdem sind die Grenzen unterschiedlich, was die verschiedenen Menschen in der Lage sind “wegzustecken”. Der eine ist da robuster, der nächste weniger.
Daß Stress und Ärger krank machen, gehört heute zum Allgemeinwissen und ist in jedem Apothekenblättchen zu lesen. Daß das Thema auch bei MS von Bedeutung ist und inzwischen allgemein anerkannt, zeigt die Aufnahme des Themas in der neuesten Version der Leitlinien der DGN zu MS und NMO. Dem Thema Psyche und Stress ist dort ein eigenes Kapitel gewidmet.
Außerdem kenne ich unendlich viele Erfahrungsberichte zu diesem Thema aus Foren oder Blogartikeln. Handelt es sich dabei um allesamt Verirrte, die da etwas völlig fehlinterpretieren?
Meiner Meinung nach eine falsche Interpretation. Dieses Phänomen kann auch anders gedeutet werden: Der Körper stellt in stressigen Phasen Reserven bereit, um die Anforderungen bewältigen zu können. Dabei helfen unter anderem auch Stoffe wie Kortisol und Adrenalin, um den Körper leistungsfähig zu halten. Wenn dann später eine Ruhephase kommt wie zum Beispiel ein Urlaub, fährt der Körper diese Leistungsreserven zurück, die Kompensation kann nicht mehr aufrecht erhalten werden, das Immunsystem fährt zurück und es kommt zu starker Erschöpfung oder sogar zu Krankheit.
Wenn dir das guttut, dann immer zu…
Ich beziehe das nur auf mich. Ich achte selbstverstaendlich auf Ruhepausen und Entspannung. Mir geht es einfach nur schlecht, wenn ich nichts zu tun habe.
Ich habe mir mal eine Auszeit genommen und bin nach zwei Monaten richtig depressiv geworden. Seit ich wieder arbeite, geht es mir viel besser. Bewegung ist bei MS wichtig - auch geistig. Aber das ist wohl sehr individuell. Jemand mit MS sollte sich aber nicht aus Vorsicht in Watte packen, das ist m.E. nicht gut.
Es gibt nicht den einen richtigen Weg… Glücklich der, der seinen gefunden hat 

Ach so, okay. Dann habe ich das ein Stück weit falsch verstanden.
Das verstehe ich. Ich bin auch jemand, der gerne zu tun hat. Verschiedene Aufgaben und Projekte zu haben macht mir nichts aus. Aber nicht unter Zeitdruck, den vertrage ich mit dieser Erkrankung nicht mehr. Wenn der Körper Erholung einfordert, muss ich dem nachgeben. Sonst hat das unangenehme gesundheitliche Konsequenzen für mich.
Unbedingt. Das habe ich oben auch schon geschrieben und ich stimme dir darin zu.
Ich glaube, man muss ganz klar zwischen positiven und negativen Stress unterscheiden. Wenn ich Stress habe, weil ich ein berufliches Projekt erfolgreich abschliessen möchte, ist das für mich (meistens) positiver Stress. Selbst wenn ich noch um 10 Uhr am Schreibtisch sitze.
Negativer Stress bei Verlust, Streit etc. schlägt sicherlich auf die Gesundheit. Man kann sich in der Situation auch nicht entspannen oder eine Pause einlegen.
Wobei ich selbst in Phasen von sehr starken emotionalen Stress keine vermehrte Schubaktivität hatte. Keine Ahnung warum, da wären wir dann wieder beim Ausgangsthema. Vielleicht habe ich ja PPMS mit aufgesetzen Schüben. Wobei es mir dafür nach so viel Jahren viel zu gut geht.
Komische Krankheit das ist 
Wohl wahr.
Das einzige worauf Verlass ist ist, du kannst dich auf nichts verlassen.
Ach ja - ich habe mir so ein Massageding von Amazon gekauft. Das hilft mir total meine ganzen Verspannungen rauszuholen. Warum habe ich das nicht schon eher gekauft? Ganz dicke Empfehlung von mir, falls ihr auch unter Muskelschmerzen leiden solltet. Sehr entspannend. Besser gehen kann ich seitdem auch.
So eine Massage-Pistole? Die sind toll die Dinger benutz ich schon ein paar Jahre

Ja das stimmt, das Teil ist sehr effizient.
Nur nicht die Knochen berühren sonst ruppelt es 
Cool, krasses Teil

Stimmt
Ich habe eine richtig fiese Verspannung im Nacken und das Ding hilft mir. Ich benutze es nur ein wenig zu oft und zu lange. Vielleicht kaufe ich mir noch die Sitzversion. Meine Massage beim Physio ersetzt zwar nicht, aber es kommt nahe dran.