Nein, Anorexie/Bulimie ist eine sehr ernste Sache. Man muss es auch nicht bewusst auf eine Gewichtsabnahme absehen, eine Depression oder eine längere Krankheit kann ebenfalls dazu führen. Auch Menschen mit ADHS vergessen manchmal zu essen. Deswegen fällt es mir auch so schwer zu glauben, dass Anne nach Monaten ohne Nahrungsaufnahme keine Diagnose erhalten hat, oder zumindest einen Verdacht.

In der Regel wird man in so einem Fall komplett durchgecheckt und wenn dann nichts gefunden wird, wird man an die Psychiatrie weiterverwiesen. Oder täusche ich mich da?

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Das sehe ich auch so. Ihre Geschichte ist doch eher etwas fantasie reich. Mir tut sie leid, muss schrecklich sein in so einer Situation gefangen zu sein.
Es tönte schon fast nach Wahnvorstellungen. Wir hatten mal so einen schlimmen fall in der Verwandtschaft. Die Psychose war so real für die betroffene Person, es war uns unmöglich der Person begreiflich zu machen, dass keine Gefahr da ist und unbedingt professionelle Hilfe angesagt ist.
Es war eine sehr schwere Situation für alle Beteiligten und die Person musste dann leider zwangseingewiesen werden.

Ich will damit NICHT sagen, dass es bei Anne3 so ist!!!

Nur dass alles sehr real ist für die betroffene Person.
Und dass ein Forum, egal zu welchem Thema, definitiv nicht die richtige Adresse für Hilfe ist.

Ja, ich kenne das auch aus meinem Umfeld. Ich gehe davon aus, dass Ärzte permanent mit Patienten beschaeftigt sind die eine Diagnose vehement ablehnen, selbst eine MS-Diagnose. Bei psychischen Erkrankungen erst recht, weil viele gar nicht wissen was der Sinn und Zweck einer Psychiatrie ist und sie Angst haben in die bekloppten Ecke gestellt zu werden.

Vielen ist gar nicht klar, wie sehr die Psyche den Körper beeinflussen kann. Als ob wir kopflose Wesen wären. Das Gehirn steuert jeden Millimeter des Körpers und wenn etwas in Schieflage ist, wird sich das früher oder später bemerkbar machen. Aber das wissen wir ja nur zu gut :slight_smile:

Als ich eine Angststörung hatte, war mir so schwindelig das ich kaum laufen konnte. Schreiben konnte ich auch nicht mehr, weil ich so gezittert habe. Ich habe die Diagnose aber angenommen und an diesem Problem gearbeitet.

Heute geht es mir in dieser Hinsicht gut und die Symptome sind weg. Deswegen macht es mich auch so wütend, wenn jemand sich darüber lustig macht und schreibt, dass Menschen wie ich einen ,Knaks" haben.

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Da kann man sich den ganzen Tag kaputtlachen :rofl::rofl::rofl:

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Vielleicht mal sich selbst nicht ganz so ernst nehmen

Guter Vorsatz für das neue Jahr! :+1:t2:

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Selbstreflexion: Mal hinterfragen, was man so von sich gibt. Ich verstehe ja, dass hier alle belastet sind. Aber jemanden fertig zu machen, zu psychologisieren und zu unterstellen, dass sie ihrem Kind schadet, weil es ME CFS hat!?

Es gibt auch noch andere Krankheiten als MS und “psychisch” und körperliche Ursachen für Mangelernährung.

CFS kommt übrigens meist in familiären Clustern vor und es sind 140.000 Kinder in Deutschland betroffen. Das ist etwa die Hälfte von MS Erkrankten insgesamt hierzulande.

Ich finde, hier haben einige eine sehr kurze Lunte (was ich verstehen kann, aber ich kann dafür nichts, obwohl ich keine MS habe).

Noch einmal: Das ist hier ein MS Forum.

Wer monatelang nichts isst (warum auch immer) und sich dann wundert, dass es mit einer ,Nährstofftherapie" besser geht, dem ist nicht wirklich zu helfen. Jedes Kind weiss doch, dass es einem bei fehlender Energieaufnahme schlecht geht. DAS ist dein eigentliches Problem, du willst es auch irgendwelchen Gründen nicht wahr haben.

Iss drei vollwertige Mahlzeiten am Tag (Fisch und Haferflocken haben zB. viel Vitamin B1) und ich garantiere dir, dass es dir besser gehen wird. Die meisten Essstörungen sind psychisch bedingt, das ist ein Fakt. Ich denke auch, dass die Ärzte im Krankenhaus organische Ursachen ausgeschlossen haben.

Wenn du nicht essen kannst (du hast nie geschrieben warum) dann musst du dir Hilfe suchen. Jede Krankenkasse bietet Ernährungsberatung an. Suche dir einen Spezialisten, mit dem du dein Essproblem in den Griff bekommen kannst.

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Ich weiss nicht, bei welcher Krankenkasse du bist, aber hier ist ein Vorschlag:

VOR DREI JAHREN konnte ich vier Monate nichts essen. Dann hatte ich eine akute Neuropathie und die anderen Symptome, die dazu gehören laut Artikel. Das Essen geht zum Glück wieder und nein, es war weder psychisch noch ausgedacht. Ansonsten ernähre ich mich so gut, dass meine Zellen zu 100% regenerieren. Fisch und Haferflocken haben leider nicht gereicht, ich musste 600 g Benfotiamin nehmen. Leider habe ich damit vor ein paar Monaten aufgehört und ich schätze, das war mein Fehler. Ich hatte ja die Diagnose Thiaminmangel nicht, weil das Thiamin nicht gemessen wurde. Bei einer akuten Neuropathie müssen auch noch andeen B Vitamine als B12 gemessen werden und das hatten sie nicht nötig. Lieber haben sie mir eine psychische Störung unterstellt. Ich hatte Angst und es ging mir schlecht, aber nicht pathologisch, sondern, weil ich fast gestorben wäre und die Symptome ignoriert wurden, da sie nicht nach Thiaminmangel gucken und ich keine fokale Symptomatik hatte. Das heißt, sie schauen nach MS und nach Aufälligkeiten im Liquor und die gab es außer einer Entzündung fast nicht. MRT haben sie nicht gemacht.

Abgesehen davon entzünden sich die alten Symptome, die ich mit B1 wegtherapiert habe, immer wieder und das konnte und kann ich mir nicht richtig erklären. Und ich habe sehr schwere Fatigue. Jetzt geht’s gerade wieder. Ja, es gibt kein Thiaminmangelforum, und ich wusste ja nicht, was es ist. Es gibt amerikanische Gruppen, da frag ich jetzt nochmal nach.

Irgendwie sind unsere aller Hirne entzündet, also schlage ich Nachsicht vor.

Du hast aber auch geschrieben, dass du letzte Woche 3 Tage kaum etwas gegessen hast. Es dauert Wochen, bist der Körper seine Speicher wieder aufgebaut hat. Ob sich deine Zellen regenerieren, weisst du nicht. Solang du keine Energie hast und auch unter Verstopfung leidest, ist das auch ein Zeichen das du nicht ausreichend Ballaststoffe und Eiweiss zu dir nimmst.

Wie gesagt, lasse dir einen professionellen Ernährungsplan erstellen. Bei einer chronischen Erkrankung ist eine gute Ernährung das absolute Basic. Sport und Bewegung ebenfalls. Du hast da viele Baustellen, die du nach und nach angehen musst. Ernährung ist die eine Sache, Stressreduktion die andere. Du befindest dich in einem Teufelskreis und da musst du raus.

Nein, mein Gehirn ist nicht entzündet (MRT zeigt seit langem keine Veränderung). Ich bin durch viele Massnahmen (wie ich sie oben beschrieben habe) ziemlich klar im Kopf. Vor zwei Jahren habe ich noch aus dem letzten Loch gepfiffen.

Ich habe zu wenig geschlafen, war super gestresst, habe unregelmässig gegessen und keinen Sport gemacht. Mein Physiotherapeut und mein Arzt haben mir ordentlich in den Hintern getreten, dass ich meinen A* hochbekomme und Verantwortung übernehme. Es hat fast 1 Jahr gedauert, bis ich aus meinem Loch gekrochen bin. Mittlerweile bin ich ziemlich fit, auch wenn ich ab und an Fatigue habe.

Vitamin D solltest du auch supplementieren, da hat fast jeder einen Mangel. Ein Geheimtipp in dieser Community ist Propionsäure (Propionic Acid) Letzters kann dir vielleicht bei deiner Verdauung helfen, es hilft auch bei Fatigue.

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Das ist drei Jahre her. Ich habe einmal neulich drei Tage kaum was gegessen, weil ich zu ershcöpft war, das ist hoffentlich erlaubt, denn ich esse ansonsten genug und habe seitdem 10 kg zugenommen.

Teilweise entzünden sich die Nerven. Das mag CFS sein, Neuroinflammation, ich weiß es nicht. Ich liege sehr viel, weil es garnicht andes geht. Ich supplementiere genug, habe es gerade wieder überprüfen lassen. Vitamin C und Reishi soll ich noch mehr nehmen, Propionsäure hatte ich mir auch schonmal besorgt. Meine Verdauung ist ganz ok. Die hat nur damals nicht funktioniert, habe den Darm ganz gut saniert. Danke. Tut mir leid, dass es dir so schlecht ging. Ich glaube MS ist echt tückisch und kann einen einfach mal eben behindert machen. Zum Glück geht es dann wieder besser. Mir geht es auch wesentlich besser, aber es haut mich alles um, entzündet sich, und die Fatigue lässt sich bei CFS was ich wohl auch habe nicht wegtrainieren. Das ist oftmals schwer zu erklären.

Nein, Fatigue lässt sich nicht ,wegtrainieren". Man muss Wege finden, damit umzugehen. Wichtig ist Routine, strategische Pausen sowie Sport/Bewegung. Letzteres hilft mir am besten.

Es gibt derzeit keine Medikamente, die bei Fatigue nachweislich helfen.

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Genau hier würde ich ansetzen :slight_smile:

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Nein. Das ist es nicht.

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CFS macht Neuroinflammation. Allerdings habe ich auch noch nicht gehört, dass man tw. 50 mg Prednisolon braucht, um das wegzubekommen.

Konnte man das wirklich bereits wissenschaftlich festtackern oder ist es nicht eher… eine Vermutung?

Vor allem würde ich mich an deiner Stelle mal hinterfragen, warum du anderen deine Deutungen überstülpst. Aber vielleicht liegt es an der eigenen Betroffenheit.

Ich denke nicht, aber Danke für deine “Anteilnahme” :wink: