Da wär dann die Assozoation Bienchen und Blümchen, du wärst als Lustmolch geoutet …

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Dachte eher an die österreichische NSDAP um 1930 oder jetzt die AfD die sich gern damit schmückt…

Ältere Referenzen wären z.B. die “preußische Identität”…

Das royale Blau hat’s den Nationalisten wohl irgendwie angetan :wink:

Nur gut, dass wir alle schon längst aus dem Alter heraus sind, in dem man sich vor dem eigenen Knochenbau fürchtet

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… also DEINE Knochen sind schon bissel anders… :rofl:

Ich denke nicht.
Mir fehlen nur die fehlenden Zähne.

Aber sonst?

meine Knochen sind mir vertraut …
deine Knochen sind mir fremd …

Wie kann ein Bayer mit Knochen von nem Berliner vertraut sein iiiiihhhhh

Deshalb auch der Schreck in der Geisterbahn und beim Schichtl.

  • Berühmt wurde er durch die Enthauptung einer lebendigen Person mittels Guillotine , die 1872 in das Programm aufgenommen wurde[1].*

eine Interessante Doku über Gründe zu trinken…

Spannende Doku, wenn auch nichts wesentlich Neues an Aussagen und Hintergründen.

Gab´s bei Euch den einen Moment oder die eine Phase, in der ihr beschlossen habt „nö, das will ich nicht mehr“?

Ich z. B. komme aus der Eventbranche, da gehörte das Gläschen wie Wasser zur Normalität. Nicht „abschießen“, aber immer dabei. Irgendwann fing ich an, mir die empfohlenen 2 Tage ohne Alkohol pro Woche zu verordnen. Mein Moment war ein Heimweg an einem der alkoholfreien Tage und das aufkommende leichte Bedauern „achso, heute ist ja nix mit dem Entspannungsgläschen“.
Und da schoß mir ein, „ehj, wenn Du Dir das schon verordnen musst und es schon fehlt an dem einen Tag - DAS geht nicht mehr, das ist schon zu weit“. Ab dem Tag war Schluss. Wasser/Tee war zu Anfang echt nicht die Lösung. Aber ´ne schöne Saftschorle in einem schönen Schoppenglas, später dann leckeres alkoholfreies Weizen im schönen Bierglas. Ging völlig problemlos, der Umstieg, also offensichtlich Gott lob rechtzeitig. Aber das Spüren der aufkommenden Normalität auf diesem Heimweg - das war mein Moment.
Wie sieht´s bei Euch aus?

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Mein ehemaliger Freundeskreis oder sollte ich lieber Bekanntenkreis sagen :thinking: hat wie eigentlich überall in Deutschland Alkohol normalisiert, es gab kaum Abende auf Konzerten, Festivals oder in Kneipen, Billiardschuppen etc. wo nicht automatisch Alkohol getrunken wurde.

Wenn etwas “normal” ist, fällt es halt wesentlich schwerer überhaupt eine Problematik zu erkennen. Ich glaub aber trotzdem dass fast jeder dieses “oahhh ich trink nie wieder” an nem verkaterten Tag kennt. Dennoch ist dieser Vorsatz spätestens beim nächsten zusammentreffen vergessen. Auch hab ich es immer so empfunden, das Mittrinken einfacher war, da man nur für’s Nichttrinken eine Argumentation brauchte um sich zu Rechtfertigen.

Gemocht habe ich Alkohol nie, aber man wollte dazugehören und gerade unter Jungs gilt man auch schon mit 14 als Weichei, wenn man nicht ordentlich mittrinkt.

Und schneller als man gucken kann ist da die erste Gewöhnung, und man wird akzeptiert - ausgeschlossen wird man eher wenn man vorsichtig und vernünftig ist, das ist ja langweilig - und wer will schon als Langweiler bekannt sein in seiner Jugend, wo es darum geht Anschluss und Freunde zu finden.

So hat es sich immer weiter gezogen, bis mir die Idiotie meines Handelns und die entstandene Kompensationsstrategie nicht mehr aus dem Kopf ging mit mitte 30.
Da hats dann klick gemacht, aber erst der Abbruch des Kontakts zu Menschen die regelmäßig trinken, hat die Wende gebracht.

Ohne ist das Leben wesentlich schöner und angenehmer, und ich frage mich manchmal ob ich diesen Weg auch ohne diese altägliche Normalisierung im Sport, auf Veranstaltungen, in Familien, eingeschlagen hätte - wahrscheinlich nicht, denn niemand braucht diese Krücke, wir lassen es uns nur gern einreden von der Gesellschaft.

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Ich kann mich so, mit dem was du schreibst, identifizieren. Mochte auch nie Alkohol, aber in der Jugend bis Mitte 20 war ich nicht selbstbewusst genug um nicht zu trinken, wenn doch alle trinken. Ich hab oft versucht nein zu sagen und wurde direkt überredet und es wurde sich über einen lustig gemacht. Aber so ab Mitte 20 bin ich beim nein geblieben und hab klar gestellt, dass ich auch lustig bin ohne Alkohol (ich finde mich auf jeden Fall witzig :face_with_hand_over_mouth:). Wenn mir Diskussionen zu anstrengend wurden, hab ich auch manchmal gesagt, dass ich auf Grund meiner Medikamente nicht trinken darf :thinking:

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Schlimm, wenn man vom Umfeld unter Druck gesetzt wird, mitzutrinken, mitzurauchen usw. was da halt noch alles dazukommen kann. Das ist nicht okay und geht gar nicht. Aber ich kenne diese Mechanismen auch, vor allem aus meiner Jugend. Mir fehlte auch das Selbstbewusstsein, abzulehnen, und der Wunsch, dazuzugehören, war auch ein Motiv. Zusätzlich war bei mir noch Motiv, die Dinge auszuprobieren und Grenzen zu testen. Damit ich mitreden konnte, aber auch sonst.

Mit dem Erwachsenwerden und zunehmendem Selbstbewusstsein traten diese Motive bei mir in den Hintergrund. Bei allen Genussmitteln, nicht nur Alkohol, auch Süßigkeiten und koffeinhaltige Getränke, wird es problematisch, wenn sich eine Abhängigkeit entwickelt. Beispiele sind: Kann ich mich am Abend auch entspannen, wenn mein Glas Bier oder Wein fehlt? Komme ich morgens auch ohne meinen Kaffee in die Gänge, ohne schlechte Laune zu kriegen? Werde ich unruhig, wenn ich am Nachmittag nicht meine Ration “Süßes” bekomme?

Wenn sich solche Abhängigkeiten bei mir entwickeln, möchte ich gegensteuern. Ich will keine “Sucht”, von was auch immer, vor allem, wenn sie mir schadet. Am schwersten fiel mir der Verzicht auf Kaffee und Schwarztee. Ich musste mir beides abgewöhnen, da Koffein mir leider nicht gut tut. Mein Koffein-“Entzug” hat sehr lange gedauert und ich habe ganz schön kämpfen müssen.

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Mir hat es einfach nicht mehr geschmeckt, schon lange vor der Diagnose. Meine Freundin war anfangs etwas piefig, dass ich, statt mit ihr einen Cocktail zu trinken, Apfelschorle bestellt habe… Irgendwie wollte ich/mein Körper nicht mehr.

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Hi Nalini,

im Grunde hast Du vollkommen recht und ich glaube das ist ein allgemeines Problem der Persönlichkeitsfindung in einem System das Alkohol normalisiert hat.

Aber ich denke es muss nicht zu einem suchtmäßigen Verlangen kommen, die subtile Abhängigkeit fängt meist schon da an, wo man denkt, dass es einem gut tut.

Warum denn? ich denke genau aus den Gründen aus denen nachher handfeste Süchte entstehen.

So wie man sich einredet, dass man gern Kuchen isst, weil es so lecker ist, aber wenn man den Suchtstoff Zucker weglässt ist auch der Kuchen auf einmal gar nicht mehr so lecker - das blendet man gern aus.

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Frischer Cocktail OHNE:
1 Spritzer Zitrone
1Fläschchen Sanbitter
gleiche Menge kaltes Wasser dazu

Die optimale Menge Zitrone kann man variieren.

Erfrischend!

Und nicht so süß und langweilig wie immer nur Apfelschorle

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Hi damncrazydude,
ich denke, die Grenzen zwischen harmlosem gelegentlichen Konsum von Genussmitteln und später Abhängigkeit oder sogar Sucht sind fließend. Und so kann man in eine Abhängigkeit geraten, ohne daß man es merkt.

Die Situation von Jugendlichen ist eine besondere und die lasse ich jetzt mal außen vor. Und bleibe bei “uns” Erwachsenen. Wir erwachsenen Konsumenten sind beim Konsum von Genussmitteln in die Eigenverantwortung entlassen. Wir können selbst entscheiden, was uns (angeblich) gut tut. Und wir können sogar bewusst eine Sucht zulassen wie zum Beispiel die nicht wenigen Raucher, die sagen, sie wüssten, daß das Rauchen für sie schädlich sein, sie rauchen aber trotzdem.

Zum Glück sind die verschiedenen Genussmittel bei uns nicht verboten: Süßwaren, Alkohol, Kaffee und Co., Nikotin. Jeder von uns hat die Aufgabe, den eigenen Genussmittelkonsum zu überprüfen und zu reflektieren und bei drohender oder schon eingetroffener Abhängigkeit die Reißleine zu ziehen. So wie jede und jeder selbstverantwortlich zum Beispiel auch mit Stress umgehen muss oder mit “toxischen” Beziehungen. So manchem, der in einer toxischen Beziehung steckt, ist das lange Zeit vielleicht gar nicht bewusst.

Langer Rede kurzer Sinn: Es ist unsere Aufgabe, eigenverantwortlich zu entscheiden. Und wir müssen die Konsequenzen unserer Entscheidungen tragen. Inklusive der gesundheitlichen Risiken, die damit verbunden sind.

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Wie ernährst du dich denn, nur von gesunden Sachen?

Allmählich gewinne ich den Eindruck, du willst einem alles, was schmeckt vermiesen, weil eine Sucht dahinter stecken könnte.

Bei Kuchenrezepten kann man oft den Zucker reduzieren, aber wenn man ihn ganz weglässt, schmeckt der Kuchen nicht mehr. Ich weiß nicht, ob Ersatzsüssungsmittel wirklich gesünder sind und das spielt für mich auch keine Rolle, da ich mich nicht hauptsächlich von Kuchen ernähre.

Ich esse Kuchen und trinke Alkohol nicht, weil ich denke, dass es mir gut tut, sondern weil es mir schmeckt und in den Mengen, die ich konsumiere und was ich sonst noch so esse und trinke, glaube ich nicht, dass mir das schadet.

Schon Babys haben eine Vorliebe für süß.

Das hab ich weder gesagt noch gemeint… aber bei Dir scheint es ja öfter daran zu hapern, dass Du den Kontext mißverstehst.

Daran kann wohl kein Aussenstehender etwas ändern, leider. :man_shrugging:

Das liegt an den Geschmacks Knospen auf der Zunge. Diese entwickeln sich mit der Zeit und mit dem vielfältigen Angebot von unterschiedlichen Speisen. Aber natürlich prägt die Angewohnheit zu essen die Vorlieben. :wink:

Die Vorliebe für Süss ist evolutionär von Vorteil, weil sie ein angeborener Auslösemechanismus ist, der Individuen zu reifen, kalorienreichen Früchten lenkt.

Leider wird diese evolutionäre Prägung von der Lebensmittelindustrie schamlos ausgenutzt, mit den bekannten Folgen.

Bis ins 19. Jahrhundert war Zucker ein teures Luxus- und Arzneigut und wurde u.a. in der Apotheke verkauft. Der moderne Mensch mit seinem im Kern noch steinzeitlich verdrahteten Gehirn ist der heutigen Zuckerflut (ein klassisches Beispiel für ein evolutionäres Mismatch) ausgeliefert.

Erst Ende des 19. Jh. war Zucker für alle Bevölkerungsschichten erschwinglich, nachdem ausreichend Zuckerrüben angebaut werden konnten.

A taste for sweet – an anthropologist explains the evolutionary origins of why you’re programmed to love sugar

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