Wie geht ihr damit um?
Ich trinke seit meiner Diagnose fast gar nichts mehr. In letzten Jahr in Summe vielleicht 3 Radler. Ich bin allerdings gerade mal 26, wohne in der Großstadt und gehe eigentlich sehr gerne raus, was trinken.
Und versteht mich nicht falsch, ich bekomme keinen Druck von meinen Freunden oder so, mir fehlt es eher selbst, die gewisse Leichtigkeit zu spüren, die man nach 2 Gläsern Wein spürt. Eine Leichtigkeit, die durch die Diagnose sowieso etwas verloren gegangen ist. Gleichzeitig bin ich aktuell halbwegs stabil und möchte das auf keinen Fall etwas riskieren.
Wie geht ihr mit den Thema um?

Ich hab die ersten 10 Jahre nach Diagnose auf anraten der Ärztin keinen Alkohol getrunken.
Seit 17 Jahren trink ich immer wieder mal was fürs Gluscht.

Die MS hat das nicht gejuckt.

4 „Gefällt mir“

Ich denke, ein moderater Umgang mit Alkohol bei MS ist absolut okay. Ich muss sagen, mir schmeckt Alkohol so gut wie gar nicht mehr. Mal ein Radler, ja, das schmeckt noch, ich würde auch noch gemütlich eine Weinschorle trinken, aber das war’s. Wie gesagt, schmeckt mir nicht mehr

2 „Gefällt mir“

Also während meines ersten Krankenhausaufenthaltes 2016 sagte mir die dortige Neurologin, recht locker drauf, „lassen Sie das mit dem Rauchen am besten, saufen sie lieber - das schadet bei MS weniger“.
Inzwischen trinke ich praktisch null, schwanken tue ich auch ohne Rotwein und Aperol, das verstärkt bei mir sofort die Symptomatik.
Komme prima mit alkoholfreiem Pils bei einem Restaurantbesuch durch, und hab damit schon reihenweise meinen Familien- und Freundeskreis angesteckt.

4 „Gefällt mir“

…entspannt.

Ich trinke zu gewissen Anlässen auch mal ein, zwei Gläser Wein.

3 „Gefällt mir“

Meine Ms Symptome verschlechterten sich bei Alkoholkonsum…

Aber Grundsätzlich denke ich, wenn einem Egal ist, dem Körper auf zellulärer Ebene zu Schaden, Krebsrisiko & Demenzrisiko zu steigern, und man negative Folgen im Alter in Kauf nehmen kann:

PROST!

1 „Gefällt mir“

So weit wie die Neurologin würde ich nicht gehen. “Saufen” dürfte nicht so günstig sein. Ich glaube aber, daß moderater bzw. mäßiger Alkoholkonsum nicht schadet und eventuell sogar ganz gut tut.

Mit “moderat” oder “mäßig” meine ich, daß man beim Alkoholkonsum unter einer Menge bleibt, die einem spürbar nicht gut tut. Zuviel wäre damit zum Beispiel, wenn man von dem Getränk übermäßig müde wird oder gar, wenn man am nächsten Morgen mit einem Kater kämpft. Also wenn man merken würde, daß die Getränke einem Energie entziehen. Und moderat und mäßig meint auch, alkoholische Getränke nicht täglich zu sich zu nehmen.

Mal ein kleines Bier oder etwas Wein halte ich für okay. Im Bier und Wein sind auch gesunde Stoffe drin.

Professor Jelinek (Buch “Multiple Sklerose überwinden”), den ich schätze, äußert sich auch zum Thema Alkohol. Obwohl er ein strenges Ernährungskonzept empfiehlt (vegan mit guten Fetten, ergänzt mit Fisch und Meeresfrüchten, das ich übrigens nicht streng einhalte) schreibt er, daß moderater, mäßiger Alkoholkonsum erlaubt sei. Er zitiert sogar eine Studienlage, nach der sich mäßiger Alkoholkonsum auf die MS sogar günstiger auswirkt als völliger Verzicht. Ich zitiere:

“… deuten unsere Befunde aus der HOLISM-Studie darauf hin, daß ein moderater Alkoholkonsum für Menschen mit MS nicht nur nicht schädlich ist, sondern daß moderates Trinken im Vergleich zu einem geringen oder einem sehr hohen Konsum wahrscheinlich mit besseren Gesundheitsfolgen zusammenhängt” (Seite 118). Im folgenden werden in seinem Buch die kleinen Mengen, die erlaubt sind, genauer definiert. Ich denke, die kann aber auch jeder für sich selbst herausfinden.

2 „Gefällt mir“

Ich trinke gerne Wein und wenn ich am nächsten Tag ausschlafen kann, sehe ich damit kein Problem. Es gibt sogar Hinweise, dass Alkohol das Immunsystem suppressiert (Ist das ein Wort?) und Menschen mit MS die Alkohol trinken, weniger Schübe haben. Vielleicht ist das bei mir auch der Fall? ich trinke seit ich denken kann, 1 oder 2 Mal die Woche etwas Wein und mir geht es sehr gut damit und bin ziemlich fit. Ich glaube sogar, dass mein moderater Weinkonsum mich vor Schlimmeren bewahrt hat.

Probiere es einfach aus, MS sollte kein Grund sein asketisch zu leben. Wenn du allerdings Probleme mit der Blase hast, würde ich vorsichtig sein. Wenn du Medikamente nimmst, sowieso. Ein wenig Alkohol löst aber ganz sicher keinen Schub aus.

2 „Gefällt mir“

Wenn ich trinke, dann eigentlich nur zu Hause und in der Öffentlichkeit vielleicht nur ein Glas. Meine Gehfaeigkeit nimmt drastisch ab und meine Blase habe ich dann gar nicht mehr unter Kontrolle. Früher habe ich getrunken wie ein Fisch (komme vom Land), heute nicht mehr.

1 „Gefällt mir“

Also ich denke in Maßen sollte/ist das kein Problem, abgesehen davon das bei mir bei fast jedem verordneten Medikament vom Neuro im Beipackzettel steht, das man kein Alkohol trinken darf und Überraschung- es ist mir total egal. Ich gönne mir weiterhin im Urlaub mal den ein oder anderen Cocktail. Zu Hause habe ich bisher nur sehr selten Alkohol getrunken, da ich aber seit nun zwei Jahren an Schlaflosigkeit leide und mir Neuro und Hausarzt ein entsprechendes Medikament verwehren ( da ich schon so viele Medikamente nehme, die eigentlich sehr entspannend und schlaffördernd sein sollen ) verstärken ich sozusagen die Wirkung der Medis die ich vor dem Schlafen gehe mit einem kleinen Schluck Wein oder Sekt, das mache ich aber wirklich selten ( eine Flasche in 4-5 Wochen) und zumindest bei mir hat es bisher keinerlei negativen Auswirkungen auf die MS gehabt, würde sogar behaupten eher das Gegenteil ist bei mir der Fall, was jetzt nicht heißen soll das ich Alkohol verharmlosen oder ihn grundsätzlich als positiv einstufen und jedem raten würde mit dem Trinken anzufangen.

2 „Gefällt mir“

Ich trinke keinen Tropfen mehr. Warum? Alkohol ist ein Nervengift und ich für mich empfind es als widersinnig, wenn’s bei mir genau dort eh krankt, bewusst nachzulegen.
Deshalb verurteil ich aber bei Gott niemanden, der sagt, er lässt sich sein Glas Wein etc nicht nehmen. Ist ja lediglich meine eigene Denke in der Sache. Leben und leben lassen.

6 „Gefällt mir“

Hm, witzig…

Ich hatte das Thema zum vergangenen Termin bei der MS Neurologin. Und ich glaube es ging von mir aus, als ich ihr erklärte das neben dem Nikotinkonsum keine sonstigen Laster bestehen, nicht einmal Süßigkeiten und insbesondere ich mich selbst als Gelegenheitstrinker einordne.

D.h. kein verlangen, nichts. Kein Suchtverlangen. Aber wenn dann gibt’s keine Grenzen mehr, vllt aus einem ähnlichen “Leichtigkeits-Empfinden” wie bei dir heraus und als die MS Anfang 2021 zum “Rundumschlag” ausholte. Das hat zwar nichts direkt miteinander zu tun,…wenn du zu Silvester anstoßen kannst mit Apfelsaft, stellt sich nur die Frage: Hat’s einen Unterschied gemacht?

Klar, das zu verkopfte ist vllt ein Problemchen, aber letztendlich: Vllt entsprechende Psychotherapie, oder aber vllt schneller entsprechende Wort/Satzspiele

Nehmen wir als Beispiel hierfür: Die älteren KIZ Lieder bevor sich jedermann von jedem emotional verletzt fühlte, oder aber entsprechende Deadpool Mentalität.
Humor üben: wörtlich nehmen, dann mit einer kleinen Bedeutungsverschiebung zurückspielen. Trocken, kurz, unerwartet.

Hi Nalini,

ich hatte extra mit angeführt, dass die Neurologin „locker drauf war“ im Gespräch, sprich auch in ihren Formulierungen. Dazu muss man wissen, dass auch ich nicht der Typ bin, der sich während eines KH-Aufenthaltes „mental zum Sterben hinlegt“, ein Quentchen Humor in jeder Lebenslage hat mich bisher immer ein Stück weiter gebracht.

Selbstredend empfahl auch sie nicht 2 Flaschen Obstler pro Tag, sie hat lediglich das Verhältnis Rauchen/gelegentlicher Alkoholkonsum verdeutlichen wollen.

1 „Gefällt mir“

Wenn ich mal ne Flasche Bier trinken kann ich kaum 5m laufen. Ohne Alkohol sind es 10-20m. Trinke deshalb nur noch alkoholfreies bier. Wenn ich Bier mit Alkohol trinke dann nur zu Hause wegen dem gehen.

Hi Mia, okay, ein Missverständnis bezüglich des Wörtchens “saufen”. Ich würde gelegentlichen mäßigen Genuss alkoholhaltiger Getränke, also mal ein Bier oder ein Glas Wein, oder auch selten mal einen kleinen Schnaps, nicht als ‘saufen’ bezeichnen. Mit ‘saufen’ verbinde ich den unkontrollierten unmäßigen Konsum. Na gut, wenn die scherzende Neurologin den Begriff locker etwas anders verwendet, dann ist das ja nun geklärt.

Ja, wie die Neurologin halte ich rauchen auch für wesentlich toxischer als mäßigen Alkoholkonsum. Ich persönlich halte auch Kaffeekonsum für toxischer als geringer Alkoholkonsum. Koffein wirkt in meiner Wahrnehmung wie ein aufputschendes Nervengift. Für mich toxischer als ab und zu ein kleines Bier oder ein Glas Wein. Ist aber auch typabhängig, wie man all diese Genussmittel verträgt. Deswegen möchte ich aus all dem kein Dogma machen. Wer es verträgt und sich damit wohl fühlt - okay.

Damit passt du ja bestens in das Studienergebnis von Jelinek :wink:

Aber bitte nicht falsch verstehen, das soll keine allgemeine Empfehlung für den Genuss alkoholhaltiger Getränke sein. Wie gesagt, alles kein Dogma…

Ich glaube, dass Alkohol eine ähnliche Wirkung hat wie zB. Kesimpta. Fuer gesunde Menschen ist Alkohol nicht gut, für mich scheint das irgendwie gute Auswirkungen zu haben. Mein Immunsystem ist sehr aktiv (Allergien) und Alkohol scheint das irgendwie auszubremsen.

Ich trinke während meiner PMS Zeit deutlich mehr, als davor und danach. Im Schnitt komme ich auf 6 kleine Gläser Rotwein in der Woche. Ich liege damit genau im Bereich der ,empfohlenen" Menge. Negativer Stress hat deutlich schlimmere Auswirkungen auf meine MS gehabt. Sobald ich gestresst bin, geht es mir richtig schlecht.

Das ist nur meine Erfahrung, ich will aber niemanden dazu bringen zu trinken. Alkohol ist sehr gefährlich und eine Droge. Ich bin mir dessen sehr bewusst.

Die meisten Ärzte die ich kenne, rauchen und saufen wie die Weltmeister. Dazu kommen noch andere Substanzen, wie zB. diverse Beruhigungs- und Ausputschmittel. Als ich eine Angststörung hatte, war mein sehr junger Arzt mein bester Dealer. Er hat mir KO-Tropfen empfohlen, weil er im Studium damit gute Erfahrungen gemacht hat :smiley: Ich habe das nur einmal genommen und nie wieder, weil der Geschmack ekelhaft war.

1 „Gefällt mir“

Naja, die meisten Ärzte haben auch nicht MS.
Und die Frage war ja „MS und Alkohol“.

Ich wolle damit nur ausdrücken, dass Ärzte das Thema Alkohol deutlich lockerer sehen, als man allgemein annimmt. Um auf das Thema zu kommen, Alkohol und MS: Kein Problem, es hat aber kurzfristige negative Auswirkungen und ev. langfristige positive Auswirkungen bei moderaten Konsum.