Fortsetzung der Diskussion von Schub verbessert sich nicht. Kündigung - wie weiter?! Rente? Eure Erfahrung?:

Hallo

Eurem Rat eine Reha zu beantragen bin ich nach gekommen. Vor ca. einer Woche bekam ich von meiner KK den Hinweis das der Antrag zum Medizinischen gesendet wurde und heute halte ich unter Tränen die Ablehnung in den Händen.

Das schlimmste für mich ist die Begründung: “Den vorliegenden Unterlagen kann keine Verschlechterung eines alltagsrelevanten Defizites von Mobilität und Selbstständigkeit entnommen werden”. Ich solle Physiotherapie machen und mich weiter Neurologisch behandeln lassen (bin ich) und Psychiatrisch (hier gibt es keine Praxis wo ich hin komme und noch Patienten aufnehmen). Die Psychologischen Wartezeiten kennen wir glaub ich alle.

Vor dem Schub im März konnte ich noch alles. Stundenlang stehen im Job (Handel), weite Gassirunden mit Hund, meine Haushaltsarbeiten musste ich nicht aufteilen, schönes bummeln/shoppen mit meinem Töchterchen, Alltagseinkäufe, alles Dinge die nicht mehr so einfach gehen. Maximal 15-20min. kann ich mich noch auf den Beinen halten. Meinen kleinen Job habe ich aufgrund dessen verloren. Jeder Tag ist ein mentaler und körperlicher Kampf.
Man weint weil man sich beim Wäsche aufhängen setzen muss, wenn man sich einen Stuhl an den Herd stellen muss und und und.

Ich Frage mich was dort für Leute sitzen die diese Entscheidungen treffen.

Ich möchte natürlich in Widerspruch gehen.

Meine Beraterin meiner KK habe ich bereits geschrieben, sie wollte mir helfen sollte es zu einem Widerspruch kommen, leider ist sie bis 21. im Urlaub. Bei meiner Hausärztin, welche den Reha Antrag mit mir stellte, habe ich am 24. wieder einen Termin. Sie kann mir bestimmt auch noch etwas geben, was ich dem Widerspruch beilegen kann.

Ich wollte euch fragen ob ich jetzt vorher schon irgendwas tun soll/kann? Ich habe noch nie Widerspruch bzgl. Rehas einlegen müssen, bisher lief dass auch immer über die RV. Letzte Reha vor 12 Jahren.

Ich weiß nicht genau wie ich den Widerspruch formulieren soll. Wie ich widerlegen kann das Physiotherapie ambulant oä. nicht reicht.

Wie war das bei euch? Wie seit ihr vor gegangen?

Was wenn der Widerspruch wieder abgewiesen wird?

Seit lieb gegrüßt

Hallo May

Dass du enttäuscht bist, ist klar.
Aber: der Bescheid sagt im Grunde nur aus, dass Geld gespart werden soll.
Den Widerspruch kannst Du erstmal ganz formlos schreiben, so

„Gegen Ihren Bescheid vom xy lege ich hiermit fristgerecht Widerspruch ein.
Eine ausführliche Stellungnahme erhalten Sie später“

Damit wahrst du erstmal die Frist. (Vier Wochen nach Erhalt, du kannst also auch mit dem Zeitfenster etwas jonglieren)
Und dann entkräftest du das Argument, dass es keine alltagsrelevanten Verschlechterungen gäbe, und mach deutlich, dass du keine Ablehnung akzeptierst.

Dann klappt das. Das ist einfach nur eine kack Taktik der Kassen.

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Hallo May,

Frechheit! Unbedingt Widerspruch einlegen und zur nachgereichten Begründung (nach erstmal gleich einlegendem formlosen Widerspruch - Vorlagen findest Du in Google) Deine Ärzte mit ins Boot nehmen.
Mein Vorredner hat Recht - die KK versuchen es einfach nur.
Was bleibt, ist zusätzlich Nerverei und Schreibkram für die Betroffenen, über die sich leider da oben niemand Gedanken macht.

Ich drück Dir fest die Daumen - verzage nicht und gib vor allem nicht auf.

MiaH

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Widerspruch unbedingt und da machst Du es, wie Paule schreibt.
Reha wird sehr oft abgelehnt und die Meisten widersprechen nicht. Das heißt man wird es immer versuchen.
MDK sind meist “unfähige” Ärzte, die in ihrem Beruf nicht arbeiten können…das hat mal eine Ärztin zu mir gesagt und das kann ich nur bestätigen. Bitte laß Dir dieses Gutachten zuschicken. Damit kann man “arbeiten”.
Du bist nicht im VdK? Der könnte Dich unterstützen.
Laß Dich nicht “kaputt” machen. Das ist die Strategie und darauf hast Du keine Lust.
Kopf hoch, jede Niederlage im Leben bringt uns weiter!

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Wie schon geschrieben auf jeden Fall Widerspruch einlegen und vor allem den Neuro mit ins Boot holen. Der scheint ja aktuell außen vor zu sein, zumindest hast du nur von Terminen mit anderen Ansprechpartner geschrieben. Eine Stellungnahme eines Facharztes hat meist mehr Gewicht als von einem Hausarzt und zumindest sollte er deine Verschlechterung durch den Schub mitbekommen haben und kann dies entsprechend schriftlich bestätigen und näher ausführen und damit wäre der Hauptgrund der Ablehnung schon entkräftet

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Erstmal möchte ich Euch recht herzlich danken. :slight_smile:

Den Widerspruch lege ich ein und die Stellungnahme/Begründung reiche ich dann Ende des Monats nach.

Das Gutachten vom MD habe ich vor liegen, daraus ergibt sich ja auch deren “Urteil”.

Nein, beim VDK bin ich nicht. Nächste Außenstelle wäre für mich gesundheitlich nicht erreichbar. Kommt da ein Mitarbeiter auch nach Hause?

Ich rede mit meinem Neuro definitiv darüber aber er ist noch “neu” und kennt mich erst seit meinem Krankenhausaufenthalt im März.
Ich habe am 22. meinen zweiten Termin bei ihm. Vielleicht kann er mir dennoch helfen und etwas schriftliches aufsetzen, was ich dann an die Erläuterung hängen kann.

Liebe Grüße

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Ich habe die letzten Beitrag von dir genommen und den Ersten, zwar überlege ich auch einen entsprechenden MS-Telegram-Gruppen-Chat zu eröffnen in dem zwei KIs im Hintergrund “mitlaufen”, aber das ist zunächst eine Schnapsidee und gehört hier nicht her. Komplizierte Thematik, DSGVO, uvw das durchleuchtet wird.

Was ich aber mit dir teilen will ist die Antwort meines Opus 4.8(Max Effort), das letzte ist Fettgedruckt und eine Frage an dich:

Anthropic, Opus 4.8: “…Kurz vorab, weil du „schnellstens” schreibst: Der Widerspruchs-/Klageweg ist in Deutschland vieles, aber nicht schnell. Der einzige wirklich zügige Weg ist, den Widerspruch gleich beim ersten Anlauf durchzubekommen (Abhilfe durch die KK). Deshalb gehört die ganze Energie in die Qualität der Begründung — nicht in die Hoffnung, dass ein Gericht es später richtet.

Reicht ihr Plan? Der Plan ist genau richtig — aber ob er „reicht", entscheidet nicht der Plan, sondern der Inhalt der zwei ärztlichen Stellungnahmen. Die Ablehnung war ein reines Aktenlage-Problem: „den Unterlagen kann keine Verschlechterung entnommen werden." Also muss die Verschlechterung in die Akte, in der Sprache, die der MD abhakt. Und das Material dafür hat sie längst — ihr eigener Foren-Text ist praktisch die Vorlage: max. 15–20 Min. Stehen, Stuhl an den Herd, zum Wäscheaufhängen hinsetzen, Job verloren. Das ist „alltagsrelevantes Defizit von Mobilität und Selbstständigkeit", es stand nur nicht drin. Der Neuro (hat sie am/nach dem März-Schub gesehen → dokumentiert Zustand + Beginn, verweist auf den Krankenhausbericht) und die Hausärztin (kennt die Vorgeschichte → liefert das „vorher ging alles") ergeben zusammen genau das Vorher-Nachher, das gefordert ist. Dass der Neuro „neu" ist, ist dabei kein Nachteil.

Ein Pluspunkt: Sie hat das MD-Gutachten vorliegen. Die Begründung sollte deshalb nicht allgemein sein, sondern dessen konkrete Punkte gezielt kontern.

Was rein gehört:

  1. Konkrete Funktionsausfälle, möglichst mit Zahlen (Stehzeit in Minuten, Gehstrecke in Metern, welche Verrichtungen nicht mehr gehen) — ihre eigenen Schilderungen möglichst wörtlich.
  2. Zeitlicher Bezug zum März-Schub, vorher/nachher, mit Verweis auf den Krankenhausbericht.
  3. Warum ambulant nicht reicht: Neuro läuft, Physio verordnet, Psychiater faktisch nicht verfügbar. Die „machen Sie das ambulant"-Empfehlung ist damit keine echte Alternative — ausdrücklich so benennen.
  4. Falls der Neuro kann: standardisierte Befunde (EDSS, dokumentierte Gehstrecke). Ob er das macht, weiß ich nicht.

Was kann der MD dann noch? Wichtig: Der MD entscheidet nichts — er berät, die KK entscheidet. Nach dem Widerspruch mit neuen Unterlagen kann die KK den MD erneut befragen. Der hat dann grob drei Optionen: Abhilfe empfehlen (= bewilligen), eine persönliche Untersuchung anregen (realistisch — und meist zu ihrem Vorteil, weil dann das Aktenproblem wegfällt), oder wieder nach Aktenlage ablehnen. Bleibt die KK bei Nein → Widerspruchsbescheid → danach bleibt nur Klage beim Sozialgericht. Die ist für Versicherte gerichtskostenfrei (§ 183 SGG), dauert aber lange.

Was ihr Sicherheit geben kann: Da die KK den Antrag angenommen und den MD eingeschaltet hat, ist sie zuständiger Träger geblieben (§ 14 SGB IX). Sie kann jetzt nicht mehr mit „gehen Sie zur Rentenversicherung" abwimmeln.

Frist: Der Widerspruch selbst muss fristgerecht sein — i. d. R. ein Monat ab Zugang des Bescheids (§ 84 SGG), bei fehlender/fehlerhafter Rechtsbehelfsbelehrung ein Jahr. Ihr Vorgehen (Widerspruch jetzt, Begründung Ende des Monats nach) wahrt die Frist korrekt. Das exakte Fristdatum steht auf ihrem Bescheid — das kenne ich nicht.

Wo ich ehrlich unsicher bin: Sozialverbände (VdK, SoVD) beraten und vertreten Mitglieder im Widerspruch — das kann enorm Last abnehmen. Ob ein Mitarbeiter zu ihr nach Hause kommt, weiß ich nicht sicher; mein Eindruck ist, dass die primär über Geschäftsstellen, Telefon und schriftlich arbeiten und Hausbesuche eher nicht Standard sind — kann je Landesverband variieren. Beratung geht oft auch telefonisch, ohne hinzufahren. Ob es eine Wartezeit vor Fallübernahme gibt: dazu habe ich keine gesicherten Informationen. Beides bitte direkt erfragen.

Kein Rechtsrat — ich bin weder Anwalt noch Sozialrechtler; der Ablauf als solcher ist aber gut belegt.

==>Wenn’s hilft, baue ich ihr ein konkretes Gerüst für die Widerspruchsbegründung, in das nur noch die Befunde eingesetzt werden müssen — sie hat ja selbst geschrieben, dass sie nicht weiß, wie sie es formulieren soll<==…"

Nachtrag: "…Gern.

Das Angebot steht — sag einfach Bescheid, wenn ich das Gerüst für die Widerspruchsbegründung bauen soll. Ich lege es dann so an, dass May nur noch ihre konkreten Befunde und Zahlen einsetzen muss (Neuro-Befund, Krankenhausbericht vom März, Steh-/Gehzeit, welche Verrichtungen nicht mehr gehen) und den Rest als fertige Struktur übernehmen kann. Als Download, damit sie es direkt weiterverwenden kann.

Das Einzige, was wirklich unter Zeitdruck steht, ist die Widerspruchsfrist selbst — und die hat sie mit ihrem Plan (Widerspruch jetzt einlegen, Begründung Ende des Monats nach) korrekt im Griff. Der inhaltliche Teil darf also in Ruhe gut werden, statt schnell…"

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Zum Thema VDK: ich bin nach der Diagnose direkt dem VDK beigetreten, da ich mir schon dachte, das es eventuell mal Probleme bei Reha, Erwerbsminderungsrente oder GdB geben könnte und ich da Unterstützung ( auch rechtlich ) benötigen könnte. Zu Beginn gab es hier ganz in der Nähe eine Beratungsstelle, zwar nur einmal im Monat, aber immerhin. Diese Stelle wurde vor einiger Zeit geschlossen und ich müsste nun zur Hauptstelle, die weiter entfernt ist. Ich hatte im März Kontakt mit dem VDK bzgl. KFZ Hilfe und ich konnte bei der Terminvereinbarung entscheiden, ob der Termin in der Geschäftsstelle oder aber auch telefonisch stattfinden soll. Bei meinem Telefontermin wurde mir dann auch mitgeteilt, das ich eigentlich nicht in die Geschäftsstelle kommen müsste, falls ein Widerspruch fällig wäre , da der VDK ( zumindest bei mir in der Region) mittlerweile alles digital abwickelt.

Gutachten ist nochmal anders. Würde ich immer machen, ein Anruf. Ist in Deinen eingereichten Unterlagen nichts von einer Verschlechterung Deines Zustand beschrieben?
Wünsche Dir alles Gute.
Das wird gut.

Hallo May, vielleicht kannst Du. It dem VDK ein Videocall vereinbaren, die können wir auf alle Fälle helfen. Noch ein Tipp von mir, neben meiner eigenen MS Erkrankung habe ich eine autistische Tochter, die auch eine Ablehnung der Reha bekommen hat. Ich habe mit Hilfe der KI, mir verschiedene Formulierungen genommen und mit der Neurologin/Psychiaterin einen Widerspruch begründet. Der war so genial, das man meinen könnte ein Facharzt hat ihn geschrieben. Die Ärztin musste dann noch Fragen beantworten, auch diese habe ich mit der KI beantwortet und die Ärztin war so begeistert, das sie diese dann weggeschickt hat. Das gute bei der KI ist, das du durch lesen der Formulierungen und Symptome auch merkst, was alles nicht mehr geht. Mir hat es auf alle Fälle die Augen geöffnet , was meine Tochter alles mit macht, welche Probleme sie hat und was wir als Elternteil alles machen. LG Heike

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Hallo

Das einzige was ich an Unterlagen dem Antrag beifügen konnte war der Krankenhausbefund und da geht es nur um den Schub bzgl. Hand und leichten Missempfindungen im Bein.

Die Funktionseinschränkungen mit dem gehen/stehen kam erst 3-4 Wochen später dazu.
Haben wir aber im Antrag mit geschildert.

Mein Neuro wusste das, da genau in diesem Zeitraum der erste Offizielle Praxistermin bei ihm war.

Da ich in diesem Zeitraum jedoch auch ein neues Medikament probierte (Antidepressiva) stand der Verdacht von Nebenwirkungen im Raum.

Also sollte ich dies mit meinem Psychiater klären. Diesen erreiche ich ohne Termin nicht, weder telefonisch, noch per Mail und persönlich erst recht nicht.

Ich war dann 2x in der Akutsprechstunde aber wurde immer wieder nach Hause geschickt da bei ersterem Versuch bereits zu viele Patienten da waren und beim zweiten mal bekam ich keine Begründung. Also konnte ich den Verdacht von NW nicht klären.

Muss man sich mal überlegen: man steht eine 1/2h vor Praxisöffnung mit zig Patienten an der Eingangstür und darf wieder heim fahren. Mich sieht man dort nun nie wieder!

Ich habe das AD dann selbstständig abgesetzt. Die Problematik der Beine ist geblieben.

Meinen zweiten Neuro Termin habe ich jetzt erst am 22. Da fangen wir dann auch mit der ersten Gabe vom Kesimpta an. Ich bin mir sicher das er mir auch Physio verschreiben wird. Bis jetzt hatte ich nur Ergo über meine Hausärztin erhalten, was die Funktion der Hand auch zu 95% wieder hergestellt hat. Für die Beine gab es bisher nichts.

Sollte ich mich jetzt wirklich noch an den VDK wenden? Nicht das dann zu viele involviert sind und man durcheinander kommt. *schwierig

Ich bin ehrlich gesagt kein KI Freund. :slight_smile: Aber bei der Formulierung könnte es evtl. hilfreich sein. Ich denke jedoch das ich gern das Angebot von Chys4mi annehmen möchte.

Grüße

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Zum VDK kann ich aus leidvoller Erfahrung sagen, lass es. Besser eine Rechtsschutzversicherung.

Bei dem Widerspruch wäre ein Arzt der die Verschlechterung beschreibt sehr wichtig.

Ich denke der ärztliche Bericht des Neurologen wäre schon gut. Du brauchst Beweise, das es Dir schlechter geht.

Ich habe 2024 mindestens 8 Widersprüche geschrieben, ohne KI. Das ist anstrengend. Laß Dir helfen.

Hallo, das mit der Akutsprechstunde kenne ich jetzt von meinem Urologen. Ist ein MVZ. Die haben jetzt vorne eine Rezeption für alle Ärzte. Einmal war ich wohl relativ spät in der Akut Sprechstunde. Da waren schon sehr viele Patienten da. Man wollte mich wieder nach Hause schicken. Ich bin übrigens auf einen Rollator angewiesen und komme immer mit dem Taxi. Ich habe mich da fürchterlich aufgeregt. Die wollten mich wieder nach Hause schicken. Haben mich dann aber doch dran genommen. Beim letzten Mal war ich 20 Minuten vor der Akutsprechstunde da. Das hat dann funktioniert.

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Ich hole etwas aus.

Diese Praxis ist von mir mit öffentlichen Verkehrsmitteln (Bus, Bahn und Tram) 1 1/2 h entfernt (Fahrtkosten rund 14€). Das hätte ich mit meinen Beinen nicht geschafft. Daher hat mich meine Tochter, trotz arbeiten bis 23 Uhr, frühs 7:15Uhr hin gefahren. Mit Auto dauert es ca. 25min.

Aufgrund eines Unfalls auf der Autobahn, stand ich leider erst Punkt 8 Uhr vor der Praxis. 8 Uhr öffnet die Praxis regulär. Die lange Patientenschlange war schon am hinein gehen. Kurz bevor ich dran gewesen wäre, hörte ich bereits wie an der Anmeldung zu den Patienten gesagt wurde: “leider voll, heute keine Annahme mehr”.

Dennoch wollte ich mit jemandem an der Rezeption sprechen. Ich schilderte also das Problem und mir wurde gesagt: “kommen Sie Morgen wieder”.

Ich enttäuscht und meine Tochter auch. Jedoch war sie so lieb und fuhr mich nächsten Morgen erneut.

Dieses mal sind wir um 7Uhr los und ich stand 7:30Uhr vor der Praxis. Vor mir bereits 7 Patienten. Nach mir habe ich bei 27 aufgehört zu zählen.

Und was passierte erneute kurz vor der Anmeldung? “Tut uns leid, heute keine Aufnahme mehr”.

Ich war stinksauer und das hat jeder mitbekommen. Ich sagte an der Anmeldung das ich auf eine heutige Vorstellung verwiesen wurde, das ich nicht von hier komme, der Aufwand sehr groß ist und und und.

Es war Ihnen vollkommen egal!

Mal ehrlich, was wollen Patienten mit einem Arzt den sie nicht erreichen können? Gerade bei Antidepressiva heißt es immer “setzen sie nicht alleine ab, nur mit Rücksprache ihres Arztes usw.” und genau das wird dann verwehrt?!? So eine Praxis braucht keiner. Wenn man Nebenwirkungen eines Medikamentes hat muss man mit seinem Arzt bzgl. Einstellung, Dosierung oder Wechsel sprechen können und keine 3 Monate warten müssen und mit den Beschwerden bis dahin irgendwie klar kommen.

Das ist ein Desaster. Tut mir leid für Dich.
Bleib weiterhin stark.
Ich glaube die Schuld liegt nicht an diesen Praxen. Das ganze System ist krank…und es ist ihm egal, wie es Dir gerade geht. Ist so.
Finde einen Weg für Dich. Hausarzttermin vorverlegen?
AD einfach absetzen kann fatale Folgen haben, je nachdem, was Du nimmst.
Jetzt muß ich Dich fragen…die Beraterin zur Reha ist von der KK? Wenn ja, würde ich da nichts erwarten.

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Ja, verstehe ich. Das wäre mir dann auch zu doof. Zweimal hin und zweimal nicht dran angekommen. Da wäre ich auch ausgeflippt. Die Arzthelferin
hat mir beim ersten Mal gesagt, sie müsste jetzt den Urologen fragen. Ich bin aber mehr oder weniger zum Urologen durchmaschiert.
Ich fahre mit dem Taxi, weil ich habe Pflegestufe 3 habe. Das bezahlt die Krankenkasse. Aber auch erst seit letztem Jahr März. Öffentliche Verkehrsmittel gehen bei mir nicht, weil das schaffe ich nicht. Ich kann selber kein Auto mehr fahren. Mit Rollator und Taxi, weil ich kann halt auch nicht mehr so weit laufen. In dem MVZ ist vor ein paar Monaten was umgestellt worden. Es geht nur noch um Gewinn. Es gibt da jetzt auch viel mehr Patienten. Der Urologe ist jetzt auch auf doctolib zu finden. Man kommt halt nicht an dieser Rezeption vorbei. Es gibt welche, die melden sich dann nicht an. Aber erste Frage ist erstmal, waren sie an der Rezeption. Bei meinem Neurologen habe ich alle vier Monate einen Termin. Sonst kläre ich grundsätzlich alles telefonisch mit ihm. Ist das nicht für dich möglich? Den Arzt würde ich auch versuchen zu wechseln. Das AD aber nicht so einfach absetzen.

Ich danke dir.

Und ja natürlich, wie du schreibst ist das ganze System miserabel aber besser wird es ja auch nicht, ganz im Gegenteil.

Ich bin nur wirklich sauer bzw. enttäuscht. Meine Tochter zb. hat sehr oft Rückenschmerzen und würde gerne mal zur Physiotherapie gehen, auch um zu lernen was sie anders machen könnte im Bewegungsablauf.

Sie arbeitet seit 4 Jahren als Hotelfachfrau, seit einem Jahr hauptsächlich an der Rezeption. Sie ist 20 und hat noch alles vor sich. Leider bekommt sie bisher keine Physio verschrieben.

Kommt aber jemand der bereits Erwerbsminderungsrente erhält oder Altersrente werden mit Kusshand Rezepte ausgeteilt. Ich verstehe es einfach nicht. Es müsste doch zumindest gleichberechtigt sein.

Das gleiche auch mit dem Rehaantrag. Ich kenne zig Rentner die Regelmäßig zu ihren Rehas und Kuren fahren obwohl da beruflich der Zug abgefahren ist und hier wo noch eine Chance besteht, wird sich quer gestellt.

Genau wegen den fatalen Folgen, wollte ich ja in die Akutsprechstunde. Nun hab ich’s allein geschafft. Leider fehlt mir nun eine medikamentöse Unterstüzung, was sich bemerkbar macht. :frowning:

Ja, die Beraterin ist von der KK. Sie bot mir an zu helfen falls es zum Widerspruch kommt.

Ich denke das wichtigste sind Attest/Befund vom Neuro und nochmals von meiner Hausärztin. Beides hole ich mir.

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Nein, wie geschrieben komm ich an meinen Psychiater nicht ran. Weder telefonisch, noch per Mail. Auch die Praxis erreicht man nicht. Die arbeiten nur noch mit einem digitalen Bot.

Man kann nur vor Ort an die Anmeldung.

Ein Arztwechsel ist nicht möglich. Es gibt hier aktuell keine Praxis welche für mich zu erreichen wäre und Neu Patienten auf nimmt. :frowning:

Also steht man psychisch alleine da. Vielleicht könnte mir hier aber auch mein Neuro helfen, ich werde es ansprechen.

Ich habe das AD nur 6 Wochen genommen - das absetzen ging daher sehr gut.

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Das deine Tochter keine Physio Rezepte bekommt ist schade, aber würde ihr zumindest hier nicht weiter helfen, denn bei uns nimmt keine Physio Praxis mehr Patienten an und wir haben wirklich ungewöhnlich viele Praxen, alle auch sehr große Praxen mit mindestens 5 Physios. Vielleicht könnte deine Tochter von Rehasport profitieren, das verschreiben bei uns die Ärzte sehr großzügig und grundsätzlich bekommen in meiner Region gerade die jüngeren alles verschrieben und jede Überweisung ohne Probleme, bei älteren hingegen gibt es kaum noch was, die müssen kämpfen.

Da mal hier erwähnt wurde , daß der Rehaberater von der KK nicht wirklich hilfreich sei, das kann ich zumindest nicht bestätigen, meiner war wirklich top.