Es ist wissenschaftlich belegt, dass mediane EDSS-Werte in MS-Kohorten über die ersten 15 Krankheitsjahre konstant niedrig bleiben. Die meisten Patienten in MS-Ambulanzen haben über Jahre leichte bis moderate Verläufe – schwere bleibende Schübe sind die Ausnahme. Wenn die Roberts Studie das alles in einen Topf wirft, ist ein „abgeschwächter Kortison-Effekt“ keine Unterstellung sondern schlichte Mathematik.
Ich gebe dir Recht, dass wir in der Vergangenheit manchmal einen zähen Austausch hatten. Da ging es m.E. inhaltlich um die Akzeptanz der Ideen oder Quellen bzw. „Ob du überzeugt warst“ oder nicht.
Es wäre aber deinerseits eine Unterstellung nun zu behaupten, dass dabei übergriffige Provokationen oder Beleidigungen gefallen wären.
Ich kann mich jedenfalls nicht daran erinnern, dass früher überhaupt so geschrieben wurde im Forum und das ist leider eine bedauerliche Entwicklung. Dazu eine Gegenfrage: Da du ja schließlich länger hier aktiv bist: ist dir nicht aufgefallen, wieviele Foristen sich mittlerweile nicht mehr regelmäßig an Diskussionen beteiligen. Glaubst du wirklich, dass sie einfach „gerade besseres zu tun haben“?
Das kann man, wie vieles, nicht verallgemeinern.
Die Grenze, was ein ‘wirklich schwerer Schub ist’ zieht wahrscheinlich jeder anders.
Bei meinem letzten Schub wurde erst Mal ein MRT gemacht um auszuschließen, dass es ein Schlaganfall ist, da es von den Symptomen her so ausgesehen hat.
Ich war beeindruckt, wie schnell das Kortison gewirkt hat. Schon gleich nach der 1. Infusion konnte ich, auch für andere sichtbar, besser gehen.
Einig sind wir uns, dass es nicht bei jedem leichten Schub unbedingt Kortison braucht, aber bei einem Schub mit starken Einschränkungen würde ich es sofort wieder damit versuchen, da ich auch keine gravierenden Nebenwirkungen hatte.
Ja klar, sehe ich ähnlich.
Es gibt keine bewiesene Garantie, dass sich ein Schub, schlimmer, schwerer Schub in einem bestimmten Zeitfenster von Wochen wieder zurückbildet.
Man hat ja nicht alle 4 Wochen einen Schub und muss auf Kortison zurückgreifen.
Gefühlsmässig würde ich maximal 2x im Jahr einen Schub mit Cortison behandeln lassen, damit das Kortison nicht mehr Schaden anrichtet als ein Schub.
In der Medizin muss man genauso mit Wahrscheinlichkeiten rechnen, wenn nichts bewiesen ist.
Das ist mein persönlicher Plan, denn, auch MS braucht einen Plan, hoffe ich, glaube ich nichts kann man beweisen, und ich schon gar nicht.
Jeder Diskussionsbeitrag kann auch als Provokation begriffen werden. Kommt drauf an, wie die Diskutanten gepolt sind. Ich kann nur für mich sprechen: Mein primäres Ziel hier ist der Austausch. Das schließt nicht aus, daß ich hier und da auch mal eine kleine Provokation einbaue, meine künstlerische Freiheit sozusagen. Ob und wie die anderen darauf reagieren, ist ihnen überlassen. Provokation ist aber nicht mein Hauptziel.
Meine Meinung dazu: Man kann nicht erwarten, daß jeder alles aufnimmt und reflektiert, was ich selbst ins Forum stelle. Jeder hat seine Präferenzen und Themen, seine Tagesverfassung usw. Jeder hat seinen eigenen Radar, mit dem er an die Welt herantritt. Ich möchte das niemandem vorwerfen. Auch zum Beispiel Andy345 nicht, der die Neurologenaussage nicht kannte, obwohl ich sie zig-fach wiederholt hatte. C`est la vie, so sind die Menschen…
Kann ja sein, daß an deiner Annahme etwas dran ist. Wenn aber aufgrund einer Annahme die Ergebnisse einer Studie angezweifelt und gleich neu definiert werden, ohne den Hintergrund ausreichend darzustellen und ggf. zu belegen, muss damit gerechnet werden, daß Widerstand formuliert wird oder zumindest Fragezeichen.
Gesetzt den Fall, du hättest Recht und in den ausgewählten Stichproben befänden sich überwiegend leichte Verläufe mit schwächeren Schüben: Sollte eine so offensichtliche mögliche Verzerrung des Studienergebnisses den Autoren der Studie nicht bewusst sein und im Studiendesign berücksichtigt werden? Und sollte diese Möglichkeit einer Verzerrung des Ergebnisses aufgrund der Zusammensetzung der Stichprobe nicht auch irgendwo im Endbericht erwähnt werden? Manchmal werden in Studienberichten die Grenzen der Studie, mögliche Verzerrungen und Schwächen genannt. Im kurzen Abstract dieser Studie ist aber nichts dergleichen erwähnt. Zum ausführlichen Endbericht habe ich keinen Zugang.
Wie die Verteilung der Fälle in der Studie tatsächlich aussieht, wissen weder du noch ich. Schade eigentlich, würde mich interessieren.
So mag deine Annahme plausibel sein, sie ist aber im Moment weder belegt noch bewiesen. So muss ich zunächst mit den offiziell verlauteten Ergebnissen umgehen, die schon genannt wurden.
Ich erinnere mich, daß es auch schon zu früheren Zeiten unangenehme Auseinandersetzungen und Stänkerei gab. Ich meine jetzt weder dich noch mich, sondern allgemein. Das ist kein neues Phänomen.
Ich weiß nicht, warum manche hier nicht mehr schreiben. Das kann vielfältige Ursachen haben. Ich las schon manchmal das Argument “zu harter Ton” und “zuviel Politik”. Aber hier fühle ich mich nicht schuldig. Ob du dich schuldig fühlst, weiß ich nicht. Ich selbst kann mich nur bemühen, mich hier möglichst konstruktiv zu beteiligen. Was ich auch tue, denn mir gefällt das Forum. Ansonsten muss ich loslassen und den Dingen ihren Lauf lassen, wenn ich sie nicht beeinflussen kann.
Es kommt immer darauf an, welche Reaktionen auf Beteiligung folgen.
Wenn man gesagt bekommt, du hast hier nichts sinnvolles beizutragen, dann hört man halt auf.
Für mich sind eure Texte mit Zitaten und quer verweisen zu lang und auch schwer zu lesen.
Und ich habe das Gefühl alles wird ständig wiederholt und ihr dreht euch im Kreis… Kann aber auch nur mein Eindruck sein.
Hinzu kommt, ich versuche mich nicht nur auf den klinischen Aspekt meiner MS zu konzentrieren. Ich lebe! Ich lache gerne, diskutiere gerne über andere Themen und ich nehme mich nicht zu ernst.
Ich muss hier keinen Nobelpreis gewinnen.
Ich lerne lieber Menschen mit der gleichen Erkrankung kennen und tausche mich gerne vielfältig aus…
So, jetzt habe ich euch wissenden wieder gestört…
Unwissende sagt tschüß und viel Spaß noch beim diskutieren
Hallo, ich lasse mir höchstens zweimal im Jahr Cortison geben. Das kann auch mein Neurologe vertreten. Ich denke, zu viel ist nicht gesund. Des weiteren ist ein Krankenhausaufenthalt für mich einfach zu anstrengend. Ich gehe grundsätzlich immer ins Krankenhaus. Mein Neurologe ist der Meinung, dass das richtig kontrolliert werden muss. Er befürwortet nur die intravenöse Abgabe von Cortison, keine oralen. Er selber macht das nicht mit Cortison. Letztes Jahr im Herbst, kam mein Vater ins Krankenhaus. Da hatte ich zwei Schübe. Habe erstmal abgewartet. Dann kam der dritte Schub innerhalb kürzester Zeit. Dann bin ich also ins Krankenhaus gegangen. Es war zu sehen im MRT ein alter Herd. Der war hochaktiv. Seit April hat sich jetzt das Ganze beruhigt. Ich hoffe, der kommende Herbst/ Winter wird besser für mich.
Entschuldige, aber was ist das Ziel von deinem Beitrag?
Habe ich dir das geschrieben?
Habe ich in einem deiner Threads in der Vergangenheit einen ähnlichen Kommentar abgegeben?
Warum hast Du das Bedürfnis, deine Meinung zu den Beiträgen anderer im Forum klarstellen zu müssen wie hier oder geht es dir darum, ein Beispiel zu liefern für spontane übergriffige Beiträge, die man neuerdings in diesem Forum lesen muß?
Wenn du jedenfalls ein Problem mit meinen Beiträgen hast, kannst Du das auch gerne direkt mit den Forenbetreiben besprechen.
@ Alle Soll ich mir nun nicht nur Gedanken machen, warum manche hier im Forum nicht schreiben, sondern auch noch, warum einzelne in bestimmten threads nicht mehr schreiben? Also ehrlich, irgendwo hört’s dann mal auf. Ist das hier Psycho oder ein ganz normales Forum zum Austausch?
Jeder, jede beteiligt sich an den threads, die interessieren. Den Rest darf jeder getrost ignorieren. Fertig.
Mir gefallen manche threads auch nicht, manche nerven mich sogar. Ich kann sie einfach ignorieren und tue das auch. Ich muss nicht überall meinen Senf abgeben. Ich muss mich nicht überall beteiligen. Und ich muss auch nicht überall nörgeln. Die Menschen sind halt verschieden.
Das wars von mir zum Thema Psycho. Gerne noch etwas was zum Thema Kortison, falls es was neues ist und nicht schon gesagt wurde.
Mit Renate S. hatte ich (virtuell) wenig zu tun, da ich im alten dmsg-Forum nicht geschrieben habe und hier erst später dazugestoßen bin. Bei Uwe anders. Seit ich mich an der MS-Forenwelt (Weihe, Ufos, Sallys, Amsel) beteilige, war er als sozusagen Urgestein immer präsent. Leider weiß ich nicht, wie es ihm geht und was er jetzt macht. Sein Ton war zwar manchmal für meinen Geschmack etwas ruppig. Trotzdem finde ich es schade, daß er sich vor eineinhalb Jahren aus allen mir bekannten Foren gleichzeitig abgemeldet hat. Warum er sich überall abgemeldet hat, hat er nicht klar kommuniziert. Er hatte viel Erfahrung und konnte viel erzählen. In seinen Beiträgen hat er sich oft so verabschiedet:
Renate S hatte das Kortison so erklärt:
Je grösser das Molekühl ist, bzw. das KKoid desto stärker ist der Abdichtungseffekt. Vergleicht man eine offene Stelle in der BHS mit einem Riss in der Mauer wo Feuchtigkeit eintreten kann wirkt z.B. das Dexamethason bzw. MethylP. als Art Kitt diese stelle wieder abdichten.
Nagelt mich nicht fest, so ähnlich hat sie die Funktion von Cortison beschrieben, aber über die Suchfunktion per Lupe müsste man das finden…
schönes WO Ende.