Parasitär habe ich über den thread “Neudiagnostiziert” versucht, Nachforschungen in Sachen “Gewichtsabnahme und MS” anzustellen. Untergegangen bin ich. Geschieht mir ganz recht.

Also nochmal - im nagelneuen thread - die Frage:

Bemerkt ihr an euch Gewichtsverlust? Oder wart ihr immer schon dünn? Wart ihr - wie ich - “am Anfang” schlank und seid jetzt dünn? Oder habt ihr - ganz im Gegenteil - das Gefühl, es könnten ruhig ein paar Kilo weniger sein?

Wenn ich meinen MS-Freundes/Bekanntenkreis gedanklich durchforste, erstehen vor meinem inneren Auge - beinahe durch die Bank - lauter z’nirchtige, verhungerte, mickrige Gestalten auf. Meine Wenigkeit (im wahrsten Sinne des Wortes) inklusive.

Besteht zwischen MS und kontinuierlichem (nicht rasantem, aber eben stetigem) Gewichtsverlust ein Zusammenhang? Welche Rolle spielt dabei die Dauer der Erkrankung? Nach 10 Jahren MS konnte ich noch keine Veränderung feststellen. Nach fast 25 Jahren sehr wohl. Ja, klar der Faktor Alter spielt eine Rolle. Manche Menschen werden in späteren Jahren fett, andere knittrig. Ich scheine der Neigungsgruppe “knittrig” anzugehören.

Was mich interessieren würde: Gibt uns die MS allen miteinander einen Schubser in Richtung “knittrig” oder bild ich mir da einfach etwas ein?

Bin gespannt auf eure Beiträge!

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Ich bin schlank. Ich bin aktuell auf der Reise und bewege mich dementsprechend viel. Ich nehme super schnell ab, nur wenn ich normal gehe. Mich kostet das einfach unfassbar viel Energie, so viel kann ich gar nicht essen um das aufzufangen. Einer der wenigen Vorteile wenn man MS hat, alle anderen die ich kenne sind mit 40+ in die Breite gegangen.

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Die körperimmanente Dynamik, die du ansprichst, ist tatsächlich bemerkenswert: Ich strampel mich auf meinem Standrad ab und lege ein bisschen Muskelmasse zu. Wie schön! Nehmen wir an, dass sich ein Infekt und direkt im Anschluss Periode incl. Migräne die Klinke in die Hand drücken und ich 2 Wochen das Rad nur aus der Ferne betrachten kann. Die mühsam aufgebaute Muskel"masse" hat sich zwischenzeitlich in Luft aufgelöst. Einfach aufgelöst. Also ob da nie etwas gewesen wäre. Faszinierend.

Ob es wirklich so vorteilhaft ist, dass wir nicht leicht zunehmen, lass ich mal dahingestellt sein.

Dem schwächsten Gegenwind (was auch immer es sei) vermögen wir nichts entgegenzusetzen. Ich komme mir manchmal vor wie ein dünnes Schilfrohr, über das ein Hurrikan hinwegfegt. Wäre ich ein stämmiger Mammutbaum, würde ich mich etwas widerstandsfähiger fühlen. Einfach, weil da Reserven wären.

Um meinem Mammutbaumziel ein wenig näher zu kommen, bin ich gerade dabei, mich ein wenig “aufzupäppeln” (mästen).

Leider mit wenig Erfolg, weil wenig Appetit :roll_eyes:

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Bin bei 106kg bei 1,90 Meter. Also das Gegenteil von zu dünn. Versuche regelmäßig Sport und Yoga zu machen um den Körper die Muskelmasse zu erhalten, ich nehme aber eher zu als ab, muss dementsprechend auf die Ernährung achten.

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Ich war schon immer schlank (bis auf den Hashimoto Ausbruch), den Rest hat mir die erste Corona Infektion genommen (plus MS Ausbruch ).Habe 5 Jahre gebraucht, um 3 Kilo zuzunehmen. Letzten Oktober wieder Corona, 4 Kilo weg. Anders, schwerer atmen kostet viel Energie, laut Ärzte.
Jetzt kämpfe ich, nicht ins Untergewicht zu rutschen, und das ist auf gesunde Art unglaublich schwer…
Die meisten MSler, die ich kenne, sind schlank, vielleicht bedingt durch Umstellung der Ernährung? Weil MS dem Körper viel Energie abgewinnen konnte?

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Bin noch nie super schlank gewesen… Durch falsche Ernährung ( TK Pizza, Pommes, viele Fertigprodukte) habe ich auch mein Diabetes Typ 2 gewonnen…
Jetzt mit der Diagnose MS achte ich mehr auf mich.

Keine Ausreden mehr, ich koche frisch und esse dank kleinerer Teller weniger.
Also bei mir eher das Gegenteil.
Stelle es mir genauso schwierig vor, zuzunehmen wie der Kampf abzunehmen.
:hugs:

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Gesund zuzunehmen ist verdammt schwer…

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Die Diagnose hat mir die Lust auf Essen genommen. Bei 1,70m wiege ich unter 50kg. War schon immer schlank, aber anders.
Fazit. Ja, ich habe Mühe, nicht noch mehr Gewicht zu verlieren, seit ca. 3 Jahren zunehmend. Ob es mit der MS zusammen hängt, glaube ich weniger. Ist eher der Kopf.

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Ja, ich war schon immer schlank. Trainiere inzwischen viel, was mich natürlich auch viel Energie kostet, da ich schnell erschöpft bin.
Mache viel Pilates und teilweise Yoga ( nur bestimmte Übungen).

Ich habe die Diagnose erst seit 03/24, mit bereits vielen Einschränkungen.
Mir ist aufgefallen, Stress und seit dem ich Sativex nehme, habe ich weniger Hunger, esse nur noch keine Portionen und kleine Sünden meist am Abend.
Meist trinke ich meine Latte am Morgen und esse drei Datteln und bin oft satt bis zum Nachmittag. Trinke natürlich meine zwei Liter Tee am Tag.

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Ich war schon immer schlank und bin mit Einsetzen der Erkrankung dünner geworden. Ich gehöre zu den Vata-Typen (im Ayurveda), die ihr ganzes Leben lang schlank bleiben und schwer zunehmen.

Früher dachte ich auch so wie du @Parichehr, die “Dünner Lauch”-Figur sei ein typisches Merkmal von MSlern. Inzwischen kenne ich aber viele, die auch mit MS sehr kräftig und sogar übergewichtig sind, so daß ich meinen Eindruck korrigieren muss.

Ich weiß nicht, warum ich mit Einsetzen der Erkrankung an Gewicht verloren habe. Wirkt die Krankheit so zehrend?

Ja, gesund zunehmen ist nicht einfach. Ich werde es weiterhin versuchen mit einfach mehr essen und parallelem Training, denn Muskelmasse schafft auch Gewicht. So dünn zu sein ist nicht gut. Eine kleine Sturmböe kann mich einfach wegpusten. Ich hätte gerne mehr Substanz und Stabilität.

Ich glaube, ich esse insgesamt zu wenig. Eine meiner Lieblingsroutinen ist Intervallfasten am Vormittag. Aber wie soll ich da zunehmen? Besser wäre es, ich nähme mir Zeit für ein nahrhaftes Frühstück…

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Dito.Geht mir genauso

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Ja.
Unbedingt!
Kohlenhydrate!

Sonst nimmt der Körper den Betriebsstoff zum einen aus den Muskeln, was dich schwächt und baut vorhandene Fette ab. Das kann auch gefährlich sein, wenn z.b. die Capsula adiposa renis ( Nierenfettlager aus Baufett, das zur Erhaltung der Organlage und als Polstermaterial der Niere dient.)

VORSICHT!

Warum fastest du, wenn du eh ein Spargel bist?

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Es ist ja nur Intervallfasten am Vormittag, ab Mittag nicht mehr. Ich habe morgens noch keinen Hunger und genieße es, mich unbelastet von Essen und Verdauung leicht, beweglich und energiegeladen zu fühlen. Wenn ich dann esse, fühle ich mich wieder müder und schwerer.

Aber das muss ich wohl in Kauf nehmen, sonst wird das nichts mit dem Zunehmen :thinking:

Ich kenne beides: als Jugendliche bis ins frühe Erwachsenenalter war ich übergewichtig, dann in den 20er und Anfang der 30er untergewichtig.
Seit ich Psychopharmaka nehme und nach der Schwangerschaft hab ich Normalgewicht. Muss aber eher aufpassen, damit ich nicht zunehme, aber da ich mich recht gesund ernähre, klappt das ganz gut :muscle:

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Ohne jetzt mehr als deinen Einleitungstext gelesen zu haben würde ich vermuten die Kombination aus psychischen Stress ,der Versuch der gesunden Ernährung und der erhöhte Energieverbrauch durch bei vielen auftretenden muskelspastiken und Krämpfen dürfte dafür verantwortlich sein

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Vielleicht einen großen Kakao als Frühstück?

Was heißt denn ‘gesund’ zunehmen ist schwierig?
Wenn ich mir selbst ohne medizinische Notwendigkeit alle möglichen Beschränkungen auferlege, weil angeblich ungesund, entzündungsfördernd, schädlich bei MS etc. und dadurch zu wenig esse, ist es natürlich schwer, zuzunehmen.
(Das war jetzt nicht speziell auf dich bezogen, sondern allgemein.)

Wenn das wirklich ein Problem ist, vielleicht eine Ernährungsberatung?

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Das
“Ich habe morgens noch keinen Hunger und genieße es, mich unbelastet von Essen und Verdauung leicht, beweglich und energiegeladen zu fühlen. Wenn ich dann esse, fühle ich mich wieder müder und schwerer.”

geht mir auch so.
Allerdings ist “zu dünn” nicht mein Thema - Herz, Lunge und Gelenke würden sich über - 10 kg freuen.

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Tournesol, danke. Aber Kakao morgens ist nicht mein Ding. Aber die Richtung stimmt schon: Ein leichtes Frühstück, das nährt, aber nicht so stark belastet.

Ich hatte übrigens schon einmal eine Ernährungsberatung wegen geringem Gewicht während einer Reha. Ein Punkt, an den ich mich erinnere, waren Zwischenmahlzeiten.

Seufz, eigentlich weiß ich, was zu tun ist, und das meldet mir auch meine Intuition. Aber wie heißt es so schön, wissen reicht nicht, man muss es auch tun…

Ich bin auch sehr schlank. Das war ich schon immer. Seit 25 Jahren MS. Seit August 2024 nun 2 mal pro Woche Kraftsport wg beginnende Osteoporose. Seit Mai letztes Jahr Ernährungsumstellung wg Hinweis auf eine Insulinresistenz, also kein Weißmehl (Vollkornprodukte, gesunde Fette etc.) , fast keine Süßigkeiten sowie Einhaltung der Reihenfolge beim Essen wg Blutzuckerspiegel. Bei 1,53 cm, 40 Kg.

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Ich hatte noch nie ein Gewichtsproblem, konnte immer essen was ich wollte, ohne zuzunehmen. Und ich esse sehr gern. Ich bin groß und schlank, manch einer würde wahrscheinlich sagen zu dünn.
Bin 179 cm groß und immer so um die 58, 59 kg schwer. Fühl mich wohl damit.
Mein Maximalgewicht war mal so bei 64 kg, da dachte ich schon, ok, jetzt werde ich fett!
War aber nur ne kurze Phase, Wechseljahre!
Hab diese Veranlagung wahrscheinlich mütterlicherseits mitbekommen. Väterlicherseits sind die Damen klein und breit, oder nur klein.
Grüße

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