Was heißt ’ zuverlässig genug’? Statistische Wirksamkeit von über 90%?
Die nützt mir auch nichts, wenn ich zu den 10% gehöre, wo es nicht wirkt.

Für mich ist entscheidend, welche Wirkung ich bei mir feststelle und dazu muss ich ein Medikament ausprobieren.
Natürlich kann ich den unwahrscheinlichen Fall nicht völlig ausschließen, dass die Schubaktivität oder Progression auch von selbst in genau diesem Moment zurückgegangen wäre, wo ich mit der Medikamenteneinnahme begonnen habe.
Vielleicht würde es einigen Sporttreibenden ohne Sport mindestens genauso gut gehen?

Es ist keine Unterstellung, dass du im Zusammenhang mit der Wirksamkeit von MS Medikamenten immer wieder vom Placeboeffekt schreibst.
Möglicherweise könnten die Nebenwirkungen umgekehrt auch nur auf einem Noceboeffekt beruhen?

Vielleicht könnten wir uns darauf einigen, dass ich eine medikamentöse MS Therapie mache, die bei mir wirkt, während du, angesichts nicht zuverlässig nachgewiesener Wirksamkeit und möglicher Nebenwirkungen, ohne besser fährst?

Dem ist wenig hinzuzufügen…

Aber es ist eine Unterstellung, dass ich den Medikamenten grundsätzlich ihre Wirksamkeit abspreche, ich zweifle nur den Grad der Wirksamkeit an, das ist ein sehr großer Unterschied!

Wir können uns höchstens darauf einigen, dass Du von der Wirkung Deiner Medikation überzeugt bist, aber nicht, dass diese Überzeugung auch der Realität entspricht und nicht nur Mutmaßung ist. Weder ich noch Du noch irgendwer kann das mit 100%iger Sicherheit sagen. Dein Empfinden muss nicht die Tatsächliche Realität widerspiegeln - genauso wenig wie meine.

OK, lassen wir das. Jede weitere Diskussion macht überhaupt keinen Sinn.

Ich verstehe nicht, warum einige nicht akzeptieren können, dass MS Medikamente eine spürbare Wirksamkeit haben, nur nicht jedes Medikament bei jedem. Vielleicht bilde ich mir die aber auch nur ein.

Dann setzt weiter ausschließlich auf Sport oder sonst was, das eine 100%e nachgewiesene Wirksamkeit hat.
Schön, dass es euch damit gut geht.