Was das Treppenfahren mit dem Rolli anbelangt, verstehe ich deine âWeltbesteââŠdas Risiko auf der StraĂe zu fahren lĂ€sst sich leichter abwĂ€gen denke ich
Verdammt gute Anregungen hier!!
NatĂŒrlich verkauf ich meine BMW nicht! Und wenn ich nur 5 km pro Jahr fahre.
Vielleicht sind es nÀchstes Jahr ja doch wieder 6 km 
Und wenn sich ĂŒber Aktivurlaub ausgetauscht wird kann ich oft nur lachen.
Ich bin immer aktiv, lerne jetzt sogar Sprachen, auch in meiner Freizeit nicht nur im Urlaub.
Und laufe ums Viertel, im Wald oder sonstwo, schaue mir vieles genauer an, hatte frĂŒher oft einiges einfach ĂŒbersehen(Umwelt, Tiere und Menschen) 
Und wenn was nicht klappt, nie aufgeben, vielleicht ist es Morgen besser!
Will einfach noch Erfahrungen machen, egal ob negativ oder positiv, gehört doch beides zum Leben. Werte, Sichtweisen und ŽKultur`en kennen lernen. Es gibt ja noch so viel kennen zu lernen.
Mit den Rolltreppen habe ich hin und wieder auch Probleme. AufwĂ€rts ist immer besser als abwĂ€rts, also denkt dran immer nur AUFWĂRTS.
Schlechte Tage nicht ĂŒberbewerten und gute immer im Gedanken behalten, genauso wie die guten Erinnerungen, die Euch weiterbringen.
Sich selbst, ja auch die umgebende Gesellschaft nicht zum Zentrum der Weisheit und des Universums heraufbeschwören, daran will ich arbeiten und noch viel mehr.
Ja, war ich auch, bis es mich halb kaputt gemacht hat⊠Selbst mein Vater und meine Tante taten mir nicht mehr gut⊠War sehr schmerzhaft, aber es ging mir immer besser. Als meine Tante verstarb, fragte mein Vater mich auf einer Familienfeier, warum ich den Kontakt abgebrochen hatte. Meine Antwort: Alles, was mir nicht gut tut, muss weg, auch wenn es Familie ist.
Jetzt verstehen wir uns wieder sehr gut, er ist endlich fĂŒr mich da, wenn ich ihn brauche.
Mir haben oftmals andere die Entscheidung abgenommen, ich musste nur noch mit den Folgen klarkommen 
Aber ein ehemaliger Freund hat den Vogel abgeschossen, der fing nach jahrzehntelanger Freundschaft auf einmal grundlos einen Streit an, um mir dann vorzuwerfen, ich hĂ€tte ihn provoziert - und auch nach (unnötigen) Entschuldigungen meinerseits, nahm er das als Anlass unsere Freundschaft zu beenden, ich habe noch mehrfach versucht das zu klĂ€ren, ohne Erfolg - heute denke ich, er hat sich einfach einen Grund zusammengebastelt, um mir die Schuld geben zu können, damit er sich nicht vorwerfen muss die Freundschaft nur aufgrund meiner sich damals langsam anbahneneden HilfsbedĂŒrftigkeit beendet zu haben - War ihm wohl zu doof einen eingeschrĂ€nkten Freund zu haben den man womöglich noch unterstĂŒtzen mĂŒsste 
Ja, kommt leider vor, daĂ sich âFreundeâ verabschieden, wenn man nicht mehr so âfunktioniertâ wie zuvor. Habe ich auch schon erlebt. Manche erleben das auch in Partnerschaften und Ehen.
Wie hat Paulina heute passend formuliert: âManche Freundschaftsoase entpuppt sich in DĂŒrrezeiten plötzlich als Fata Morganaâ
Oh danke @Nalini ! Genau daran habe ich beim Lesen gedacht, wusste aber nicht mehr wo⊠
Wieder mal eine Frage, ĂŒber die es sich vielleicht lohnt nachzudenken:
" Wodurch schrÀnke ich meine Lebendigkeit ein, um mehr Bequemlichkeit oder Sicherheit zu haben"?
Indem ich Dinge nicht unternehme, weil es vielleicht nicht gut geht.
Das versuche ich immer zu unterlassen, ich prĂŒfe vorher sehr genau, wer grade mein âBeraterâ ist.
Angst oder Zuversicht
Wenn es dann doch besser als gedacht geklappt hat, ist das Selbstwirksamkeit pur fĂŒr mich
Ich vermeide Besuch von meinem Bruder mit Familie⊠War ohnehin nur ein bis zweimal im Jahr fĂŒr zwei Tage mit Ăbernachtung.
Das letzte Mal Silvester 24/25 . Ist mir zuviel. 
Komplett anderer Familien Rhythmus und ich kann zwei Tage nicht zur Ruhe kommen.
FĂŒhle mich schuldig und vermisse ihn sehr.
Leider hat er es alleine ohne Familie noch nicht geschafft. Ist ja auch blöd von mir.
In der Zeit ohne Botox und SK habe ich mich mit meiner hyperaktiven Blase, die sich nur noch teilweise entleerte sehr aus der Ăffentlichkeit zurĂŒckgezogen.
An vielen Veranstaltungen nahm ich nicht mehr teil, oder saĂ in der letzten Reihe ganz auĂen. Ich musste stĂ€ndig und dann ganz dringend.
Bei KĂ€ltereiz an den Beinen z.B. beim Fahrradfahren, im Supermarkt an der KĂŒhltheke, beim Spaziergang im WinterâŠEs war der reinste Psychoterror.
So blieb ich zuhause und war entspannt, habe Menschen die mir wichtig waren zu mir eingeladen und reiste nur noch im worldwideweb sowie Reise-Dokus im Fernsehen, redete mir ein, dass mir eigentlich nichts fehlt.
Dank Botox, Obgemsa und SK habe ich die Blase wieder im Griff und merke, wie entspannt, erleichtert und gerne ich wieder âunter die Leuteâ gehe.
Ach du bist es, die mir im Kino immer den Platz da streitig machtâŠ

Jetzt nicht mehr 
Zur eigentlichen Frage⊠das zu beantworten fÀllt mir gerade schwer.
Wodurch nehme ich mir Lebendigkeit?
hmmm. hmmmâŠ
Vielleicht war Lebendigkeit in jeder Hinsicht( berauschend wie auch sehr belastend.) in den letzten paar Jahren zu extrem in meinem Leben.
Jetzt hat SELBSTFĂRSORGE PrioritĂ€t.
SelbstfĂŒrsorge kann auch dazu fĂŒhren, dass man sich einschrĂ€nkt um nicht aufzufallen, sich nicht zu blamieren, nicht bedauert zu werden âŠich wohne auf dem Dorf und meide Situationen (Versammlungen z.B.) wo ich im Vorbeilaufen von anderen beobachtet werde weil ich weiĂ, wie da geredet wird:" oh, schau mal, die lĂ€uft heute aber arg schlechtâŠdann wird man bedauert und besonders freundlich behandelt
Ich mag nicht bedauert werden
Mich wĂŒrde mal interessieren, wie ihr euch philosophisch erklĂ€rt, in dieser âMS Situationâ zu stecken, und ob es von der vorigen Lebensphilosophie abweicht durch die KrankheitâŠ
Ich z.B. wĂŒrde sagen, auf der haben Seite hat diese Krankheit mir viel Demut und Gelassenheit gebracht⊠leider hat Sie auch einiges genommen, das mir wichtig ist -vielleicht bekomm ich ja noch etwas zurĂŒck - ach und wo wir dabei sind, Hoffnung und Tiefes Vertrauen - mir hat die Krankheit gezeigt, wie man mit Verzweiflung klarkommt, wie schön es ist, wenn der Regen sich verziehtâŠ
Ich wĂŒrde lieber ohne die MS leben, aber da das keine Option ist, arrangiere ich mich ganz gut - solange nicht gerade ein Totalausfall ins Haus steht 
FĂŒr mich bedeutet Philosophieren u.a. nachzudenken ĂŒber den Sinn des Lebens, was ist Freude, GlĂŒck, was ist wichtig fĂŒr ein erfĂŒlltes Leben, was schafft ZufriedenheitâŠ
âŠund Krankheiten allgemein bringen Menschen zum Nachdenken ĂŒber die Zukunft, Vergangenheit und die Gegenwart
âŠman fragt vielleicht warum
âŠwas kann ich tun
Und wer die Hoffnung, die Zuversicht, Geduld, Optimismus sowie Aufgeschlossenheit fĂŒr Neues nicht verliert ist ein echter GlĂŒckspilz
Beim Philosophieren ist mir eines bewusst geworden: es gibt sehr zufriedene, heitere, gelassene âKrankeâ ebenso wie permanent unzufriedene âGesundeâ
Ich denke aber manchmal auch, dass Menschen die schon vorher eine Null in Zwischenmenschlichkeit und der Verbindung mit dem eigenen Ich waren, es auch grundsĂ€tzlich schwerer haben, dann eine Krankheit wie MS zu akzeptieren - soll jetzt nicht so klingen, als wenn ich nie mit der Krankheit hadere, aber ich glaube, ich habe gelernt das unabdingbare ohne Groll zu akzeptierenâŠ
(gelegentliches Fluchen muss erlaubt seinâŠ)
Ja, ich sehe das auch so.
Aufgeschlossene, optimistische Menschen kommen mit Schwierigkeiten, SchicksalsschlĂ€gen viel leichter zurecht als PessimistenâŠaber ist es eine Frage der eigenen Entscheidung ob ich eher der eine oder der andere Typ bin?

mitfreu