Oh, das kenne ich! Wenn er endlich eine Pause und ich etwas sage, kriege ich gleich einen auf den Deckel, aber mich ausreden lassen kann er auch nicht, und er quatscht mitten in meinen Satz! 
In manchen FĂ€llen ist es meiner Ansicht nach legitim, den anderen zu unterbrechen. Das ist mMn der Fall, wenn die Redezeiten im GesprĂ€ch zu unterschiedlich sind. Und zwar nicht nur ab und zu, wenn auĂergewöhnliche Dinge zu berichten sind, sondern stĂ€ndig im alltĂ€glichen Austausch. Es gibt ich formuliere mal leger âLabertaschenâ, Leute, die sich gerne reden hören und die sich nicht kurz fassen können und die Dinge nicht auf den Punkt bringen. In solchen FĂ€llen ist es fĂŒr mich in Ordnung, an passender Stelle zu unterbrechen.
Wenn zum Beispiel im GesprÀch der andere stÀndig 80 Prozent der Redezeit beansprucht und mir nur 20 Prozent bleiben, ist das ein Ungleichgewicht, das ich (auf Dauer) nicht akzeptieren möchte.
Es geht nicht unbedingt um die Summe der Redezeit (da wird mir auch vorgehalten, dass ich wenig rede und nichts erzÀhle) sondern um das Unterbrechen um spontan dazu etwas zu sagen.
Ich habe den Eindruck, das ist eher im Norden ein Problem.
Ich habe den Eindruck, das ist eher im Norden ein Problem.
âŠdas glaube ich nicht, das gibt es wohl ĂŒberall, dass welche
sich gerne reden hören,
ewig brauchen um auf den Punkt zu kommen oder
nonstop völlig Belangloses und Uninteressantes Zeug reden
Mir fÀllt es dann auch furchtbar schwer,
mich zurĂŒckzuhalten
nicht zu unterbrechen
aufmerksam zu bleiben
âŠdeshalb habe ich mir angewöhnt, das Wichtigste so kurz und knapp wie möglich weiterzugebenâŠmanchmal auch in Form von Zitaten wie z.B. : " in der KĂŒrze liegt die WĂŒrze"
âŠdie kommen aber auch nicht immer gut an 
Ja stimmt, das kenne ich auch: das Unterbrechen (unabhĂ€ngig von der Summe der Redezeit), weil jemand spontan einen Gedanken hat und meint, den unbedingt sofort loswerden zu mĂŒssen. Das kenne ich von anderen und auch von mir.
Da ich das unangenehm finde, ĂŒbe ich es auch, mich zurĂŒckzuhalten und die Mitteilung des spontanen Gedankens auf spĂ€ter zu verschieben. Sonst wird fĂŒr meinen Geschmack ein GesprĂ€ch zu chaotisch und undiszipliniert.(By the way ist das auch ein gutes Gehirntraining fĂŒr mich.)
Und ja, kann sein, daà das auch MentalitÀtssache ist und zum Beispiel von Land zu Land verschieden. Zum Beispiel gelten die Italiener als lauter und temperamentvoller als andere.
Wenn mich jemand hĂ€ufig unterbricht, bitte ich, mich ausreden zu lassen. Zum Beispiel im GesprĂ€ch mit einem temperamentvollen polnischen Bekannten muss ich stĂ€ndig sagen: âLass mich doch mal ausredenâ, manchmal ergĂ€nzt durch âdu weiĂt doch noch gar nicht, was ich sagen möchteâ⊠Puh, manchmal ganz schön anstrengendâŠ
Zum Thema unterbrechen:
In meiner letzten Reha saĂen alle msler an einem Tisch und alle redeten irgendwie gleichzeitig.
Wir haben dann festgestellt, dass das alle machen um nichts zu vergessen was sie sagen wollen.
Das hat wunderbar geklappt
Was ich nicht mag ist, wenn sich schon bei 4 oder 6 Personen stĂ€ndig RedegrĂŒppchen bildenâŠerstens ist das fĂŒr mich anstrengender mich zu konzentrieren zweitens finde ich, dass man sich im kleinen Kreis eher gedulden und zuhören kann, dann abwechselnd spricht und nicht gleichzeitig
Die Angst, dass man etwas Wichtiges wieder vergessen hat bis man dran ist, kenne ich auch
âŠaber dann war es vielleicht gar nicht so wichtig
Genau so kenne ich das von mir selber auch. Mangels KurzzeitgedÀchtnis werfe ich schnell mal was zum Gesagten ein, damit es nicht vergessen wird. Ich find das selber nicht toll, aber oft hilfreich. 
Hmhh, radikale Konstruktivisten meinen: âDie Wahrheit ist die Erfindung eines LĂŒgnersâ, Ă€hnlich sieht es der Philosoph und Psychologe Paul Watzlawick.
Kann man ĂŒberhaupt die Wahrheit ĂŒber etwas herausfinden? 
Und will man die Wahrheit wissen? Tut manchmal unnötig weh⊠
Die Liste finde ich auch sehr schön. Beim Thema Selbstentfaltung komme ich gerade ins GrĂŒbeln: âBegrenze dich nicht selberâ. Ich habe gerade bei der âBegutachtungâ (eher Beschlechtachtung) in der ReHa erfahren, dass ich viele Dinge nicht mehr tun sollte (z.B. Autofahren, meine geplante Reise nach Laos). Den Sinn der RatschlĂ€ge sehe ich ein - doch was bedeutet es fĂŒr mich und mein LebensglĂŒck, wenn die MS meine TrĂ€ume und Ziele begrenzt? Die Stoiker (Diogenes im Fass) und auch buddhistische Strömungen meinen, dass der Weg zur Zufriedenheit darin besteht, keine WĂŒnsche mehr zu haben. Mir fĂ€llt es gerade schwer, loszulassen. Wie geht es euch damit?
P.S.: Ich weiĂ, dass das âLuxusproblemeâ sind. Mir geht es eher um den Umgang damitâŠ
Ich musste schon sehr viel in meinem Leben loslassen.
Das bedeutet immer Schmerz fĂŒr mich.
Ich versuche den zu hÀndeln in dem ich versuche einen Ersatz zu finden.
Trotzdem gibt es jedes FrĂŒhjahr TrĂ€nen wenn die MotorrĂ€der aus den Garagen kommen.
Es gibt Dinge, da wird es bei mir dauern bis ich mich daran erfreuen kann, dies mal getan oder erlebt zu haben.
Das wÀre schön, wenn das leichter ginge
Ein schöner Gedanke: âNiemand kann mir mehr nehmen, was ich getanzt habeââŠ
Ganz genau.
Wenn Erinnerung einen erfreut.
Gibt einige, aber bei manchen Dingen⊠schwer.
@Gewittertier
der Weg zur Zufriedenheit darin besteht, keine WĂŒnsche mehr zu haben
âŠdas ist tatsĂ€chlich so, hier ein Zitat von Tagore:
"Am reichsten sind die Menschen, die auf das meiste verzichten können "
Aber es tut trotzdem weh, wenn TrĂ€ume zerplatzen, wenn man erkennt, dass etwas in diesem Leben fĂŒr mich nicht mehr möglich ist.
Aber dann frage ich mich, wie geht es anderen, die nicht laufen können, die blind sind, die arm sindâŠund ich habe so viele frohe, zufriedene Menschen darunter gefunden, die nicht verzweifeln und mit ihrem Schicksal hadernâŠvon denen will ich lernen
Ich persönlich frage mich, was fĂŒr mich noch möglich ist, was alles geht âŠund dann fallen mir sooo viele Dinge ein
Es gibt aber Situationen, wenn andere z.B. von ihren tollen Aktivurlauben schwĂ€rmen, dann wĂŒrde ich mir am liebsten die Ohren zuhalten
Auf meiner Suche nach GlĂŒck, Zufriedenheit, heiterer Gelassenheit, unabhĂ€ngig von Ă€uĂeren UmstĂ€nden, bin ich zu verschiedenen Erkenntnissen gelangt z.B.
Mich zu vergleichen tut mir nicht gut weder mit welchen denen es besser geht, (denn wer sagt mir, wie es den reicheren, schöneren, gesĂŒnderen wirklich geht - hinter der Fassade) und auch nicht mit welchen, denen es vermeintlich schlechter geht.
Ich will jedem sein GlĂŒck gönnen und auch niemanden beneiden.
Etwas hilft mir in meinen Ăberlegungen weiter:
Stellt euch mal vor, es gibt eine Skala fĂŒrs eigene Wohlbefinden die von 1-20 geht
1 ist zu Tode betrĂŒbt
und 20 himmelhochjauchzend
Und jetzt ĂŒberlegt kurz wo ihr im Augenblick liegtâŠaber eigentlich möchte ich den Langzeit- bzw Durchschnittswert wissen.
Bei mir habe ich festgestellt, dass ich meist bei 17 manchmal bei 18 liege
Dann habe ich die Menschen in meinem Umfeld gefragt wo sie sich sehenâŠ
Also etwas war erstaunlich, viele sahen sich bei 16, 17, 18 und dann kam mir der Gedanke, dass die "Reichen, Schönen, BerĂŒhmten, Privilegierten ganz sicher auch nicht bei 19 oder 20 dauerhaft angesiedelt sindâŠwarum sie also beneiden?
GlĂŒcklich ist nicht, wer anderen so vorkommt, sondern wer sich selbst dafĂŒr hĂ€lt, sagte Seneca
Was ich bei meinen Umfragen festgestellt habe war, dass Leute mit Handicaps sich teilweise bei 18 einordneten und welche, die âallesâ hatten, sich bei 13 oder niedriger einstuften.
Mein Fazit: egal welches Handicap, keiner hat deswegen automatisch von von vornherein 10 oder mehr Punkte abgezogen
Ich habe weiterhin festgestellt, dass sich bei wiederholten Umfragen die Befragten jeder auf einem ziemlich gleichbleibenden Pegel verharrten
Was mich interessiert: wo seht ihr euren Langzeitwert auf der Wohlbefinden - Skala?
Und war der höher vor eurer Diagnose?
Wart ihr da glĂŒcklicher, zufriedener?
Guten morgen, ein klares Nein!
Vor meiner Diagnose bin ich dem GlĂŒck immer hinterhergelaufen. Da war immer dieses GefĂŒhl, du musst dich mehr anstrengen. Und das stĂ€ndige mit anderen vergleichen und die versuche es allen recht zu machen.
Psychotherapie in der Reha hat mir sehr geholfen mich und mein tun zu hinterfragen.
Und dann habe ich beschlossen loszulassen was mich stresst und mir nicht gut tut.
Ich habe beschlossen glĂŒcklich und dankbar zu sein.
Nun bin ich angekommen. Bei mir selber und ich kann sagen es ist gut so wie es ist.
Eine sehr stabile 18! An manchen Tagen sogar volle Punktzahl 
Klar gibt es auch beschissene Tage, aber die gehen vorbei und dann lasse ich sie gehen. An schlechten Momenten halte ich mich nicht fest.
Die guten zÀhlen 
Dem stimme ich gerne zu.
Bei mir auch: Ein klares Nein.
So wie Daisy das beschreibt, so war es bei mir auch. So ungefĂ€hrâŠ
âŠmal wieder eine Frage zum Nachdenken:
âWas möchtest du in deinem Leben noch lernenâ?