Hallo zusammen,
was habt ihr für Erfahrungen mit der Erwerbsminderungsrente? Was waren eure Hauptgründe( Symptome), hattet ihr Hilfe (VDK) und wie lange hat es gedauert bis diese bewilligt wurde???
Freue mich auf einen Austausch.

Ging bei mir glatt durch ohne Hilfe arbeite noch 15 Std die Woche. Bräuchte ich nicht wollte ich so. So ist man noch nicht ein sinnloser Fresser.

Bei mir ohne Hilfe, 48h nach Antragstellung den Bescheid im Briefkasten.
Denke es ging so schnell und problemlos weil ich zuvor in der Reha war und dort die Erwerbsminderungsrente empfohlen wurde.

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Keine Ahnung was VDK bedeutet. Aber bei mir war der Weg in die volle Erwerbsminderungsrente relativ unproblematisch. Allerdings wurde diese zuvor auf Reha empfohlen, da sich meine PPMS echt Mühe gibt voran zu schreiten und Ocrevus bei mir nicht geholfen hat, eher im Gegenteil.

Mein einziges Problem mit der Rente war, dass ich nicht sämtliche Arbeitsplätze / Arbeitszeiten belegen konnte. Da gab es viele Lücken in meinem Lebenslauf. Durch Obdachlosigkeit hatte ich null Unterlagen. Von daher hat sich die Bewilligung ein paar Monate gezogen. Das ist mir auf die Füße gefallen, weshalb meine Erwerbsminderungsrente so niedrig ist, dass es nicht mal mehr für die Miete reicht. Darum bekomme ich jetzt Grundsicherung.

Das ist bitter. EM Rente bedeutet fast immer Armut.
Kennst du alle Unterstützungen die du bekommen kannst?

Hab ich dich gerade richtig verstanden? Du findest, dass alle, die - aus welchen Gründen auch immer - nicht erwerbstätig sind, “sinnlose Fresser” sind?

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Wenn Du Dir vom Arzt einen Antrag auf Mehrbedarf für Ernährung ausstellen lässt, wo MS angekreuzt ist, bekommst Du 10% mehr Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung.

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Da hat wohl jemand Kapitalismus auf Level Hard durchgespielt…

entweder Du trägst was bei oder Du bist Wertlos :wink: :face_vomiting:

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Hm, mein Arzt scheint derzeit etwas überfordert zu sein. Er hat sich letztens beim Thema Orthese auch schon quer gestellt und erzählt immer nur das die Krankenkassen nichts zahlen…

Ja ich lebe in Armut, aber schon mein ganzes Leben lang. Macht also keinen großen Unterschied.

Den Antrag bekommst du vom Sozialamt, und die zahlen das auch, nicht die Kasse.

Du hast einen Anspruch, dass Dein Arzt Dir die MS bestätigt als chronische Erkrankung. Handelt sich ja schliesslich um bares Geld das Dir zusteht.

Finde es ja schon ne Frechheit, dass die Sozialämter das nicht von sich aus preisgeben…

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Wenn Du z.B. einen Schwerbehindertenausweis mit Merkzeichen G besitzt, stehen Dir zusätzliche 17% zu monatlich.

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Ich habe 60% Behinderung und die Merkzeichen G und B.

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Es ist bestimmt für deine seelische und körperliche Verfassung besser, wenn Sorgen etwas kleiner werden.
Und mehr Geld und Unterstützung helfen dabei.
@damncrazydude hat schon wichtige Punkte genannt.
Und: Dein Arzt redet Gülle. Lass dich nicht abspeisen.
Kannst du zu einem Termin bei dem mal Verstärkung bekommen?

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dann stehen Dir wenn Dein Arzt sich nicht quer stellt 27% mehr Grundsicherung zu, sonst nur die 17%…

für die 17% musst Du nur eine Mail an das zuständige Sozialamt schicken mit einer Kopie deines Schwerbehindertenausweises.

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Danke, muss ich mich mal mit befassen.

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Die 17% dürfen die beim Amt definitiv niemals ablehnen bei voller Erwerbsminderung!

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Ich habe gute Erfahrungen gemacht.

Nach einer Reha wurde mein Antrag auf Teilhabe am Arbeitsleben rückwirkend umgedeutet. Die DRV hat mir die Anträge für die Rente zugeschickt. Ausgefüllt und binnen weniger Tage kam der Bescheid.

Bei mir sind es die Kognition und Fatigue, die mich leider zu früh in die Rente gebracht haben.

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Ich habe vor einigen Jahren mal einen Antrag mit Hilfe des Solzialverbandes gestellt. Anscheinend bin ich noch zu gesund, also wurde der Antrag trotz Widerspruch nicht bewilligt. Der Anwalt damals meinte auch, dass ein weiterkämpfen keinen Sinn machen würde und der Antrag wurde dann zurückgezogen. Nun ist es so, dass ich Teilweise schon extreme „Fatique Schübe“ habe die sich länger ziehen. Da mache ich mir dann schon Gedanken wie das alles so verlaufen wird.

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Bei mir ging das vor einigen Jahren relativ reibungslos, allerdings war ich damals wie einige andere Poster hier zuvor in einer beruflichen Reha, die die Empfehlung halt mitgegeben hat. Da ich vorher keine aktenkundige Krankengeschichte hatte (kein Hausarzt jahrelang und nix) kam später nochmal ein Amtsarzt zu mir nach hause und hat ein Gespräch mit mir geführt. der war aber empathisch und hat keine Probleme gemacht.
Warst du denn schon in einer beruflichen Reha? Mir scheint, das ist ein wichtiges Zünglein an der Waage. Die Rentenversicherung will ja erstmal alles versuchen damit du doch noch arbeiten kannst. Wenn in der reha dann auch schwarz auf weiß rauskommt “geht nicht” haben sie nicht mehr so viel gegen zu setzen denk ich.

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