Ich dachte mal, wenn ich mir nur genügend Mühe gebe, wird alles gut.
Kennt ihr sowas?
Ich dachte mal, wenn ich mir nur genügend Mühe gebe, wird alles gut.
Kennt ihr sowas?
Ja, das habe ich gerade heute gedacht. Ich habe die letzten Tage gut geschlafen, gut gegessen etc…dennoch war ich heute sehr wacklig auf den Beinen. Da habe ich mich schon gefragt: ,Habe ich noch die Kontrolle, oder nicht?"
Egal, ich bin in Fitness Studio gehumpelt und habe trainiert und jetzt geht es mir besser. Aber ja, ich merke schon, dass mir die Kontrolle so langsam entgleitet. Will ich das akzeptieren? No, no. Ich bin ja ein positiv denkender Mensch. Alles wird gut.
Nur durch sich Mühe geben und anstrengen wird nicht immer alles gut.
Manchmal wird alles gut, indem man die Definition von ‘gut’ verschiebt und an die Möglichkeiten anpasst.
Ja, den Blickwinkel ändern. Sich nicht auf das konzentrieren was nicht mehr geht und daran verzweifeln.
Es gibt immer diese Tage an denen scheinbar alles scheisse ist und so gar nichts so läuft wie ich es geplant habe. Und ich den Glauben an mich selber fast verliere…
Dann Versuche ich, nachdem ich mal so richtig mich im Elend gewälzt habe, den Blickwinkel zu ändern.
Muss/kann ich die Kontrolle haben? Wie wichtig und sinnvoll ist das was gerade nicht geht?
Kann ich etwas an der Situation ändern?
Wieviel Kraft kostet es mich und ist es das überhaupt Wert?
Mir hilft es dann loszulassen.
Und es gibt immer genug für das ich dankbar bin. Auch kleine Dinge/ Momente können Glück bringen.
Es gibt diesen Spruch, ich weiss nicht mehr von wem, der mir gerade gestern geholfen hat.
" Es scheint immer unmöglich, bis es vollbracht ist "
Aufgeben ist für mich keine Option. Loslassen was eh nicht zu halten ist, Kontrolle ist für Anfänger, Chaos beherrschen nur Meister… 
Mir ist noch was eingefallen.
Sei gut zu dir selbst! Du musst nicht perfekt sein.
Perfekt war ich sowieso noch nie.
Wer ist das schon?
Und ist das erstrebenswert?
Ach nö… 
Es sind die Macken, die uns liebenswert machen
Meine Therapeutin meinte mal zu mir… Zweim.Perfektionisten müssen lernen mit Imperfektion zu leben 


Es ist unser eigener Perfektionismus der uns Kraft raubt. Unsere Gesellschaft lässt uns glauben, dass nur die mit dem perfekten Leben, dem dicksten Bankkonto und dem hübschesten Gesicht glücklich sind.
Das stimmt aber nicht, glücklich ist, wer sich selbst und andere liebt, gerne für andere Menschen da ist und dankbar für all die unzähligen „kleinen“ Dinge des Alltages ist. Für den Sonnenaufgang, dafür, dass wir genügend zu essen haben in einem warmen und bequemen Bett schlafen dürfen und Menschen die einen schätzen und lieben ganz genau so wie man ist.
Das halte ich mir immer wieder vor Augen wenn ich dunklere Momente in meinem Leben habe.
Ich glaube nicht, dass es so einfach ist
Es ist einfach?
Es ist die größte Herausforderung.
Das stimmt. Aber ich finde der Spruch vereinfacht das sehr.
Aber alles fein 
Früher hat man immer gehört liebe Deinen Nächsten, der Zusarz wie Dich selbst ging unter. Das ist ja Egoismus…. Böse, böse……
Wir brauchen einen gesunden Egoismus…. Hey wir brauchen ihn…. Wir können andere nur dann lieben, wenn wir uns lieb haben…
Hier fängt das große Problem an. Wir entschuldigen gern die Unvolkommenheit anderer. Wir sind trotz unserer Unvollkommenheiten liebenswert…. Genau das dürfen wir nicht aus den Augen verlieren. Trotz Behinderung sind wir sehenswert…. Es geht nicht um den atakischren Gang, Sprachprobleme etc. wir sind trotzdem wertvoll….
Wir müssen es sehen, dann werden auch wir gesehem… Wir sind es wert… Trotz allem
Wie heißt es so nett, uns mangelt es allen an der Vollkommenheit (Perfektion) die wir haben sollten…


Sehr gut formuliert!
… sie genauso lieb bleibt, wenn ich sie nicht heirate 
gerne möchte ich nochmal zum für mich Eigentlichen bei diesem Thema kommen:
DESILLUSIONIERUNG
wohl jede/r ist in seinem leben mal der einen oder anderen Illusion aufgesessen und musste sich dann irgendwann mal davon verabschieden. Mein " bei ausreichender Mühe wird alles gut" sollte nur ein beispiel sein. es ist ein vergleichabres kindliches Wunschdenken a la " wenn ich auf den gehwegplatten nicht auf den Strich trete, hab ich in der Mathearbeit ne zwei".
ich möchte die frage nochmal etwas umformulieren:
von welchen Illusionen, die ihr im/zum Leben mal hattet, musstet ihr euch verabschieden?
Das ich die Kontrolle hätte (also über irgendwas) ,das dass leben irgendwie fair /ausgleichend wäre ,das ich liebe verdiene , das am Ende alles gut wird wenn man nur fest genug daran glaubt
…dass ich mich mal dermaßen horrende in menschen täuschen könnte, die ich lange und intensiv zu kennen meinte.