Ja, das ist super was @Hekate geschrieben hat!
Habe ich auch, Schlüssel beim Nachbar und eine selbstgeschriebene Anleitung mit Medikamenten Plan. Wer ist im Notfall zu informieren und das da auch noch mein Sohn ist der Hilfe braucht… :sweat_smile:

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bitte kurz erklären wie man myelin regeneriert

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@imuchbetterwhensober mit Geige hören, gutem Essen, wamen Ofen, viel Schlaf, lieben Menschen und…? natürlich wieder Eiscreme.
:pray::rainbow::sunglasses::stuck_out_tongue_winking_eye::partying_face::weight_lifting_man:‍:female_sign::pizza::ping_pong::coffee::guide_dog::heart_eyes:

P. S mein Physio hat mich gestern wieder kaputt gemacht.

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Das machen mal wieder die ominösen Selbstheilungskräfte, die, die zum Beispiel Schnittwunden zusammenwachsen lassen oder einen grippalen Infekt auch ganz ohne Medikamente wieder zum Verschwinden bringen.

Recherchiere mal “Selbstheilungskräfte unterstützen” oder “Selbstheilungskräfte aktivieren”.
Anregungen finden sich auch im obigen Beitrag von @Hekate

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Ja, Physio nicht zu früh.In der Akutphase eines Schubes sollte Erholung und Regeneration im Vordergrund stehen. Physio kann einsetzen, wenn der Schub beginnt zu regenerieren. Dabei aber kein Training auf Teufel komm raus, sondern sensibel und achtsam in Abstimmung mit dem jeweiligen Stand der Regeneration.

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Auf der molekularen Ebene werden im zentralen Nervensystem Myelinscheiden durch Vorläuferzellen der Oligodendrozyten repariert. Dieser Prozess ist jedoch idR. lokal begrenzt und unvollständig. Vor allem ist er stark abhängig von Alter, bestehenden Narben, und wiederholten Schädigungen. Eine solche Fähigkeit nimmt nämlich zunehmend ab.

Der Gedankenfehler hier ist jedenfalls, dass man eine Wiederherstellung von Funktionen mit „Remyelinisierung“ assoziiert.

Eigentlich müsste jede(r), der/die zu diesem Thema ausgebildet wurde - insbesondere Ärzte im Rehabilitationskliniken - wissen, dass klinische Verbesserungen nur durch Neuroplastizität unterstützt werden. Und das ist natürlich ein völlig anderer Vorgang.

Soviel dazu. Mehr schreiben bringt nichts, weil an bestimmter Stelle sowieso keine Erkenntnisgewinnung stattfinden wird.

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Danke@Marc für deinen fundierten Hintergrund.
Ich kurbele also meine Neuroplastizität über mein Bauchgefühl und Wohlfühlfaktor an. :v::grin:

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Hekate Dein neues Profilbild ist Zucker :blush::clap:t2:

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Die Wissenschaft sagt afaik dass man nach einer Verletzung des ZNS mit motorischen Defiziten sofort mit Physio anfangen soll, egal ob durch Unfall, Schlaganfall, MS-Herd, …
Wenn ich das recht verstehe, hältst du es für vorteilhaft damit zu warten, bis der Schub abklingt @Nalini würde mich interessieren, wie du darauf kommst.

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@imuchbetterwhensober
Ich glaube, ich muss mit meiner Aussage von oben etwas zurückrudern.

Nach einer Schädigung des Nervensystems durch einen MS-Schub gibt es zwei verschiedene Mechanismen, die dazu beitragen können, verlorene motorische Funktionen wieder aufzubauen: Remyelinisierung und Neuroplastizität. Während Remyelinisierung “von selbst” stattfindet, kann Neuroplastizität nur durch Therapie in Form von Training in Gang gesetzt werden.

Beide Prozesse sind wichtig und sind miteinander verbunden.

Ob Neuroplastizität auch noch funktioniert, wenn man nach einem Schub erst später mit dem therapeutischen Training beginnt, weiß ich im Moment nicht. Kann sein, daß die von dir zitierte “Wissenschaft” recht hat - und somit auch @FujurFujur mit ihrem Beitrag oben. Könnte aber auch sein, daß Neuroplastizität auch noch gut machbar ist, wenn man erst später mit dem Training beginnt. Ist für mich im Moment eine offene Frage.

Wer anderes weiß oder genauere Erklärungen hat - gerne. Ich lerne gerne dazu.

PS Vorläufiges Fazit von mir: Wenn beide Prozesse (Remyelinisierung und Neuroplastizität) verbunden sind, wird es wohl besser sein, eher früher als später mit dem Training zu beginnen. Wahrscheinlich habt ihr Recht und ich muss meine Aussage korrigieren.

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Hast du gesehen, dass da ein Gehstock in der Hand ist. :innocent::grin:

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Hatte ich nicht ,aber das macht es noch cuter tatsächlich :blush:

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@Tankboy77 Die ersten zwei Leben, 2 x 25 Jahre sind verbraucht, die neue Frau K. Hat noch 23 Jahre vor sich. Die Figur ab 75 Jahre überleg ich mir noch. :hatching_chick::innocent:

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Tut mir leid an alle, dass ich lange nicht geantwortet habe. Hatte wieder ein paar schlechtere Tage :see_no_evil:

Nein, Ergo und Physio laufen noch nicht. Mein Neurologe hat mir zwar letztes Jahr bereits beides verordnet, aber ich bin in keinem Zustand irgendwo selber hin zu kommen. Hausarztpraxis hat deshalb Transportschein ausgestellt, Krankenkasse hat abgelehnt weil ich noch keine “offizielle” Gehbehinderung nachweisen kann. Und selbst Taxis o.ä. bezahlen kann ich mir nicht leisten. Und Hausbesuch will der Neurologe nicht ausstellen.

Danke für den Tip mit der Perimenopause. Ich musste die letzten Monate aber bereits Zahn- und Frauenarzt-Vorsorge absagen,weil ich nirgens hinkomme. Selbes mit Psychiaterin/Therapien. Ich habs mir aber notiert, dass ich das angehe sobald ich weiß wie :slight_smile:

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Ich bin schon ein paar Jährchen berentet. Ich hatte allerdings über die AWO eine kleine Tätigkeit in der Haustechnik, die jetzt leider auf Eis liegt. Ich hab also da keinen Druck. Mich belastet höchstens dass ich da wieder hin will :smile:

Transportschein hat die Krankenkasse leider bereits für Ergo/Physio abgelehnt.
Aber ich spreche deinen Vorschlag mal beim Neurologen an. Danke dafür. Am Mittwoch hab ich da wieder ein Gespräch :crossed_fingers:

Ich bin in Niedersachsen, also falls jemand da Kliniken empfehlen kann gerne her damit :smile:

Das hoffe ich. Je stabilier mein Zustand wieder wird, desto weniger Panik hab ich auch. Aber dieser eine Schub hat mir auf einen Schlag ca 15 Symptome eingebracht und mich halt von heute auf morgen über längere Zeit komplett aus dem Leben gerissen. Da sitzt die Panik halt tief wenn der eine Schub schon so großen Schaden gemacht hat, wie soll dass dann mit einem zweiten und dritten ect erst werden

Wenn ich das mit meiner bescheidenen Erfahrung beurteilen darf, glaube ich schon dass du Recht hast. Ich wüsste gar nicht, wie ich in den ersten Monaten nach dem Schub Ergo oder Physio hätte machen sollen, selbst wenn ich HAusbesuch gehabt hätte.
Der Körper war ja schon mit den winzigsten Kleinigkeiten wie Essen überfordert und hat aufgrund der Anstrengung quasi regelmäßig Shutdown gemacht. Wie hätte ich da Übungen machen sollen?
Ich hab einmal einen Salatkopf geschnitten. Danach hing ich eine Stunde bewegungslos im Sessel, unfähig die Augen zu öffnen, ein Wort zu sagen oder einen kleinen Finger zu bewegen. Ich kann diese Zustände echt nur mit wachkomaartig beschreiben… voll da, aber bewegungsunfähig :fearful:
Jetzt die letzten 1-2 Monate fängt der Körper erst langsam an mir immer mehr Energie-Fenster freizuschalten, mit denen ich langsam wieder alltägliche Dinge machen kann.

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Hallo, ja, wenn die Fatigue so übermächtig ist, dass du Alltagstätigkeiten wie essen, duschen, Zähne putzen, ect. kaum bewältigen kannst, geht natürlich keine Physio oder Ergo. Auch nicht mit Hausbesuch. Wenn du jemanden findest, der das macht. Nach einem Schub, gehe ich erst wieder zur Physio, wenn das einigermaßen mit der Fatigue geht. Vorher nicht.

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Ich glaube mittlerweile, daß beide Meinungen “ein Stück weit” recht haben

Wiederherstellung der Myelinschicht (Remyelinisierung) ist das eine und läuft “von selbst” im Rahmen der Selbstheilungskräfte. Um Neuroplastizität in Gang zu setzen braucht es Bewegung, Übung und Training. Aber auch die Remyelinisierung läuft besser, wenn man sich bewegt.

Aber was tun, wenn einen ein Schub völlig außer Gefecht setzt? Dann ist m.M.n. Ruhe und Abwarten gefragt. Der Körper muss erst wieder zu Kraft kommen, die Entzündung muss bewältigt werden und auch die Remyelinisierung oder auch Teil-Remyelinisierung erfordert Energie.

Aber wie jetzt genau Remyelinisierung und Neuroplastizität ineinander greifen und ob ein Training früher oder später effektiver ist, ist im Grunde eine theoretische Diskussion. Ich denke, die wenigsten von uns werden nach einem Schub nicht den Willen haben, verlorene Funktionen durch Übung und Training wiederzugewinnen. Aber man muss genau in sich hören (zumindest ich praktiziere das so), was der Körper im jeweiligen Stadium der Schubregeneration an Training erlaubt. Da muss man auf die Stimme des Körpers hören. Und wenn die Energie für Training noch nicht da ist, braucht der Körper sie für anderweitige Reparaturprozesse.

Bei mir kamen bisher nach jedem Schub, nach den schweren und nach den leichten sowieso, nach der notwendigen Ruhephase Impulse und die Lust und der Willen, verlorene Bewegung wieder zu trainieren. Und ich denke, das geht den meisten so. Trainieren, wenn es der Körper wieder erlaubt, und dann auf das beste hoffen…

Oder hat jemand einen Einwand? Gerne setze ich mich damit auseinander und lerne dazu.

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