Doch, es betrifft mich. Sogar in vielfacher Hinsicht. Wie kommst du darauf, dass es nicht so ist? Und was hat Transsexualitaet mit Flucht zu tun? Das sind zwei voellig unterschiedliche Themen.

Ich verstehe dich auch nicht. Einerseits stellst du hier mehrfach klar, dass dich andere Menschen nicht interessieren (Afrika, Fluechtlinge). Dann aber machst du dir intensive Gedanken ueber das Wohlergehen von ein paar Jugendlichen.

Und das obwohl du offensichtlich kaum Kenntnisse dieser Thematiken hast: Weder von Kindern und Jugendlichen noch ueber Transsexualitaet. Das soll mal jemand verstehen.

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Ich glaube, wenn das Wohlergehen Aller Menschen jedem von uns wichtig wäre, hätten wir schon viel gewonnen…

Jeden sollten Alle interessieren! Sich nur auf sein Umfeld oder die Familie oder “das Volk” (was auch immer das sein mag) zu versteifen, ist in meinen Augen so mega-egoistisch. Und es zeugt vor Allem davon, wie egal solchen Menschen Andere Lebewesen sind.

Und vergessen dabei, dass Sie auch mehr geliebt werden würden, wenn sie selbst ein wenig mehr Liebe für ihre Mitmenschen übrig hätten - traurig!

Bei manchen ist es mir wirklich lieber, wenn sie wirklich nur an sich denken. Und das auch konsequent durchziehen. Leider sind viele Personen nur sehr selektiv an anderen Menschen interessiert. Sie mischen sich ständig in Angelegenheiten, die sie nichts angehen nur um ihre ideologischen Ziele zu erreichen.

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Ja aber so gesehen könnte man selbst Dir Deine “ideologie” vorwerfen… ich glaube eine Agenda oder Ideologie vertreten ist nicht das Problem, sondern eher Symptom.

Ich glaube ich z.B. unterscheide stark zwischen Toleranten und Intoleranten, bzw Solidarischen und Unsolidarischen Menschen. Bin aber auch der festen Meinung, dass man intoleranten Menschen keine Toleranz für ihre Intoleranz entgegenbringen darf.

Um so weiter man ein menschenfeindliches Weltbild toleriert, umso mehr schafft man sich auch gleichzeitig automatisch selbst ab.

Wenn ich wirklich nur an mich denken würde, wäre ich im Grunde extrem tolerant – einfach deshalb, weil mich andere Menschen und ihre Lebensweisen gar nicht interessieren. Und genau so halte ich es auch im Privaten: Wenn mich ein Thema nicht direkt betrifft oder ich keine Ahnung davon habe, halte ich den Mund. Warum sollte ich meine Zeit mit Dingen verschwenden, die mich persönlich nicht betreffen?

Mit dem Thema Transgender setze ich mich nur auseinander, weil es mich beruflich betrifft und weil ich zufällig jemanden kennengelernt habe, der dazugehört. Wäre das nicht der Fall, würde mich das Thema ehrlich gesagt überhaupt nicht interessieren.

Aber durch diese verdammten sozialen Medien hat heute jeder das Gefühl, überall mitreden zu müssen – selbst wenn er keine Ahnung hat oder es ihn gar nichts angeht. Es ist nur ein Gedankenspiel, aber wäre die Gesellschaft nicht eine bessere wenn sich mehr Menschen nur um ihren eigenen Kram kümmern würden?

Ich denke schon, dass man intolerante Menschen ruhig ignorieren darf. Sie sind ja intolerant, weil sie pers. Defizite haben. Wenn man sich dann mit ihnen beschäftigt, bekommen sie genau die Zuwendung, die sie so dringend brauchen.

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Tolerant = Egal sein? Echt jetzt, das ist für dich Toleranz?

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Ich glaube wir meinen verschiedene Dinge und ziehen andere Rückschlüsse, grundsätzlich hast Du zwar recht damit, dass sich zu viele Menschen um Dinge scheren, die Sie nichts angehen, aber was ich mit Solidarität und Toleranz beschrieben hab, bezieht sich eher auf die Beziehung zur Gesellschaft - da ist ein Monty Python mäßiges “Jeder nur ein Kreuz” im ersten Moment vielleicht ganz witzig, aber wenn man den Gedanken zu Ende spinnt mit dem “wenn jeder an sich denkt, ist an Alle gedacht”, ist es vielleicht eher nur für diejenigen einfach möglich, die keine Hilfe benötigen. Das wollte ich sagen. Seid solidarisch und Helft allen Hilfsbedürftigen egal welcher Hautfarbe, Geschlecht oder Glauben…

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Du hast sehr hohe Ansprüche. Ich kann mich nicht mit allen Problemen dieser Welt befassen und nicht allen Hilfsbedürftigen helfen, sondern ich muss auch an mich und meine Kapazitäten denken.
Fürs Erste, denke ich, reicht es, wenn jeder macht, was er kann und gern macht.

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Nein klar, der Grundgedanke daran ist ja, um so mehr Menschen so denken, desto weniger muss der Einzelne Hilfe anbieten, und Alle profitieren trotzdem.

Aber in einem kapitalistischen System, wo man dazu erzogen wird sich selbst der Nächste zu sein und möglichst auf andere zu sche*ßen… da ist es natürlich für viele Unverständlich, warum sie den Anfang machen müssen… aber wenn Alle so denken, fängt niemend an und keiner profitiert mehr von solidarischem Verhalten.

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Klar kann nicht jeder einzelne die Welt alleine retten…
Wichtig finde ich es, auch bei Themen die mich vielleicht nichts angehen oder von denen ich nicht so viel Ahnung habe, trotzdem aufzustehen und nicht still zu sein und wegzuschauen.
Füreinander da sein und wenn möglich helfen.

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Toleranz bedeutet eigentlich nur, dass man etwas duldet. Ich finde das Wort etwas unglücklich gewählt. Richtig wäre es, wenn es mir egal wäre. Nehmen wir doch einfach mal Transsexualität als Beispiel. Es ist doch besser, wenn es allen egal ist und sich nur diejeningen damit beschäftigen die wirklich davon betroffen sind. Somit würde es keine Diskriminierung und dumme Diskussionen geben.

Es würde auch keinen Rassismus etc. geben, weil es einfach keine Menschen gibt, die die Herkunft eines anderen Menschen juckt.

Solidarität allein reicht nicht aus. Wer Hilfe braucht, muss schnell und pragmatisch Hilfe bekommen.

Mit einem Schild auf der Strasse rumlatschen und gegen dies und das demonstrieren bringt gar nichts. Hilfe ist wichtig, weil fehlende Hilfe in den meisten Fällen ein Kostenfaktor ist. Man denke an behinderte Menschen und Arbeitsplatz/Barrieren. Solidarität und Betroffenheit hilft mir/uns nicht weiter, sondern ein klarer Plan wie man ein Problem löst.

Ich glaube man merkt, dass ich eine liberale Haltung einnehme. Aus meiner Sicht sollten alle Menschen die Option auf freie Entfaltung und Individualität haben. Das schliesst natürlich auch diejenigen mit ein, die es ein wenig schwerer haben als andere. Ansonsten ist mir alles egal, soll jeder machen was er/sie will.

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Du hast Recht. Ich hätte jetzt Toleranz und Akzeptanz grade andersrum gewertet. Tolerieren war für mich immer mehr als ein “Naja, dann akzeptier ich das halt gönnerhaft.”

Ich glaube der richtige Begriff heisst: Stoizismus / stoische Haltung oder Mir-doch-egal-Mentalität :slight_smile:

Letzteres denke ich mir oft in Meetings, wo stundenlang über irgendeinen Blödsinn gelabert wird.

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Na, so geht das aber nicht, Frau Fujur! :face_with_monocle:

Doch, doch :melting_face:

Hä? Toleranz= mir doch egal…
Also das sehe ich gar nicht so.
Ich kann etwas ( zB. eine Meinung) tolerieren obwohl ich anderer Ansicht bin. Deshalb ist es mir nicht egal. Und wenn jeder macht was er will, leben wir in einer Anarchie…
Mir ist es nicht egal wenn Menschen unter Diskriminierung leiden oder das wir alle unseren Planeten langsam aber sicher ausbeuten. Mir ist auch nicht egal das es immer mehr Länder mit Diktatur Strukturen gibt…

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Und genau dafür müssen wir alle laut sein!

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Zufällig habe ich 3 Filme zum Thema gefunden, schwierig mit ganz verschiedenen Verläufen, für manche eindeutig und positiv durch die Geschlechtsumwandlung, für einige nicht die richtige Entscheidung:

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Dann mal viel Spass dabei dich für das persönliche Wohlergehen von 8 Milliarden Menschen zu interessieren.
Sorry, aber niemand kann wirklich an alle denken, daran reibt man sich nur auf.

Selbst die Bibel bleibt bei: “Liebe deinen Nächsten wie dich selbst” und nicht " Liebe die ganze Welt"

Für mich bedeutet das: Man soll sich um die kümmern, die einem Nahe stehen. Nicht weil sie irgendwie verwandt sind oder neben einem wohnen, sondern weil man sich ihnen Nahe fühlt. Weil einen irgendetwas im inneren mit ihnen verbindet und man selbst das Gefühl hat, das es das richtige ist. .

Wenn das jeder tut, ergibt sich von selber ein Netzwerk, wo irgendwie alle zusammenhängen.

Man soll sich aber nicht berufen fühlen sich um jeden Menschen auf der anderen Seite der Erde zu kümmern und dabei die Menschen vor unserer eigenen Haustür vergessen, weil wir da sowieso nicht viel machen können. Das können die machen, die da leben.

Der Spruch :“Wenn jeder an sich denkt, ist an alle gedacht” ist zwar etwas zynisch, hat aber durchaus auch ein wenig Wahrheit im Kern.

Also erst an sich selber denken, dann in die Menschen die einem Nahe sind, dann der ganze Rest.

Edit: Ich hab’ den Spruch mit …an alle gedacht tatsächlich gebracht, bevor ich gesehen habe das @damncrazydude ihn auch benutzt hat.

Und was tust du genau dagegen?

Ich finde, man sollte entweder aktiv etwas gegen Mißstände tun, oder so ehrlich sein, das es einen nicht interessiert, wenn man dazu seine eigene Komfortzone verlassen müsste.

Im Netz anonym ein bisschen seinen Unmut kundtun und dann meinen man hättte irgendetwas bewegt, läuft für mich daggen unter Gratismut.

@tournesol Danke das du dir wenigstens Mühe gibst, beide Seiten der Transgender-Bewegung zu beleuchten.

Die Sache ist eben die, das es für die Kinder, bei denen es nicht der richtige Weg war, keinen Weg zurück mehr gibt.
Nach einer Hormonbehandlung vor der Pubertät kann man keine normale Geschlechtsentwicklung mehr initiieren, wenn man es sich doch noch überlegt und nach einer OP ist sowieso alles verloren und man bleibt in einer Phase stecken, wo werde das eine noch das andere Geschlecht richtig ausgebildet wurde.

Deshalb bin ich dafür, das man solche Behandlungen nur nach vollendeter Pubertät anwenden dürfte, am besten erst mit der Volljährigkeit.