Ich hatte aufgeschnappt, dass das erst gilt wenn das Kind im schulpflichtigen Alter ist. Wurde das auch wieder geändert? Man kommt ja kaum mit bei den Beschlüssen und Rücknahmen :face_with_spiral_eyes: :joy:

Ich finde das auch im schulpflichtigen Alter sehr positiv, wenn ein Mensch da ist wenn die Kinder aus der Schule kommen

Zur Zeit geistert „Kinder bis zum 12. Lebensjahr“.

Aber wer zieht denn die Kinder bei Alleinerziehenden zu Hause auf, während der eine Elternteil arbeiten geht?

Also dieses Argument „wegen der Kinder zu Hause“ zieht bei mir nicht mehr. Zig tausende Familien benötigen beide arbeitende Elternteile, die auch Beiträge zahlen. Nur bei entsprechend hohem Einkommen bleibt die Variante Alleinverdiener. Noch besser wird´s, dass die bisherige Regelung ja auch unabhängig von Elternschaft gilt - hab ich noch nie verstanden.

Es gibt unterschiedliche Lebensmodelle.

Man kann auch Kinder von klein auf in die Krippe geben und ab 3 Jahren ganztags in den Kindegarten abgeben.

Muss man sich aber auch leisten können wenn man nicht grad in Berlin wohnt …
Und was das mit den Kindern macht bleibt offen.

Ich wiederhole mich:
Ich finde das auch im schulpflichtigen Alter sehr positiv, wenn ein Mensch da ist wenn die Kinder aus der Schule kommen.

Schwierig. Solidarisch betrachtet macht das schon Sinn. Nur wie @shitman schon gefragt hat, wie viel ist "viel"verdienen? Welche Belastung hat der/die Einzelverdiener. Warum gibt es nur einen Verdienst (Pflegt einer z.B. Angehörige, oder kann aus anderen Gründen wie Kinderbetreuung, keine Ausbildung, arbeitsunfähig etc. einfach nicht arbeiten?)? Wie teuer ist die Krankenversicherung, die jemand bezahlt? Da gibt’s in meinen Augen echt sehr viele Fragezeichen.

Hallo Shitman,

ohne Frage ist es schön, wenn jemand nachmittags zu Hause ist, wenn die Kinder kommen. Die Frage ist: können wir uns das bei der derzeitigen Situation gesellschaftlich leisten? Ich meine, Pflegeleistungen bei Bedürftigen zu streichen, frühzeitigere Rentenmöglichkeiten bei Menschen, die länger als 45 Jahre gerackt haben - da können wir ran.
Und ich persönlich kenne niemanden, der durch Kita etc. einen Schaden davon getragen hat. Berechtigter Einwand: es müsste flächendeckend Betreuungsmöglichkeiten geben.

…und das auch noch bezahlbar!

…ohne Frage, bezahlbar.

Hi Dan,

die Frage nach dem „viel“ lässt sich ja nicht von aussen definieren. Offensichtlich aber „ausreichend“, wenn Eheleute sich entscheiden, dass einer von beiden gar kein beitragspflichtiges Einkommen erzielt, auch nicht Teilzeit.

Das ist nicht unbedingt Entscheidung wenn du keinen Krippen/Kitaplatz kriegst oder ggfs. nur am anderen Ende der Stadt (1 Stunde einfacher Weg)

PS: Hast du Kinder?

Wer sagt, dass die Betreuung im Kindergarten automatisch schlechter ist, als die Betreuung zu Hause? Oder andersrum: Wer sagt, dass die Betreuung zu Hause automatisch besser ist, als die im Kindergarten?

Ich bin wahnsinnig gern in sowohl Kindergarten als auch Schule gegangen.

Jede Betreuung war um Welten besser, als die durch die eigenen Eltern… Wenigstens bei mir.

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Es geht nicht um besser oder schlechter, das sind unterschiedliche Betreuungssituationen. In Kindergarten und Schule machen Kinder wichtige Erfahrungen, die Zuhause nicht möglich sind, aber es braucht auch individuelle Betreuung, die in Kindergarten und Schule so nicht möglich ist. Gerade in der Schule kann einiges ganz entscheidend schief laufen, wenn niemand die Zeit hat, genau auf das einzelne Kind zu schauen und zu sehen, wo die Probleme liegen.
Kinder sind zeitaufwändig, es gibt auch nicht nur pflegeleichte Kinder und nicht jedes Elternteil ist gleich belastbar.

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Hallo Shitman,

ja, habe ich. Sowohl ich als auch meine Tochter als auch meine Enkelin - alles Kita- und Schlüsselkinder. Wir Grossen sind beide beruflich erfolgreich geworden, die „Lütte“ immer hin schon erfolgreiche Kanusportlerin und sehr gute 11.-Klässlerin.
Ich war übrigens bis zum 11. Lebensjahr alleinerziehend. Und ja - war stressig und ich musste mich strecken hinsichtlich Kraft und Engagement.

Hier ein Link zur Petition von WeAct:

Deine Sichtweise deckt nicht die ganze Wirklichkeit in Deutschland ab. Mein Mann war jetzt 5 Jahre Hausmann, ohne Bezüge, in Bayern auf dem Land. Ich gehe 30 Std/ Woche arbeiten und er war familienversichert.
Das war notwendig, da ich ohne Pflegegrad, in einer aktiven MS Phase steckte. Er macht sämtliche Carearbeit zuhause und dann auch noch teils für die heranwachsenden großen Nichten, Neffen, Studies, mental.
Dadurch konnte ich nach einer Krankenphase in einer neuen Arbeitsstelle Fuß fassen.
Auch große Kinder haben große Sorgen und Nöte in heutiger Zeit. Die Eltern haben genug mit der Existenzsicherung zu tum.

Und wieviele Ehepartner gibt es, die mit pflegend unterstützen und eine Familie zusammen halten.
Willst du jeden in fremdbestimmte Auffanganstalten für klein und groß abschieben?
Mir muss keiner vorschreiben, wieviel man arbeiten muss, wenn man niemanden auf der Tasche liegt. Eine kostenfreie Familienversicherung sorgt unter Umständen für eine besere Familiengesundheit. :muscle:

P. S. Du bist ja anscheinend als Alleinerziehende auch mit einem Einkommen über die Runden gekommen, oder? :sun_with_face:

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Hallo Hekate,

das musste ich, mit einem Einkommen - danach hat niemand gefragt. Hiess Vollzeit, sonst hätt´s nicht gereicht. Krank war ich damals auch schon. Auch die Sorge um grosse Kinder möchte ich nicht gegeneinander abwiegen.
Aber wie so oft bedarf es wohl einer differenzierteren Lösung für dieses Problem.

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MIch stört bei dem ganzen Reformpaket, dass auch viele Randgruppen nicht eingegangen wird. Der Familienschutz und auch Alleinerziehende sind als schutzbedürftige Gruppen benannt.
Nur nirgendwo werden Chronisch Kranke oder Behinderte als schutzbedürftige Gruppe benannt. Wir tauchen nur als genannter Kostenfaktor auf.

Und auch unter einer anderen Regierung würde es schlecht für uns aussehen.
Aus diesen Zukunftsängsten heraus, hat nun mein Mann auch wieder eine Teilzeittätigkeit aufgenommen. Weil eine Rente eine entstehende prekäre Verschlechterung bei mir nicht ausreichend abfedern würde. :v:

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Genau. Hier sehe ich auch das Problem - es wird nach dem Giesskannenprinzip verteilt und wieder gekürzt.
Wichtig find ich auf jeden Fall, dass Kinder weiterhin bis zum eigenen Selbstständigwerden mitversichert sind, sonst wird die Entscheidung für Kinder endgültig zur selbstgewählten Strafmassnahme.

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Doch, meine Liebe, in meinem Fall - und wir können immer nur aus der eigenen Perspektive berichten - geht es sehr wohl um “besser” vs. “schlechter”.

Das 1:1 Betreuungsverhältnis hat sich in meinem Fall als für mich äußerst nachteilig erwiesen. Zwei erwachsene Lunatics gegen ein (kleines) Kind.

In keinem Kindergarten/keiner Schule bin ich so sehr drangsaliert worden wie zu Hause von den eigenen Eltern.

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Ich weiß, nicht jedes Elternhaus ist förderlich für das Kind und es gibt Kinder, die vom Jugendamt in der Krippe oder Kindergarten ganztags untergebracht werden, damit jemand auf sie schaut und sie überhaupt eine Förderung und regelmäßig zu essen bekommen.
Von diesen Fällen habe ich jetzt nicht geschrieben.

Man kann verschiedene Perspektiven kennenlernen.
Im Normalfall geht es nicht um besser oder schlechter, sondern ein Kind braucht beides.