Finde ich gut, dass diese Leute hier so offen ihre Bedenken äußern.
Ich finde die Mail super. Je öfter die Pölitik ihren Schwachsinn um fie Ohren gehauen bekommt.
Das telefonische krankschreiben sehe ich tatsächöich auch kritisch , bei chronischen Erkrankungen aber durchaus sinnvoll anwendbar. Den Arztbesuch ab dem 1. Tag finde ich ganz große Sch…, das soll der Arbeitgeber entscheiden nicht die Politik. Solange Gefälligkeitsatteste ausgestellt werden bringt das eh nix.
Krankheitstage kann man m.E. nicht politisch einfangen. Hier sind Arbeitgeber gefragt. Die Arbeitsbedingungen sollten keinen Anreiz bieten krank zu feiern. Eigentlich ganz einfach.
Stimmt. Es wäre an sich überhaupt nicht schwer. Eigentlich völlig gaga, dass die sich damit überhaupt beschäftigen. Sonst heißt es doch auch: “Das wird der Markt schon regeln.” Schönes Wochenende 
Ich weiß.
Gut trotzdem eine feine Einstellung.
So Brandbrief an Herrn Merz ist raus
hat mir gut getan.
Was es mit der Krankschreibung ab Tag 1 auf sich hat
Ich halte auch die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung am 1. Tag für gravierender. Die Aussage von Herrn Spahn finde ich unverschämt.
Wenn ich mich schon am 1. Tag zum Arzt schleppen muss, kuriere ich mich vielleicht nicht nur ein oder 2 Tage Zuhause aus, sondern werde 1 Woche krankgeschrieben.
Es kommt ja auch drauf an, wo und was ich arbeite, ob im Home-Office oder alleine in einem Büro, körperlich oder mit Kundenkontakt, wo ich, auch wenn ich nicht sterbenskrank bin, andere anstecke, mir nicht pausenlos die Nase putzen, rumhusten oder bei Magen- Darmproblemen jederzeit zur Toilette rennen kann.
Kann ich aus leidvoller Erfahrung bestätigen.
Eine lebensferne Regelung, die jedem Versicherten implizit versuchten Sozialbetrug unterstellt.
Also ich will ja diese ganze geplante Reform nicht gutheissen, aber ich arbeite seit Jahrzehnten in einem Unternehmen, wo ab dem 1. Tag ne ärztliche AU notwendig war. Ging auch. Wenn man mal gar nicht hochgekommen ist, wurde das direkt mit dem Chef geklärt und über andere Wege geregelt - Überstundenabbau oder so. Bei bekannten Erkrankungen (z. B. MS, Migräne etc.) wurde einfach nur abgewunken mit ´alles klar, hau Dich hin ´. Wir sind allerdings auch ein Team, wo mir niemand einfällt, der so gestrickt ist, dass er das jemals ausgenutzt hat.
Hinsichtlich anstehender voller Praxen, wenn alle, die bisher Karenztagregelung hatten, jetzt auch zum Arzt müssen, sehe ich die Pläne auch sehr kritisch. Wobei ich sicher bin, dass die Karenzregelung zu Zeiten stabiler Arbeitsmarktsituation schon von einigen ausgenutzt wurde - und damit meine ich nicht die chronisch schwer angeschlagenen wie uns MSler, die ja bekannter Weise eher noch zur Arbeit humpeln, schwanken oder sich anderweitig eher zu lange hinschleppen, um bloss nicht in Misskredit zu geraten.
Früher musste ich auch ab dem ersten Tag die AU haben. Ich war ganz überrascht als ich irgendwann mitbekommen habe, dass andere erst ab dem 3. Tag brauchen, und auch ein bisschen neidisch 
Ich erinner mich aber auch, dass ich da öfter mit Fieber ect gern mal 2 Stunden im überfüllten Wartezimmer saß, nur um den Zettel zu kriegen. Ist jetzt auch nicht sonderlich förderlich zur Erholung, von Ansteckung ganz zu schweigen.
Und ich denke ehrlich gesagt, dass hier der tatsächliche Hase im Pfeffer liegt: Die Krankheitstage sind wohl seit 2021 enorm gestiegen. Die Pandemie ist noch nicht sooo lange her. Uns wurde eingetrichtert bei den leichtesten Symptomen zuhause zu bleiben, und wie assozial man den Vulnerablen gegenüber ist wenn man sich trotzdem unter Leute begibt.
Ich denke, seitdem bleiben mehr Leute bei einer Erkältung eher mal zuhause, die sich früher zur Arbeit geschleppt haben.
Wie mans macht, macht mans halt verkehrt 
Sind gestiegen weil ab da ALLE Tage im System waren.
Vorher haben viele den Durchschlag vom gelben Schein einfach nicht an die Kasse geschickt
Ah ok, das kommt dann auch noch zusammen. Hab ich nicht mehr so bewusst mitbekommen, da ich nicht mehr betroffen war 
Hm, ich kenne ein Unternehmen bei dem die Zahl der Krankentage gesunken ist, nachdem man die Regelung der Krankmeldung von ab dem ersten Tag auf ab dem dritten Tag geändert hat. Für mich persönlich auch nicht unlogisch, denn bisher bin ich immer länger weg gewesen, wenn ich eine AU brauchte, weil Ärzte meiner Erfahrung nach oft grundsätzlich mindestens drei bis fünf Tage krankschreiben. Ohne Arztbesuch hätte ich mich vielleicht nur einen oder zwei Tage auskuriert.
Zumal ich diese 1.Tag-AU-Regelung auch als absolute Zumutung für Menschen mit Migräne sehe.
Wenn man sich Zahlen zu Fehlzeiten in europäischen Ländern anschaut, wird auch schnell klar, dass die Abschaffung der telefonischen AU und und die Einführung der AU ab dem ersten Tag wohl kaum unter Berücksichtigung nachvollziehbarer Tatsachen beschlossen wurden.
Faktencheck Fehlzeiten
Ich finde es gut, dass du das machst. 
Als die Bundesregierung vor Jahren die Verbesserungen der Erwerbsminderungsrente beschlossen hat, habe ich auch einem Bundestagsabgeordneten geschrieben. Er hatte zuvor eine Rede im Bundestag gehalten, in der er die Bestandsrentner angesprochen hat. Ich bin damals durch die Stichtagsregelung knapp vorbeigeschrammt. Zumal ich den Rentenbeginn auch nicht beeinflussen konnte (eingeschränktes Dispositionsrecht). Auf seine Rede im Plenum und mein Fallbeispiel habe ich mich in dem Schreiben bezogen.
Es kam eine Antwort und die war nicht im Auftrag. Sehr persönlich!
Als Jahre später die Meldungen aufkamen, dass man etwas für die Bestandsrentner tun möchte, habe ich ihm wieder geschrieben.
Das er sich bitte einsetzen möge, dass es dieses Mal für uns klappt.
Es kam wieder eine persönliche Antwort.
Bei meinem Arzt ist es in der Notfallsprechstunde, die täglich 2mal abgehalten wird, brechend voll.
Aber wenn ich in die Praxis gehe und bei der Anmeldung sage, dass ich weiß, dass ich nur schwer erkältet bin und der Arzt mir dabei nicht helfen kann und ich weiß, was zu tun ist - bekomme ich von den Arzthelferinnen eine AU, die Verlängerung kann dann telefonsich erfolgen, weil ich schon in der Praxis war.
Die sind froh um jeden, der nicht noch zusätzlich mit “Lappalien” das Wartezimmer überfüllt.
Mir wird auch immer gesagt, dass es für mich und meine Immunsuppression nicht gut ist, in die offene Sprechstunde zu kommen. Aber bis ich einen Temrin hätte, wäre der grippale Infekt auch schon wieder vorbei.
Hi, das ist auch ne Variante, wenn man in der Lage ist, die Praxis aufzusuchen. Im Ergebnis aber auch nichts anderes, mal abgesehen davon, dass zumindest die Beschäftigten am Empfang einen gesehen haben, wie eine telefonische Krankschreibung. Ohne Frage sind die allermeisten Praxen ohnehin schon völlig überlastet. Mal sehen, was endgültig beschlossen werden wird.
Dazu fällt mir ein, dass meine Hausarztpraxis während der Pandemie an 2 Nachmittagen der Woche feste Infektions-Sprechstunden eingeführt hat, mit Maskenpflicht. Das haben sie bis heute bei behalten. Entsprechend sitzt seitdem keiner mit Erkältung mehr zu anderen Zeiten da und steckt andere an.
Bin mal gespannt ob die das beibehalten können, wenn jetzt wegen jeder Erkältung mehr Leute ab dem ersten Tag das Attest brauchen.
Für kleine grippale Infekte ist es natürlich schade dass die telefonische Krankschreibung wegfällt. Aber ich denke, dass es da schon einige gegeben hat, die das ausgenutzt haben nicht beim Arzt vorstellig werden zu müssen.
Für ehrliche Menschen ist ja klar was man macht, und für mich war das immer unnötig zu meinem Arzt zu gehen. “Viel trinken und sich schonen” aber mehr geht bei Viren ja eh nicht. Aber da reicht auch kein Tag um wieder fit zu werden.
In meiner Firma muss ich erst alles über einem Tag mit Atttest vorweisen, und diese Regelung wird in meinen Augen überhaupt nicht ausgenutzt.
Ich verstehe nicht warum man das nicht weiter den Firmen überlässt, wie sie es regeln. Ich denke auch dass es tendenziell mehr Fehltage gibt, wenn es diesen einen Tag, der oft so viel hilft für eine massive Erholung, wegfällt. Sei es bei Migräne, Erschöpfung, Periodenkrämpfen oder anderen Sachen die sich schneller bessern als eine heftiger Infekt.
Aber, weil wir grad diese geplante Reform am Wickel haben: was meint ihr denn zum Punkt „Einschränkung kostenlose Mitversicherung von Ehegatten“? Ich finde, wer so viel verdient, dass einer zu Hause hocken kann, kann auch einen Beitrag für den/die Ehegatten/-in berappen. Bin aber gern für überzeugende Argumente offen.
Was ist denn viel verdienen?
Wenn ein Partner zur “Aufzucht” der Kinder zuhause bleibt und mit dem Einkommen des anderen Partners das grad so nausgeht, dann ist doch nicht unbedingt die Zusatzbelastung zu stemmen.
Jetzt wird ja grad ganz munter noch Elterngeld reduziert und die Anrechnung von Pflegezeit auf die Rente.
Wenn allerdings Chi-chi, Tennis, Schönheitssalon, der Lebensschwerpunkt ist, sind deine Überlegungen nicht von der Hand zu weisen